Verleihung der Blaser-Produktivitätstrophäe 2018

Produktivitätstrophäe: Erfolgsfaktor Kühlschmierstoff

| Redakteur: Anne Richter

Hauseigenes Labor: Die Analyse des Ansetzwasser ist die Voraussetzung für jede Empfehlung, da die Wasserqualität entscheidend für den Prozess ist.
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Hauseigenes Labor: Die Analyse des Ansetzwasser ist die Voraussetzung für jede Empfehlung, da die Wasserqualität entscheidend für den Prozess ist. (Bild: Blaser Swisslube)

Die Wahl des richtigen Kühlschmierstoffes trägt zur Produktivität des Fertigungsprozesses bei. Blaser Swisslube hat dafür die Produktivitätstrophäe ins Leben gerufen und in diesem Jahr bereits zum siebten Mal die Gewinner ausgezeichnet, die mit der Kühlschmierstofflösung einen Mehrwert generieren konnten.

Kühlschmierstoffe sind mehr als nur ein Kostenfaktor, denn sie haben einen entscheidenden Einfluss auf den Zerspanprozess. Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Bearbeitungsqualität hängen in der Fertigung massgeblich von der Wahl des richtigen Kühlschmierstoffes ab. Um diesen Zusammenhang mehr ins Bewusstsein zu rücken, hat die Blaser Swisslube AG im Jahr 2013 die Produktivitätstrophäe ins Leben gerufen. Auch in diesem Jahr hat das Unternehmen am 14. März Kunden, Geschäftspartner sowie die Fachpresse zur Verleihung der Produktivitätstrophäe 2018 an den Stammsitz nach Hasle-Rüegsau eingeladen. Für die Auszeichnung wurden jene Blaser-Kunden berücksichtigt, welche dank der optimalen Schmierstofflösung von Blaser einen Mehrwert erzielten. In einem feierlichen Rahmen wurden die Sieger in den Kategorien Kühlschmierstoffoptimierung, Nachhaltigkeit/Humanverträglichkeit, Produktivität, Prozessoptimierung sowie Werkzeugkostenoptimierung geehrt. Die Unternehmen stammen aus den Branchen Medizintechnik, Teilefertigung, Werkzeugherstellung und Bauindustrie. Zu den gefeierten Erfolgen zählen höhere Produktivität der Anlagen, bessere Oberflächengüte der Werkstücke, verbesserte Maschinensauberkeit sowie die Elimination von Hautreizungen. Auch Werkzeugkosteneinsparungen trumpfen auf.

Um die passende Schmierstofflösung zu finden, bedarf es der Fachkenntnis und auch des Verständnisses hinsichtlich der Kundenwünsche. «Wir wollen unseren Kunden die beste Schmierstofflösung mit dem massgeschneiderten Kundenservice bieten. Nur so können wir unsere Kunden unterstützen. Produktivität wie auch Wirtschaftlichkeit werden dank der Wahl des optimalen Schmierstoffes entscheidend verbessert», erklärt Dominik Affolter, Geschäftsführer Markt Schweiz. Die Aussage von Dominik Affolter wurde von den Gewinnern während der Preisübergabe gestützt. Sie erläuterten den Teilnehmern ausführlich die gemeinsam erzielten Resultate und die damit verbundenen Verbesserungen in ihren Werkstätten. Hier ein Überblick über die ausgezeichneten Unternehmen:

Keine Rauchentwicklung, keine Hautprobleme und verbesserte Standzeit

In der Kategorie Kühlschmierstoffoptimierung gewann die 41medical AG mit Sitz in Bettlach. Das Unternehmen aus der Medizintechnik entwickelt und produziert Lösungen für den Bewegungsapparat des Menschen. Es werden Titan, rostfreier Stahl sowie Medizin-Chromstahl mit Dreh-, Fräs- und Bohrprozessen bearbeitet. Es waren sowohl ein Schneidöl wie auch ein wassermischbarer Kühlschmierstoff beim Bearbeitungsprozess im Einsatz. Es sollte eine einheitliche Lösung für alle Maschinen gefunden werden, welche auch die Sicherheitsaspekte hinsichtlich Brand- und Rauchentwicklung erfüllte. Standzeit und massive Hautprobleme der Mitarbeiter waren weitere Probleme.

