Robotik in der Produktion

Roboter sichert flexible Fertigung

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Keinen Gedanken ans Scheitern verschwendet

Gedanken darüber, was im Projekt hätte schiefgehen können, haben sich offenbar weder Meier noch Koch gemacht. Der Systemintegrator sieht im Nachhinein als eine wesentliche Komponente: «Die Herausforderung bei der Umsetzung ist, Gestaltungsfreiheit zu haben und die Chance, auch mit der technischen Lösung überzeugen zu können.» Robotertechnik lerne man in einem CNC-Betrieb wie Gewinde Ziegler ohnehin schnell. Keine Anlage läuft vom ersten Tag an mit den ewig gleichen Programmen. Wie hat sich bei Ziegler die Einführung von Varianten gestaltet? «Da ist man normalerweise vor Überraschungen nicht sicher», weiss Nick Koch aus Erfahrung. In diesem Fall war es eine positive Überraschung. Christoph Meier: «Das letzte Mal hatten wir einen ganzen Tag eingeplant. Nach einer Stunde waren wir fertig.» Beide führen das auf die durchdachte Projektierung und Umsetzung zurück. Ist ein Teil mit neuen Dimensionen auf die Maschine zu nehmen, sind gerade einmal drei Teach-Positionen zu kontrollieren. Aber: Beim Drehen ist die Anpassung schon deswegen einfacher, weil die Teile rotationssymmetrisch sind. Meier: «Wir haben bei der Inbetriebnahme des Roboters nicht so lange gebraucht wie beim Zuführband.»

Selbstverständlich war auch bei Gewinde Ziegler die Automatisierung eine Frage des Geldes. Die Drehmaschine gab es praktisch schon. Zufällig hatte das Unternehmen noch ein Fördersystem, welches sich von den Abmessungen her eignete. Die Mechanik zu arrangieren, war nicht die grosse Herausforderung. Viel eher die Anpassung der Schnittstellen. Obwohl oder gerade weil Christoph Meier ein sehr erfahrener CNC-Programmierer ist, wollte die Firma die Schnittstellenanpassung den Fachleuten überlassen. Roboter, Greifer, Software, Schnittstelle – der Leistungsumfang für Robotec Solutions war klar umrissen. Nick Koch: «Bei uns gibt es von der einfachen Komponente bis zur schlüsselfertigen Anlage jede Ausbaustufe. Und wenn jemand aus Erfahrung uns die Schnittstellenanpassung überlässt – umso besser. Dann ist von vornherein auch geklärt, wer wofür verantwortlich ist.»

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