SwissSkills Prodex in Basel «Ready to Rumble» – IndustrySkills 2016

Redakteur: Sergio Caré

An der Prodex/Swisstech kämpfen 12 Konstrukteurinnen und Konstrukteure «live» um den Schweizer-Meister-Titel.

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Roger Krauer, Lehrling bei Schneeberger: «Die Konzentration über die gesamte Dauer auf hohem Niveau zu halten ist wichtig.»
Roger Krauer, Lehrling bei Schneeberger: «Die Konzentration über die gesamte Dauer auf hohem Niveau zu halten ist wichtig.»
(Bild: Schneeberger)

Basel/Roggwil – Sorgfältig modelliert Roger Krauer das Maschinenbauteil im CAD. Er lässt das fotorealistische Bild rotieren, begutachtet dabei sein Werk. Hie und da ändert der Konstrukteur im 4. Lehrjahr das gezeichnete Objekt im Layer. «Die Schwierigkeit besteht darin, die Konzenration auf hohem Niveau zu halten», erklärt Krauer. «Zusätzlich muss jeder Teilnehmer die nötige CAD-Technik für eine enorme Bandbreite an verschiedenen Bauteilen und Aufgaben abrufen können», fügt der ambitionierte Lehrling hinzu.

Schweizer Meisterschaften

Anderthalb Tage die Woche erhält Krauer von seinem Arbeitgeber Schneeberger AG, um sich auf die Schweizer Meisterschaften IndustrySkills an der Prodex vorzubereiten. Er trainiert im CAD-Programm, modelliert Bauteile: präzis und effizient. In seinem Betrieb stellt er vor allem Frästeile her. Um Erfahrungen im Modellieren von Guss- und Blechteilen sammeln zu können, besuchte er zusätzliche CAD-Schulungen. «Das duale Ausbildungssystem ist für die Schweiz ein wesentlicher Vorteil», erklärt Geschäftsführer Adrian Fuchser, warum Schneeberger die Kosten für die Ausbildung nicht scheut. «Zehn Jahre habe ich Schneeberger in den USA geführt und erlebt, wie viel schwieriger es dort ist, präzise Arbeiten im Mikron-Bereich ausführen zu lassen.»

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CH-Meister zu werden ist Krauers grosses Ziel. Dafür studiert er Musteraufgaben von Meisterschaften vergangener Jahre. «Kommen an den SwissSkills Aufgaben in diesem Stil, bin ich gut vorbereitet», sagt er dazu. Die Meisterschaften dauern vier Tage – pro Aufgabe haben die Konstrukteure bis zu sechs Stunden Zeit. Einen Zufallssieger wird es nicht geben. Ein Team von Experten beurteilt die fertigen Arbeiten anhand vordefinierter und messbarer Kriterien. Dem Gewinner winkt am Ende, neben Ruhm und Ehre, die Teilnahme an der Berufs-WM in Abu Dhabi. Ja dann: «hza saeidaan» (viel Glück auf Arabisch). -sc-

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