Nach der Analyse des Produktionsprozesses vor Ort in Bettlach schlug der Blaser-Spezialist den Kühlschmierstoff Vasco 7000 vor. Vasco 7000 zeichnet sich durch eine hohe Stabilität und eine gute Verträglichkeit für Mensch und Maschine aus. Während einer mehrwöchigen Testphase wurde der Blaser-Kühlschmierstoff getestet. Das Resultat kann sich sehen lassen: Die Kühlschmierstoffstandzeit beträgt nun mehr als ein Jahr ohne die Zugabe von Bioziden. Weiter gehören die Hautprobleme und die Rauchentwicklung bei der Bearbeitung von Titan der Vergangenheit an.

Ohne Mundschutz und ohne Additive zu mehr Qualität

An die Ferrum AG ging die Produktivitätstrophäe in der Kategorie Nachhaltigkeit und Humanverträglichkeit. Ferrum vereinigt unter einem Dach drei verschiedene Geschäftsbereiche, deren Produkte und Dienstleistungen in die unterschiedlichsten Wirtschaftsbranchen fliessen. Die Kernkompetenzen der Produktion in Rupperswil liegen in den Bereichen der spanabhebenden Bearbeitung von Präzisionsteilen. Die Präzisionsdreh- und -frästeile werden aus hochlegierten und säurebeständigen Stählen sowie aus Guss gefertigt. Es sollte eine Kühlschmierstofflösung gefunden werden, welche stabil läuft und bei welcher die regelmässige Zugabe von Bioziden und Fungiziden entfällt. Weiter kämpfte der Unterhalt mit verstopften Koaxial-Ventilen, die nicht mehr funktionierten. Auch die Maschinensauberkeit und die klare Sicht auf die Werkstücke sollten verbessert werden.

Ergänzendes zum Thema
 
Wie geschmiert aus dem Gefängnis
Titan Gilroy ist Ex-Boxer, Ex-Gefängnisinsasse und Gründer von Titans of CNC, einer CNC-Fertigungswerkstatt, mit der er viel praktisches Wissen und Erfahrung zu einer Fülle von Zerspanungsthemen vermittelt. In seinen Maschinen verwendet er ausschliesslich Blaser-Produkte, da er weiss, welch entscheidenden Einfluss der richtige Kühlschmierstoff sowohl auf die Produktivität wie auch die Arbeitsbedingungen hat.

Nach gründlicher Analyse vor Ort wurde der Kühlschmierstoff B-Cool 755 empfohlen. Das Produkt zeichnet sich durch sein optimales Ablaufverhalten aus. Im Ergebnis läuft die Emulsion seit über elf Monaten ohne Zugabe von Additiven, wodurch die Mitarbeiter keinen Mundschutz mehr tragen müssen, die Maschinen sind sauberer und die Oberflächengüte konnte verbessert werden. Auch die Störungen bei den Koaxial-Ventilen wurden eliminiert. Seit Mitte Januar 2019 läuft eine weitere Zentralanlage mit B-Cool 755.

Produktionszeit erheblich gesteigert, vier Millionen Franken gespart

Die Bewetec AG aus Oberbipp gewann die Produktivitätstrophäe in der Kategorie Produktivität. Bewetec ist in der Weiterverarbeitung von Armierungsstahl mit Durchmessern von 8 bis 40 Millimetern tätig und fertigt mithilfe topmoderner Biegeanlagen individuelle Bewehrungen. Das Unternehmen suchte nach einem geeigneten Produkt, welches die Nachschmierintervalle verlängert und somit die Produktivität erhöht. Über alle Anlagen betrug die Stillstandszeit allein zur Nachschmierung 16 Stunden pro Tag. Nach Ermittlung der technischen Anforderungen an das Schmierfett durch Blaser wurden die Anlagen auf Blasolube 512 umgestellt. Die Schmierintervalle konnten nach und nach von 4500 LM auf über 20 000 Laufmeter erhöht werden. Über alle Anlagen gerechnet wurde so die Produktionszeit um rund 13 Stunden pro Tag gesteigert. Weiter wurde bei den Lagern der Verschleiss massgebend reduziert. Heute muss während der Lebensdauer einer Richtrolle kein Lagerwechsel mehr vorgenommen werden. Daraus resultieren Lagereinsparungen von rund 840 Stück pro Jahr und Arbeitsstundenreduktion für das Instandhaltungspersonal. Auch der Fettverbrauch konnte um rund 25 Prozent reduziert werden. Insgesamt bringt die Umstellung auf die Blaser-Schmierlösung eine Einsparung von vier Millionen Schweizer Franken.

