Reinigung von Produktionsanlagen Sauberkeit: Voraussetzung für beste Qualität

Von Anne Richter

Anbieter zum Thema

Für eine fehlerlose Produktion hochwertiger Sanitärkeramik und Armaturen bei der Keramik Laufen AG muss bei jedem Herstellungsschritt für Sauberkeit gesorgt werden. Zum Einsatz kommen mehrere Geräte von Kärcher, die es auch mit den anfallenden Keramik- und Metallstäuben aufnehmen.

Die hitzebeständigen Cordieritplatten, auf denen die rohen, glasierten Stücke zum Brennen durch den Brennofen transportiert werden, saugen die Mitarbeiter sorgfältig nach jedem Vorgang ab. Sehr gut geeignet hierfür ist ein Kärcher IVR 35/20-2 Sc Me. Dieser sehr flexible Industriesauger ist bestmöglich darauf ausgerichtet, kleine Partikel und feine Stäube sicher aufzunehmen.
Die hitzebeständigen Cordieritplatten, auf denen die rohen, glasierten Stücke zum Brennen durch den Brennofen transportiert werden, saugen die Mitarbeiter sorgfältig nach jedem Vorgang ab. Sehr gut geeignet hierfür ist ein Kärcher IVR 35/20-2 Sc Me. Dieser sehr flexible Industriesauger ist bestmöglich darauf ausgerichtet, kleine Partikel und feine Stäube sicher aufzunehmen.
(Bild: MomentiMedia)

Es geht heiss her in Laufen, wenn der riesige Brennofen in der Halle des Keramikwerks mit den vorgetrockneten Chargen befüllt wird. Bei bis zu 1250 Grad Celsius werden die Teile gebrannt. Der Ofen ist mehr als hundert Meter lang und läuft ununterbrochen. Nur im Sommer wird er für zwei Wochen abgestellt und gewartet. Pro Jahr werden über 300 000 Keramikstücke hergestellt. Darunter in erster Linie WCs, die etwa 60 bis 70 Prozent der Gesamtproduktion ausmachen. Der Rest verteilt sich auf Waschtische, Bidets, Urinale, Ablagen und Bad-Accessoires.

Damit makellos produziert werden kann, muss bei jedem Herstellungsschritt sorgfältig gearbeitet und für Sauberkeit gesorgt werden. Hier kommen verschiedene Geräte von Kärcher zum Einsatz. Während der internationalen Kärcher-Fachpressetage Ende Oktober 2022 konnten sich die anwesenden Journalisten von der Arbeitsweise und Qualität der unterschiedlichen Reinigungsgeräte und Industriesauger überzeugen. Auch der SMM war vor Ort.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 22 Bildern

Laufen steht für hochwertige Qualität und Schweizer Präzision bis ins Detail. Neben Keramik stellt das Unternehmen auch Armaturen für das Bad, die Küche und öffentliche Bereiche her und vertreibt Badmöbel, Bade- und Duschwannen. Alles eben, was für Bad und Sanitäranlagen gebraucht wird. Laufen heisst auch der Ort, an dem das Unternehmen rund 20 km südlich von Basel ansässig ist. Laufen hat eine lange Geschichte – und so auch das gleichnamige Unternehmen.

Aufsitz-Scheuersaugmaschine B 110 R
im Fokus

Das Aufsitz-Modell B 110 R wartet mit zwei völlig überarbeiteten Komponenten auf, die für das Reinigungsergebnis von zentraler Bedeutung sind: Der Bürstenkopf und der Saugbalken. Sie sorgen für leises und ressourcenschonendes Arbeiten und sind aus besonders robustem Material gefertigt. Eine zusätzliche Effizienzsteigerung wird mit dem neu entwickelten Seitenschrubbdeck erreicht. So kann insbesondere auf grossen, nicht überstellten Flächen in Industriebetrieben, Lager- und Produktionshallen, Einkaufszentren, Parkhäusern, oder Flughäfen hygienisch und wirtschaftlich gereinigt werden.

Der Zufluss der Reinigungsflotte wird abhängig von der Fahrgeschwindigkeit reguliert: Bei zügiger Fahrt gelangt mehr Wasser an den Bürstenkopf, bei geringer Geschwindigkeit reduziert sich die Wassermenge. Daraus resultiert ein zuverlässiges Absaugergebnis selbst bei langsameren Kurvenfahrten. Mit Blick auf die Ressourcen kann so bis zu 50 % Wasser bzw. Reinigungsmittel eingespart werden. Ein optional verfügbares Seitenschrubbdeck kann an der rechten Seite montiert werden. Es erweitert die Arbeitsbreite um 100 mm und ermöglicht randnahes Reinigen.

