Komplettanbieter für Drehen und Fräsen gesucht

Präzise Punktlandung bei hohen Anforderungen

| Autor / Redakteur: Manfred Lerch / Anne Richter

Überzeugt haben an der VC 1150 gegenüber vergleichbarer Maschinen die kompakte Bauweise im Verhältnis zu den Verfahrwegen und die Steifigkeit, ohne die diese hohe Wiederholgenauigkeit nicht möglich wäre.
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Überzeugt haben an der VC 1150 gegenüber vergleichbarer Maschinen die kompakte Bauweise im Verhältnis zu den Verfahrwegen und die Steifigkeit, ohne die diese hohe Wiederholgenauigkeit nicht möglich wäre. (Bild: Spinner)

Das Unternehmen Tec-AW in Iffezheim war auf der Suche nach einem Komplettanbieter, der das 3- und 5-Achs-Fräsen sowie das Drehen abdeckt. Entschieden hat man sich für die Spinner-Bearbeitungszentren U 620, VC 1150 und die Drehmaschine TC 400.

Präzision steht an erster Stelle und so war der Geschäftsführer der Tec-AW GmbH in Iffezheim, Arno Walter, hinsichtlich der Investitionen in Fräs- und Drehzentren bislang ausgesprochen markentreu. Markentreu deshalb, weil ihm die bis dahin angebotenen Standardmaschinen nicht genau genug waren und meist seinen Ansprüchen entsprechend modifiziert bzw. eingestellt werden mussten. Jahrelang hatte er deshalb auf einen Hersteller gesetzt, musste dann aber 2015 für adäquaten Ersatz sorgen.

Kompletttanbieter für Drehen und Fräsen mit gutem Service gesucht

Erste Grundvoraussetzung beim neuen Invest war, es musste ein deutscher Hersteller sein, der sowohl das Fräsen und Drehen aus einer Hand anbieten konnte. Gleichzeitig sollte der Hersteller aber auch für einen guten Service bekannt sein. Da blieb, so Arno Walter, nur das Unternehmen Spinner Werkzeugmaschinen: «Die Grundvoraussetzungen waren hier ja erfüllt, ich wusste allerdings noch nicht, wie genau die Maschinen sind. Nach intensiven Gesprächen mit dem Leiter der Konstruktion und Elektrotechnik hatte ich allerdings ein gutes Gefühl. So hat mich beispielsweise das Konzept des 5-Achs-Bearbeitungszentrums U-1520 mit Dreh/Kipp-Tisch beeindruckt. Es ist sehr flexibel einsetzbar, man kann darauf 3-, 4- und 5-achsig, kurze, lange Bauteile fräsen und drehen.»

Im Bereich Drehen dagegen hat man die TC 400 mit anderen namhaften Maschinen verglichen und kam zu dem Schluss, dass Steifigkeit, der kompakte Bauraum, ein verhältnismässig grosser Futterdurchlass sowie Glasmassstäbe bereits in der Standardausführung für Spinner sprachen. Beim Invest in ein 3-Achs-Bearbeitungszentrum dagegen wollte man nicht «mit Kanonen auf Spatzen schiessen». Es sollte eine Standardmaschine sein, mit der eine absolute Präzision gewährleistet ist. Wie präzise man in Iffezheim fertigt, macht das Produktportfolio deutlich. Überwiegend geht es um Einzelteile und Kleinstserien bis 100 Stück mit Toleranzen von grösser 2 µm. Aktuell werden Prüflehren aus Edelstahl (1.4145) für OP-Roboter mit Form- und Lagetoleranzen von 5 µm gefertigt; das ist eine Positionsgenauigkeit von 1,8 µm. Entschieden hat man sich deshalb für das 3-Achs-Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentrum VC 1150.

Alle Hauptabnahme-Kriterien problemlos erfüllt

Eine Entscheidung, die aus der Bearbeitung eines Test-Bauteils und einem intensiven Benchmark resultiert. Demnach hatte man bei diesem Bauteil als Hauptabnahmekriterien die Genauigkeit, Stabilität, den Wärmeverzug, die Wiederholgenauigkeit und die Oberflächengüten definiert. Dazu Arno Walter: «Nachdem die Maschine entsprechend eingestellt war, wurde die von uns geforderte Präzision problemlos erreicht. Das heisst, wir haben die Maschine so bekommen, wie wir sie haben wollten. Das wäre bei keinem anderen Hersteller so gelaufen. Überzeugt hat mich an der VC 1150 gegenüber vergleichbaren Maschinen aber auch die kompakte Bauweise im Verhältnis zu den Verfahrwegen und die Steifigkeit, ohne die diese hohe Wiederholgenauigkeit nicht möglich wäre. Zudem ist der Spänefluss mit den zwei Schneckenförderern optimal gelöst.» Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass bei Tec-AW nahezu alle Materialien, von Aluminium, Messing, Stahl bis hin zu hochfesten Werkstoffen bis 62 HRC, bearbeitet werden. Speziell in der Hartbearbeitung scheint man in Iffezheim über entsprechendes Know-how zu verfügen, denn dafür hat man beim Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentrum VC 1150 die Optionen Formenbaupaket für das HSC-Fräsen bis 24 000 min–1 inklusive dem Laser zum Werkzeug vermessen gezogen.

Nun sucht man bei Tec-AW in der Einzelteil- und Kleinserienfertigung nicht unbedingt nach Sekunden. Zumal diese Zeitdiskussionen demnach immer zu Lasten der Genauigkeit und Oberflächengüten geht. Ein- bis zweimal im Jahr, so Arno Walter, wird man aber aus Termingründen genötigt, die Sekunde zu suchen. Aber auch hier scheint das Bearbeitungszentrum VC 1150 zu überzeugen, denn in Sachen Dynamik wird man mit Masse optimierten Schlitten für hohe Eilgänge bis 48 m/min allen Anforderungen gerecht.

Ergänzendes zum Thema
 
Interessantes am Rande

Individuell auf die Vorgaben abgestimmt, hat sich Spinner so allen Anforderungen gestellt. Und knapp zwei Jahre später sieht Arno Walter die Investitionen in die Maschinen von Spinner als durchgängige Punktlandung: «Ich bin schon allein auf Grund unseres Produktportfolios sehr markentreu und haben deshalb in den letzten 25 Jahren nur zweimal rochiert. Mit den Maschinen von Spinner sehe ich uns auch für die Zukunft gut aufgestellt. Speziell die VC 1150 ist für mich eine absolute High-End-Maschine im 3-Achs-Bereich. Das Bearbeitungszentrum ist kompakt, unheimlich schnell, steif, präzise, einfach ein Sorglos-Paket. Mehr kann man von solch einer Maschine nicht erwarten.» SMM

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