Suchen

Zerspanen Sandvik AG: Hochdruckkühlung erhöht Produktivität beim Drehen

| Redakteur: Matthias Vogel

>> Immer mehr Hersteller und Zulieferer in Luft- und Raumfahrt sowie anderen Anwenderbereichen entdecken die Vorteile des Einsatzes von Hochdruckkühlmittel. Denn Hochdruckkühlung kann insbesondere Drehprozesse deutlich effizienter machen: Sie verbessert die Spankontrolle, erlaubt mannlose Arbeitsprozesse sowie höhere Geschwindigkeiten und ermöglicht eine um 50 Prozent längere Standzeit – selbst beim Schrupp- und Feindrehen von schwierigen Werkstoffen aus der Luft- und Raumfahrt wie Titan.

CoroTurn HP ist ein wegweisendes Hochdruckkühlmittel-System, das mit Coromant Capto kombiniert werden kann: Es nutzt einen Hochdruck von 70 bis 80 bar in Drehzentren, vertikalen Drehmaschinen und Multi-Task-Maschinen.
CoroTurn HP ist ein wegweisendes Hochdruckkühlmittel-System, das mit Coromant Capto kombiniert werden kann: Es nutzt einen Hochdruck von 70 bis 80 bar in Drehzentren, vertikalen Drehmaschinen und Multi-Task-Maschinen.
(Bild: Sandvik)

Beim Hochleistungsdrehen schwer zerspanbarer Legierungen für die Luft- und Raumfahrt reicht es nicht aus, den Bearbeitungsbereich einfach mit Kühlmittel zu fluten. Aufgrund ihrer hohen Festigkeit und geringen Wärmeleitfähigkeit sind bei der Bearbeitung dieser Werkstoffe Temperaturen von bis zu 1000 Grad Celsius normal. Dabei konzentriert sich die Hitze auf eine kleine Kontaktzone zwischen Span und Spanfläche – die Kontaktfläche ist für gewöhnlich halb so gross wie bei Stahl. Dadurch kann hier eine unmittelbare Verdampfung stattfinden, die dann zur Bildung einer Dampfdruckzone führt und so den Kühlmittelzufluss zur Schneidkante verhindert.

Abhilfe schafft hier eine Düse, mit deren Hilfe Kühlmittel effizient da aufgebracht werden kann, wo es benötigt wird. Dank dieses Verfahrens können Kühlmittel die Temperaturentstehung und -verteilung bei der Zerspanung ebenso wie das Formen und Brechen der Späne sowie den Werkzeugverschleiss beeinflussen.

Bildergalerie

(ID:34029970)