Die Fahrgeschwindigkeit im Einsatz beträgt 6 km/h. Bei Reinigungsfahrten werden Steigungen von bis zu 10 % gemeistert, auf Transportfahrten sind es bis zu 18 %. Batterien stehen mit Kapazitäten 170 und 285 Ah ab Werk zur Verfügung. Damit sind auch längere Einsatzfahrten bis zu vier Stunden im ECO-Modus kein Problem.

Präzisionshandwerk mit langer Tradition

Bereits im vorletzten Jahrhundert sind die ersten Produkte hergestellt worden. Keramik Laufen wurde 1892 als Tonwarenfabrik Laufen gegründet und ist auch heute noch der einzige Schweizer Sanitärkeramikhersteller. Die Similor AG wurzelt in der Firma Kugler, die bereits 1863 als erstes Schweizer Unternehmen Armaturen produzierte.

Vor 13 Jahren wurden die beiden zur Roca-Gruppe gehörenden Schwesterfirmen unter einem Dach und einem Management zusammengebracht. Nunmehr als Komplettausstatter für das Bad aufgestellt, entstehen seither sorgfältig abgestimmte Badkollektionen und Armaturen für die Küche und den öffentlichen Bereich in edlem funktionellem Design. Seit Anfang dieses Jahres nur noch unter der Marke Laufen. In beiden Bereichen ist die Produktion ein Prozess, an dem viele Hände mitwirken und eine Menge Späne, Abschliffe und feinste Stäube anfallen. Bei einem Grossteil der Bearbeitungsschritte ist regelmässiges Reinigen erforderlich.

Keramikproduktion

Hauptsächlich aus Ton und Kaolin, auch Porzellan­erde genannt, sowie Hartstoffen wie Quarz und Feldspat werden täglich WCs, Waschtische, Bidets Urinale und Accessoires produziert. Konventionell in Gipsformen, vor allem aber teilautomatisiert in den Batteriegiessanlagen oder mit einem in Laufen erfundenen Druckgussverfahren, durch das die Rohlinge schneller aus der Kunststoffform gelöst werden können und nur minimal nachbearbeitet werden müssen.

Nach dem Entformen werden die Stücke geputzt und nachbearbeitet. Danach stellen die Mitarbeiter sie vorsichtig auf penibel gereinigte Wagen für den Weitertransport. Es darf nichts mehr an die Rohlinge gelangen. Reste aus der Nachbearbeitung können mit einem Kärcher IVS 100/55 M eingesaugt und mitunter der Masse wieder zugeführt werden. So lassen sich Ressourcen sparen und die Produktionskosten verringern. Der IVS 100/55 M ist ein Superklasse-Industriesauger, der sehr grosse Mengen gesundheitsgefährdender Feinstäube sicher aufnehmen kann. Neben den Förderbändern und Transportwagen müssen bei der Keramikproduktion vor allem auch die Gipsformen abgesaugt und für die nächste Füllung gereinigt werden. Zweimal am Tag wird neu eingegossen.

Entformte Rohlinge sind weich und empfindlich. Bevor sie glasiert und gebrannt werden können, werden sie über Förderanlagen zum Trockner gebracht, wo sie einige Stunden verbleiben, bis sie eine Restfeuchte von weniger als einem Prozent aufweisen. Mit einer Kärcher-Nachläufer-Scheuersaugmaschine B 60 W Bp Pack Dose kann der Boden täglich gereinigt werden. Die Maschine eignet sich gut für die langen, etwas engeren Reihen der sieben Batteriegiessanlagen sowie die Flächen in der Ofenhalle.