Prozessoptimierung mit langzeitstabilem Kühlschmierstoff

Die Hofer Fertigungstechnik AG mit Sitz in Frauenfeld ist ein Lohnfertiger für Dreh- und Frästeile und konnte in der Kategorie Prozessoptimierung die Produktivitätstrophäe gewinnen. Problem waren unangenehmer Geruch, Pilzbefall wie ein hoher Werkzeugverschleiss trotz eines hohen Pflegeaufwandes und eines regelmässigen Austausches des Kühlschmierstoffes. Es galt, den Prozess nachhaltig zu optimieren. Mit einer Wasseranalyse wurde die Basis für die Auswahl des Kühlschmierstoffes geschaffen. Die Anforderungen an einen neuen Kühlschmierstoff waren sehr hoch, weshalb die Wahl auf das mineralölbasierte B-Cool 755 gefallen ist, welches langzeitstabil, leistungsfähig und auch bei viel Fremdöleintrag einwandfrei verwendbar ist. Nach einer umfangreichen Maschinenreinigung sind die ersten Reaktionen äusserst positiv ausgefallen: saubere Maschinen, ausgezeichnete Werkzeugstandzeit und angenehmer Geruch. Diese Faktoren optimieren den Prozess massgeblich. Auch rund ein Jahr später gehören schlechter Geruch, Pilze und auch die schlechte Werkzeug- und Emulsionsstandzeit der Vergangenheit an.

Werkzeugstandzeit von 50 auf 300 Teile erhöht

Als fünftes Unternehmen wurde die Ifanger AG aus Uster mit der Produktivitätstrophäe in der Kategorie Werkzeugkostenoptimierung ausgezeichnet. Die Ifanger AG entwickelt, fertigt und verkauft weltweit Zerspanungswerkzeuge unter den Markennamen Ifanger, Randag und MicroTurn. Die komplette Inhouse-Werkzeugfertigung wird durch mehrere CNC-gesteuerte Bearbeitungszentren unterstützt, welche den Einsatz von wassermischbarem Kühlschmierstoff erfordern. Die Werkzeugstandzeit war aufgrund des eingesetzten Kühlschmierstoffes unbefriedigend, auch die Emulsionsstandzeit sollte verbessert werden. Nach Analyse des Ansetzwassers wurde das leistungsstarke und schaumarme B-Cool 755 durch den technischen Kundenberater von Blaser Swisslube empfohlen. Bereits wenige Tage nach der Befüllung fielen mehrere positive Faktoren auf: angenehmer Geruch, keine Rückstände und kein Schäumen.

Auch das grösste Problem bei Ifanger wurde behoben. Die meisten Produktionsausfälle generierten Werkzeugbrüche der Sackloch-Gewindebohrer. Die in der Ist-Situation erfasste Werkzeugstandzeit pro Gewindebohrer war mit rund 50 Teilen nicht gerade hoch. Durch den Einsatz des Kühlschmierstoffes von Blaser konnte die Standzeit des Gewindebohrers auf 300 Teile gesteigert werden, was enormen Einfluss auf die Produktivität und die Maschineneffizienz hat. Die erreichten Werte überzeugten die Verantwortlichen der Ifanger AG, weshalb mittlerweile mehrere befüllte Bearbeitungszentren Emulsionsstandzeiten von zwei Jahren aufweisen. -ari- SMM

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