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Manuell und automatisiert durchgeführte Schweissarbeiten
Die Schweisslösungen sind bei SAM sowohl beim Handschweissen als auch bei robotergestützten Schweissarbeiten an kritischen Komponenten der Windkraftanlage gefordert. Besonders im Generatorbau sind viele Fronius-Geräte zu finden, wo etwa 95 Prozent aller Schweissverbindungen mit MSG ausgeführt werden. So werden die Rotoren der Generatoren aus zwei Halbschalen aus jeweils 70 Millimeter starken Blechen der Stahlsorte S355J2+N unter Schutzgas zu einem Aussengurt verschweisst. Von innen wird die Längsnaht anschliessend in steigender Position von Hand verschweisst und mit dem UP-Prozess von aussen gegengeschweisst.
Nachdem das Werkstück auf einem Drehkarussell aufgespannt wurde, um es in die für den Schweisser optimale Schweissposition fahren zu können, werden die kurzen Nähte der zahlreichen innenliegenden Verstrebungen und sonstige Anbauten schliesslich manuell im MAG-Schweissverfahren gefügt. Die Längsnähte werden abschliessend mit einem Roboter abgeschweisst. «Alle Einbauten wie die Nabe und die Verstrebungen mit den Verschlussblechen werden dabei mit Kehlnähten A5 bis A6 je nach Position und Zeichnungsvorgaben mit Massivdraht und M21-Schutzgas geschweisst. Auch hier kommen fast ausschliesslich Fronius-Geräte zum Einsatz», konkretisiert der SAM-Mitarbeiter. «Und wenn eine Wurzelschweissung mit technologischer Schweissbadsicherung auszuführen ist, greifen wir ausnahmslos auf die Fronius-Lösungen zurück.»
Schweissen unter CO2 für ein Plus an Prozesssicherheit
Ausschliesslich mit der Hand geschweisst wird auch die Türzarge mit einer Wandstärke von 55 bis 65 Millimetern, die bei reinen Stahltürmen den Zugang zur Windkraftanlage ermöglicht. SAM baut den Turm vorwiegend aus den Stahlsorten S235J0 und S355J2+N der NL-Güte, da der Turm die Wöhlerlinie im Betrieb bereits nach einer Woche durchlaufen hat und nur noch von der Dauerfestigkeit des Baumaterials lebt. Für die Zarge muss ein Vollanschluss mit K-Naht zur senkrechten, 45 Millimeter dicken Wand hergestellt werden. «Die Naht ist wegen der Kerbbildung einer der kritischsten Punkte eines Stahlturms und wird daher zu 100 Prozent geprüft», unterstreicht Dieter Ohms die Bedeutung dieser Schweissaufgabe.
Wegen des erforderlichen tieferen Einbrands und der Kaminwirkung im Turm sowie wegen der in den Fertigungshallen unvermeidlichen Zugluft haben sich die Verantwortlichen bei SAM für das Schweissen unter CO2 entschieden, das sich nicht so leicht verflüchtigt und so für mehr Prozesssicherheit sorgt. Geschweisst wird dabei mit Stromstärken zwischen 320 und 380 Ampere.
Ob handgeschweisst oder robotergestützt, Aluminium oder Stahl, von den Ergebnissen ist der SAM-Mann Dieter Ohms überzeugt. <<
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