Entfernung von Restpartikeln

Die hitzebeständigen Cordieritplatten, auf denen die rohen, glasierten Stücke zum Brennen durch den Brennofen transportiert werden, saugen die Mitarbeitenden sorgfältig nach jedem Vorgang ab. Nur so kann sichergestellt werden, dass die nächste Charge makellos bleibt und nicht durch Restpartikel Schaden nimmt. Sehr gut geeignet hierfür ist ein Kärcher IVR 35/20-2 Sc Me. Dieser sehr flexible Industriesauger ist bestmöglich darauf ausgerichtet, kleine Partikel und feine Stäube sicher aufzunehmen. Die fertig gebrannten Keramikprodukte werden auf einwandfreie Form und Glasur geprüft, dann einer Funktionsprüfung unterzogen und zur Endbearbeitung weitergeleitet. WCs und Urinale werden zudem mit Vakuum auf Dichtigkeit geprüft. Dann wird verpackt und ins Warenlager überführt.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Armaturen und spanende Bearbeitung

Auch bei der Armaturenproduktion sind die Produktionsschritte genau aufeinander abgestimmt. Hier steht die Hitze am Anfang: Das Metall für jährlich rund 300 000 Armaturen und eine Million Ersatz- und Zubehörteile wird bei etwa 990 Grad Celsius geschmolzen. Nach dem Guss des verflüssigten Messings in die Formen werden die Teile zunächst auf Raumtemperatur abgekühlt, dann die für den Hohlraum platzierten Sandkerne vollständig entfernt und Angüsse abgesägt.

Nun heisst es bohren, fräsen, Gewinde schneiden und spülen, bevor geschliffen und poliert wird – entweder vollautomatisiert oder von Hand. Daraufhin steht die Galvanisierung an, sprich die Beschichtung mit Nickel und Chrom, die den Armaturen ihr edles Finish beschert. Bei farbigen Armaturen wird noch eine hauchdünne PVD-Beschichtung angebracht. Ein Nebeneffekt sind Stäube vor allem beim Giessen, Schleifen, Polieren und PVD-Beschichten. Das macht die Produktion sehr herausfordernd und es muss mit Reinigungsgeräten gearbeitet werden, die sehr zuverlässig sind.

Bei der Armaturenfertigung ist in der Abteilung Giesserei seit längerem ein Kärcher IVM 60/30 im Einsatz. Der Industriesauger wird vor allem bei der Entsandungsanlage genutzt. Hier werden die Gussstücke nach dem Giessen in einer Trommel mit Stahlkugeln gereinigt und sandgestrahlt. Der robuste Mittelklasse-Sauger ist täglich mehrfach im Einsatz, um Maschine und Umgebung von Sand aus dem Strahlverfahren und den Sandkernen der Armaturen-Rohlinge wie auch von Graphitstaub zu befreien. Letzterer entsteht beim Giessprozess aufgrund der verwendeten Graphitemulsion als Trennmittel zwischen Gussstück und der Form. Zudem werden beim angrenzenden Sägetisch die Messingspäne aufgesaugt, die durch das Absägen der Angüsse entstehen. Der Sternfilter der Staubklasse M ist in diesem Bereich ausreichend.

Anschliessend kommen die Teilfabrikate in die CNC-Abteilung für diverse mechanische Bearbeitungen wie Gewindeschneiden und Fräsarbeiten. Um den Maschinenpark und die Umgebung sauber zu halten, wird hier ein Kärcher-Industriesauger IVC 60/24-2 Tact² M eingesetzt. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die anfallenden Messingspäne aus Dreh-, Fräs- und Schneidearbeiten einzusaugen. Dabei ist auch von Vorteil, dass das Gerät trotz seiner grossen Filterfläche mit Selbstreinigungsautomatik sehr kompakt ist und sich einfach zwischen den einzelnen CNC-Maschinen bewegen lässt.

Die in der Schleiferei anfallenden Messing- und Polierstäube aus Rückständen von Polierpaste und Polierscheiben werden direkt über eine Anlage im angrenzenden Filterraum filtriert, in dem zwei grosse Filtermaschinen installiert sind. Hier ist es laut, heiss, eng und immer staubig. Es sind grosse Mengen, die durch die Filter abgesaugt werden. Aus diesem Grund reinigen die Mitarbeiter diesen Raum einmal pro Woche mit einem robusten, aber wendigen Sauger, dem Kärcher IVR 35/20-2 Sc Me.

Penibel reinigen und beschichten

Die polierten Gussteile werden vor der Beschichtung gründlich gereinigt und entfettet. Dazu kommen sie in ein mit chemischen Zusätzen versehenes Wasserbad. Das Ziel ist, auch die feinsten Partikel zu beseitigen, damit keinerlei Ablagerungen entstehen. Die Wannen – insgesamt 14 – müssen periodisch komplett abgelassen werden, die Restflüssigkeit nimmt ein Kärcher-NT-611-Eco-K-Nass-/Trocken­sauger auf. Weil gerade auch die Beschichtung ein sehr diffiziler Prozess ist, muss in den Wannen besondere Sauberkeit gewährleistet sein. Deshalb wird mit Wasser nachgespült und erneut alles abgesaugt.

