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Schwerzerspanung SHW-Werkzeugmaschinen fertigen Elemente für Moschee-Erweiterung in Mekka

| Redakteur: Jürgen Schreier

Wenn 2018 Umbau und Erweiterung der heiligen Moschee in Mekka fertig sein werden, dann hat ein deutsches Unternehmen dazu massgeblich beigetragen. Für Türen, Tore und Fassaden sowie für Balustraden, Ornamente und vergoldete Deckenleuchtsysteme zeichnet sich Riva Engineering aus Backnang verantwortlich und setzt dabei auf zehn Fahrständermaschinen von SHW.

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Zehn Fahrständermaschinen von SHW Werkzeugmaschinen bearbeiten bei Riva in Backnang Werkstücke aus Edelstahl und Aluminium für Mekka.
Zehn Fahrständermaschinen von SHW Werkzeugmaschinen bearbeiten bei Riva in Backnang Werkstücke aus Edelstahl und Aluminium für Mekka.
(Bild: SHW/Jan Walford)

«Wir fertigen für die Bauten der heiligen Moschee in Mekka optisch sehr anspruchsvolle Elemente aus Metall, die in dem klimatisch schwierigen Umfeld dauerhaft bestehen müssen», betont Klaus Rasch, Prozessentwickler bei Riva GmbH Engineering in Backnang. Dafür hat das dynamisch wachsende Unternehmen jüngst zehn Fahrständermaschinen inklusive einer Kompaktmaschine von SHW Werkzeugmaschinen in Betrieb genommen und dem Aalener Traditionsunternehmen 2013 den grössten Auftrag der 650 Jahre zurückreichenden Firmengeschichte beschert.

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Parallelbearbeitung spart viel Bearbeitungszeit

Geliefert wurden vier Fahrständermaschinen der Baureihe Powerspeed 6 mit Kopfwechselsystem und mit doppelten Ständern für Synchron- beziehungsweise Parallelbearbeitung. «Genaugenommen sind es jeweils zwei Maschinen, die miteinander kommunizieren», präzisiert Christian Hühn, einer der Geschäftsführer von SHW Werkzeugmaschinen. Durch die Parallelbearbeitung von grossen, schwer zu handhabenden Werkstücken spart Riva viel Bearbeitungszeit und erhöht die Produktivität und Qualität bei nur einer Aufspannung. Zusätzlich stehen noch eine Powerspeed 5 und eine Unispeed 6 von SHW WM in den beiden nagelneu erbauten riesigen Hallen. Diese glänzen durch ihre klare und luftige Architektur genauso wie durch ihre gläsernen Fassaden.

Dynamisches Wachstum für Grossprojekt mit Zeitdruck

Die Grösse des Maschinenparks und der Hallen überrascht zunächst, und dennoch sind die SHW Maschinen nur ein Teil des gesamten Maschinenparks. So erblickt der staunende Betrachter noch viele weitere Bearbeitungsmaschinen deutscher Hersteller. Genauso wie eine im Bau befindliche dritte Halle und einen angrenzenden Bauplatz für eine vierte Halle. «Bis 2018 soll in Mekka alles fertig sein. Da drängt die Zeit», bekräftigt Rasch.

Bearbeitet wird auf den SHW Maschinen Aluminium sowie die gesamte Bandbreite an Edelstählen bis hin zu hochfestem und äusserst schwer zu zerspanendem Duplexstahl. Die grossen Werkstücke, die auf den Maschinen bearbeitet werden, haben ein maximales Format von 12.000 x 2500 mm. Hierzu sind die Maschinen mit dem automatischen Universalfräskopf in orthogonaler Bauweise und dem Gabelkopf mit Hochfrequenzspindel ausgestattet.

100 Tore müssen schwierigen klimatischen Bedingungen trotzen

Die Riva GmbH Engineering fertigt für die Erweiterungsbauten der heiligen Moschee in Mekka Türen, Tore und Fassadenelemente mit einstückigen Isolierglaseinheiten bis 15 m Höhe sowie Balustraden, Ornamente und Deckenleuchtsysteme. Was so unspektakulär klingt entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als höchst anspruchsvolle Aufgabe. So werden bis zu 6,30 m breite und knapp 7 m hohe, zweiflügelige Schwenktore und bis zu 16 m breite, vierflügelige Tore aus Glas geliefert, deren je Flügel knapp vier Tonnen wiegenden Glaselemente umlaufend von massiven Profilen aus Duplexstahl eingefasst sind.

Die insgesamt über 100 Tore müssen in den schwierigen klimatischen Bedingungen der Wüste mit Temperaturen von nachts unter 0 °C und tagsüber bis 50 °C sowie Sand und Staub reibungslos funktionieren. Schliesslich sollen sie den Pilgerstrom lenken und im Gefahrfall schnell schliessen oder öffnen, um Panikfälle wirkungsvoll zu verhindern.

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