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Nutzung von Smart Data
Intensive Betreuung verlangt intensiven Kontakt, deshalb stehen die Loks in einem dauernden Datenaustausch mit dem «Rail Support Center» von Siemens in Erlangen. Mit jenen der Coop-Tochter sind es mittlerweile mehr als 350 von rund 30 verschiedenen Betreibern. Diverse Sensoren im Fahrzeug liefern permanent die Parameter der Fahrt sowie relevante technische Daten wie Temperaturen, Drücke, Vibrationen, Schalterstellungen und Ähnliches. Diese Informationen werden fortwährend ausgewertet und bilden die Grundlage für die Planung des regulären Unterhalts während der nächsten Monate. Weichen die Daten in ungewöhnlichem Ausmass von der Norm ab oder meldet ein Lokführer ein Problem, organisieren die Spezialisten im «Rail Support Center» die gebotenen Massnahmen. Sie organisieren die Kontrolle oder Bagatell-Reparatur während des nächsten fahrplanmässigen Halts, einen Eingriff während des nächsten geplanten Stillstands oder die Reparatur und gegebenenfalls den Einsatz einer Ersatzlok, wenn dies nötig ist.
Es versteht sich von selbst, dass die intensive Betreuung von Lokomotiven, welche andauernd durch halb Europa fahren, eine grosse Herausforderung ist. Deshalb pflegt Siemens eine enge Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern in den durchfahrenen Ländern. In der Schweiz ist es die SBB Cargo AG mit ihren vier Instandhaltungs-Standorten in Dietikon, Brig, Chiasso und Muttenz. Dort verfügt sie nicht nur über kompetentes und «Vectron-kundiges» Personal, sondern auch über ein von Siemens gestelltes Ersatzteillager.
Hinter dem Vertrag zwischen Siemens und railCare steht also eine ansehnliche und recht komplexe Organisation. Sie lohnt sich, weil sie es allen Beteiligten erlaubt, sich auf ihre jeweiligen Kernkompetenzen zu konzentrieren: Siemens und ihre Partner auf die Instandhaltung von Lokomotiven und railCare auf die regelmässige und pünktliche Belieferung der Logistik-Standorte von Coop. SMM
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