Seit letztem Jahr wird im Werk auch PVD-beschichtet – meistens in der Trendfarbe Mattschwarz, aber auch in Gold oder Inox-Look. Die blitzblank vorbereiteten Gussteile werden auf einem Karussellgestell in die Anlage geschoben. Das Gestell wird entsprechend jedes Mal mitbeschichtet, so dass es zu Abblätterungen kommen kann – auch in der Anlage. Um die Qualität der Teile zu gewährleisten, saugen die Mitarbeiter die Flitter nach jedem einzelnen Vorgang ab. In der Regel nimmt das zwei bis drei Minuten in Anspruch. Eingesetzt wird der Kärcher-Industriesauger IVM 40/24-2 H, der mit seiner Staubklasse-H-Zertifizierung genau dafür geeignet ist, die sehr feinen PVD-Beschichtungsstäube einzufangen. Die beschichteten Teile kühlen rund zwei Stunden ab, bevor sie zur Montage weitertransportiert werden können.

Lange Gänge im Werk und im Hochlager

Generell müssen nicht nur die Produktionsstätten, sondern alle Räume gut gereinigt werden. Feinstaub soll in keinem Bereich auftreten. Durch das weitläufige Armaturen-Areal werden täglich Dutzende Trägergestelle und Transportboxen mit Gusskörpern und fertigen Teilen manövriert – schlussendlich von der Giesserei bis hin zur Endkontrolle und Verpackung. Die grossflächigen Bereiche reinigen die Mitarbeitenden mit einer Kärcher-Aufsitz-​Scheuersaugmaschine B 110 R Bp Pack – mindestens einmal pro Woche, bei Bedarf häufiger.

Die Aufsitz-Scheuersaugmaschine leistet auch beste Dienste in den langgezogenen Gängen des angrenzenden Hochlagers. Durch das Vorkehrsystem mit den Walzen wird ein kompletter Arbeitsschritt und damit enorm viel Zeit eingespart. Für die Bodenreinigung in den Hallen der Keramikproduktion, die nur wenige Meter entfernt ist, wird ebenso verfahren. Wann, wo, wie oft, wie und mit welchem Reinigungsgerät gereinigt wird, regeln in jeder Abteilung interne Reinigungspläne. Zuständig ist jeweils der Teamleiter. -ari- SMM

Tägliche Reinigung von Produktionsmaschinen: IVM-Produktlinie
im Fokus

Die Modelle der IVM-Produktlinie sind in Kombination mit über 100 Zubehören auf die Bedürfnisse der Lebensmittelindustrie zugeschnitten. Alle Produkte entsprechen den Anforderungen im mittleren Hygienebereich, die verwendeten Materialien sind glatt und bruchsicher. Unterschiedliche Produktionsbereichen lassen sich eine Farbe zuweisen, wodurch Kreuzkontaminationen verhindert werden. Zudem sind alle Zubehöre von Kärcher verliersicher, was technisch jeweils stimmig gelöst ist. Zum Portfolio zählen hitzebeständige Schläuche und Düsen für heisses Sauggut oder ein Reinigungsset für die Überkopf-Reinigung von Rohren. Mit dieser Ausrüstung sind Leitungen im industriellen Umfeld leichter erreichbar. Auch wird das Arbeiten von einer Leiter aus überflüssig, was für mehr Sicherheit sorgt.

Der IVM 40 als kompaktes Modell ist mit zwei Hochleistungsturbinen, einem Behälter mit 40 Litern Fassungsvermögen und einem wendigen Fahrgestell ausgestattet. Er ist auf das Arbeiten in kleinen, engen Bereichen oder für kürzere Arbeitseinsätze ausgelegt. Für den Anwender ist die neue Pull & Clean-Filterreinigung sehr einfach zu bedienen. Sie befreit den Filter mithilfe von Unterdruck von festsitzenden Partikeln. Die beiden Modelle IVM 60 und IVM 100 sind etwas grösser als der IVM 40, haben Behälter mit 60 bzw. 100 Litern Fassungsvermögen und verfügen über einen Motor mit drei Hochleistungsturbinen. Damit sind sie für längere Arbeitseinsätze und die Aufnahme grösserer Schmutzmengen geeignet, beispielsweise für die tägliche Reinigung nach Ende einer Produktionscharge.

(ID:48710489)