Schuler: Effiziente Servopressen Servopresse für Schweizer Hausgeräte

Redakteur: Konrad Mücke

Der Pressenhersteller Schuler hat die Produktionsabläufe im Presswerk des Hausgeräteherstellers V-ZUG AG umfassend analysiert. Um künftig wettbewerbsfähig zu produzieren, investieren die Schweizer in eine Servopresse mit 1000 to Presskraft.

Firmen zum Thema

Genauer und effizienter: Statt auf hydraulischen fertigt der Schweizer Hausgerätehersteller V-ZUG AG künftig seine Blechteile auf einer servohydraulischen Presse Twin-Servo von Schuler.
Genauer und effizienter: Statt auf hydraulischen fertigt der Schweizer Hausgerätehersteller V-ZUG AG künftig seine Blechteile auf einer servohydraulischen Presse Twin-Servo von Schuler.
(Bild: Schuler AG)

Beabsichtigt war, speziell grossflächige Blechteile deutlich produktiver zu fertigen. Dazu hat der Pressenhersteller die Umformprozesse, die Werkzeugtechnologie und die internen Logistikabläufe im Presswerk detailliert betrachtet. Schliesslich hat er empfohlen, in eine Presse mit TwinServo-Technologie und 1000 to Presskraft zu investieren.

In Schweiz wettbewerbsfähig produzieren

Roland Häfliger, Projektleiter der V-ZUG AG, sieht diese Investition als einen Meilenstein bezüglich Qualität und Leistung. Er fügt an. «Sie sind präzise programmierbar, flexibel und effizient. Durch den Servo-Antrieb senken wir den Energieverbrauch und können ressourcenschonend produzieren.» Einhergehend mit der Investition beabsichtigt der Hausgerätehersteller, künftig auch in der Schweiz wettbewerbsfähig produzieren zu können.

Genau und Werkzeuge schonend

Pressen mit der von Schuler entwickelten TwinServo-Technologie treiben zwei separate Torquemotoren im Pressentisch an. Diese werden elektronisch synchronisiert. Sie sorgen dafür, dass die Stempel extrem kippsteif arbeiten. Zudem minimieren sie das Auffedern. Das erhöht die Qualität der Bauteile. Es schont die Werkzeuge. Zudem verkürzt es die Zeit zum Einarbeiten neuer Werkzeuge. Die Anordnung der Antriebe im Pressentisch lässt ausreichend Raum für Schrottschächte. Für kurze Rüstzeiten sorgt der automatisierte Werkzeugwechsel. Er dauert nur noch etwa 15 min. Die bis zu 32000 kg schweren, 6000 mm x 2000 mm messenden Werkzeuge gelangen automatisch vom Lager zur Presse. «Diese kurzen Rüstzeiten ermöglichen uns, auch kleinste Auftragslose zu produzieren», berichtet Roland Häfliger. Die Hausgerätehersteller in Zug forderten, dass die Anlagen – in denen rund zehn Kilometer Kabel verlegt sind – auf das Konzept Industrie 4.0 vorbereitet sind. Der Pressenhersteller hat sie deshalb mit Bussystemen und dezentralen Installationstechniken nach dem aktuellen Stand der Technik ausgestattet. Die Pressen verfügen auch über IO-Link-fähige Sensoren. So können deren Einstelldaten in der Steuerung programmiert werden. Ohne sie jeweils justieren zu müssen sind sie rasch und einfach austauschbar.

Servopresse übernimmt komplette Fertigung

Bislang produziert der Hausgerätehersteller alle Blechteile für seine Produkte – wie Waschmaschinen, Wäschetrockner, Backöfen, Steamer und Geschirrspüler – auf hydraulischen Pressen. Er beabsichtigt allerdings, diese künftig zunehmend auf der Servopresse zu fertigen. Dazu sagt Roland Häfliger: «Die Bandzuführung ist so ausgelegt, dass die Anlage Bleche aller Art bearbeiten kann. Das betrifft verzinkte Stahlbleche ebenso wie Chromstähle mit spiegelglatten Oberflächen.“ - kmu - SMM

(ID:46050236)