Robotik in der Produktion

Roboter sichert flexible Fertigung

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Hohe Erwartungen

Die Erwartungen an den Robotereinsatz sind nicht eben gering: «Wir wollten flexi­bler werden durch den Robotereinsatz», sagt Christoph Meier. Von Maschinenherstellern angebotene Handlingsysteme oder beispielsweise Stangenlader seien für exakt festgelegte Einsätze auch durchaus brauchbar. Andererseits habe man zwar über eine Portallösung beziehungsweise über einen an einer Verfahrachse hängenden Roboter nachgedacht – aber nicht lange, denn das hätte einen Geschwindigkeitsvorteil gebracht, den niemand gebraucht hätte. «Das Tempo ist bei uns zweitrangig», überrascht Meier. «Wir fahren eher 15 Prozent langsamer, dafür aber extrem zuverlässig.» Diese Denkweise in der Produktion ist eine direkte Ableitung eines Gedankens aus der Firmenpräsentation: «Präzision ist unser Massstab.» Das in dritter Generation geführte Familienunternehmen mit über 70 Mitarbeitern hat sich ganz der Produktion von Präzisionsteilen verschrieben. Mit 08/15-Produkten ist aber auch eine noch so wohlgemeinte Standorttreue nicht zu halten. Also ist Hightech gefragt. Drei Viertel der Produktion entfallen beispielsweise auf Hightech-Spindeln. Damit die Firma heute schon die Marktbedürfnisse von morgen erkennen und sich darauf einrichten kann, investieren die beiden Firmeninhaber Reto und Daniel Ziegler permanent. Als vor drei Jahren beispielsweise das 75-Jahre-Firmenjubiläum zu feiern war, beschenkten sich die Inhaber nicht etwa mit üblichen Geschenken, sondern mit dem Kauf von weiterem Gewerbeland in Horriwil. Dort wäre für die Zukunft dann auch genügend Platz für neue Roboter. <<

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