Grösste Membranbiologieanlage der Schweiz setzt auf GIS-Kransysteme Sauberes Wasser dank GIS-Kranen

Autor / Redakteur: Arthur Kemény / Silvano Böni

Die Anforderungen an die Abwasserqualität steigen stetig. Ein Umbau einer Kläranlage mit der neuesten Technologie wird mit der Zeit also unabdingbar. So auch bei der ARA Zermatt, wo die neue Membranbiologieanlage unter anderem mithilfe von GIS-Krananlagen gebaut wurde.

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In beiden Abwasserstrassen gewährleisten je vier Kranbahnen den lückenlosen Material­transport im Übergangsbereich von der Denitrifikation bis hin zur Membranfiltration.
In beiden Abwasserstrassen gewährleisten je vier Kranbahnen den lückenlosen Material­transport im Übergangsbereich von der Denitrifikation bis hin zur Membranfiltration.
(GIS)

Gut versteckt im Berginnern beim Dorfausgang von Zermatt reinigt die Kläranlage (ARA Zermatt) seit 1982 die Abwässer des bekannten Kurorts. Seither sind sowohl die Schmutzfrachten als auch die Anforderungen an die Qualität des gereinigten Abwassers gestiegen, sodass ein Ausbau der biologischen Reinigungsstufe notwendig wurde. In 3,5-jähriger Bauzeit galt es, die ursprüngliche Belebtschlammanlage in eine Membranbiologieanlage umzubauen. Der geringe Platzbedarf und die hervorragende Qualität des gereinigten Abwassers zählen zu den herausragenden Vorteilen dieses Systems. Mehrere GIS-Krananlagen wurden dabei optimal in den Berg integriert, um einen kontinuierlichen und mühelosen Materialfluss zu gewährleisten.

Zwei Strassen, ein Ziel: sauberes Abwasser

Ein Stollen erschliesst den Weg vom Eingangsportal in den Berg hinein. Dahinter teilt er sich in zwei Abwasserstrassen auf. Schon bisher verband eine Hängebahn die beiden identischen Stollensysteme. Ihre Länge wurde auf ungefähr 120 m verkürzt und mit einer neuen Stromschiene ausgerüstet. Zwei moderne GIS-Elektrokettenzüge, mit einer Traglast von je 3200 kg, sorgen hier für den mühelosen Lastentransport zwischen den beiden Vorklärbecken. Eine Zusammenfahrsicherung verhindert dabei eine Überlastung der Kranträgeraufhängungen.

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Lückenloser Materialfluss über Verzweigungen hinweg

Je ein optimal in den Stollen eingepasster Unterflansch-Deckenlaufkran bedient den Bereich Nitrifikation. Beide über Frequenzumrichter gesteuerte Anlagen sorgen auf engstem Raum für präzisen Lastentransport bis 2500 kg. Moderne Funkfernsteuerungen ermöglichen eine grosse Bewegungsfreiheit der Bedienpersonen. Vor der Membranfiltration, dem Kernstück der innovativen Abwasserreinigung, verzweigen sich die Strassen nochmals. Je zwei Hängebahnen erstrecken sich in diesen Abschnitten bis zum Ende der Nitrifikation. Fahrantriebe und Hebezüge beziehen über Stromschienen die benötigte Energie. Die vier hier eingesetzten Elektrokettenzüge lassen sich bei Bedarf einfach von einer zur anderen Strasse umsiedeln. Dank überlappenden Bereichen aller Krananlagen ist der Materialfluss lückenlos gewährleistet. Speziell die sperrigen Membrankassetten können schonend und präzise transportiert werden.

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