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Logistik Sichere Anhängerkupplungen in Gewerbe und Industrie

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

Insgesamt viele Millionen Tonnen an Gütern werden Jahr für Jahr über die Strassen der Schweiz transportiert. Viele davon in Anhängern verschiedenster Art. Dabei ist genau diese Verbindung zwischen Zugmaschine und Anhänger der berühmt-berüchtigte „neuralgische Punkt“, der vielfach abgesichert sein muss, um schwere Unfälle zu vermeiden.

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Anhängerkupplungen – Elemente für einen sicheren Warentransport und Schwachpunkt, der nicht schwach sein darf.
Anhängerkupplungen – Elemente für einen sicheren Warentransport und Schwachpunkt, der nicht schwach sein darf.
(Bild: Gudella/clipdealer.de)

Um Unfälle beim Einsatz von Anhängerkupplungen zu verhindern, gibt es einige gesetzliche Bestimmungen für die Konstruktion und den Einsatz von Anhängerkupplungen. Das gilt in der Schweiz nicht nur für den Einsatz in Gewerbe und Industrie, auch Privatpersonen müssen einiges beachten, wenn sie mit einem Anhänger in den Urlaub fahren oder Material für den heimischen Steingarten transportieren möchten.

Anhängerkupplungen – Elemente für einen sicheren Warentransport und Schwachpunkt, der nicht schwach sein darf.

Es gibt sie für normale Pkw, Kleinlaster aber auch grosse Lastwagen: Anhängerkupplungen: Sie erweitern das Transportvolumen, welches z. B. von der Produktionshalle zum Händler gebracht werden muss. Der LKW, der Bruchsteinplatten aus dem Steinbruch bis in das Gartencenter liefert, kann mehr laden, wenn er noch einen zusätzlichen Lastenanhänger nutzt. Um mit der schweren Fracht sicher ans Ziel zu gelangen, braucht es eine sichere Verbindung zwischen Hauptwagen und Anhänger. Aber auch viele Pkw nutzen Anhängerkupplungen im gewerblichen und industriellen Umfeld.

Abrissseil ist in der Schweiz für private und gewerbliche Nutzung Pflicht

Viele Millionen Tonnen an Gütern werden Jahr für Jahr über die Strassen der Schweiz transportiert. Um Unfälle zu verhindern, muss bei Anhängerkupplungen ein Abrissseil für zusätzliche Sicherheit sorgen.
Viele Millionen Tonnen an Gütern werden Jahr für Jahr über die Strassen der Schweiz transportiert. Um Unfälle zu verhindern, muss bei Anhängerkupplungen ein Abrissseil für zusätzliche Sicherheit sorgen.
(Bild: Optikus/clipdealer.de)

In der Schweiz gilt: Bei Anhängerkupplungen hat ein Abrissseil für zusätzliche Sicherheit zu sorgen. Um eine stabile Verbindung zwischen Fahrzeug und Anhänger herzustellen, muss das Seil mittels Karabinerhaken angebracht werden. Hierbei muss am Fahrzeug selbst eine Öse vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, muss diese nachgerüstet werden. Denn: Ein Verzicht auf die Öse und eine direkte Anbringung an der Anhängerkupplung ist nicht zulässig. Der ideale Punkt, diese Befestigungsvorrichtung anzubringen, ist beispielsweise die Stossstange oder der Querträger. Als Öse ebenso zulässig wie geeignet ist ein Edelstahlring oder eine Sicherungsschelle. Aber wofür braucht es überhaupt ein Abrissseil? Sollte sich der Anhänger doch einmal von der Kupplung lösen, spannt sich das Seil und aktiviert die Bremse des Anhängers. Übrigens ist die Schweiz nicht das einzige Land in Europa, in dem diese Seile gesetzlich vorgeschrieben sind.

Gewerblich wird eher die permanente Anhängerkupplung genutzt

Grundsätzlich können Kunden zwischen abnehmbaren und permanenten Anhängerkupplungen wählen. Wird diese nur sehr sporadisch verwendet, ist das abnehmbare Modell sicherlich besser. Anders sieht es im gewerblichen und industriellen Umfeld aus. Hier ist die permanente Variante, häufig auch als „starre Anhängerkupplung“ bezeichnet, die bessere Lösung. In diesem Fall wird die Kugelkopfvorrichtung direkt am hinteren Querträger des Fahrzeugs montiert und ist dann nicht mehr abnehmbar. Unterschieden wird bei diesen starren Exemplaren zwischen Modellen mit angeschweisster oder angeschraubter Kugelstange. Die Nachrüstung einer solchen Anhängerkupplung ist meist relativ günstig und bei fast allen Fahrzeugen – besonders auch gewerblich häufig genutzten Transportern – problemlos möglich. Eine Ausnahme stellen E-Autos dar: Hier würde ein Anhänger die aktuell ohnehin noch geringe Reichweite zusätzlich vermindern. Aber diese Fahrzeuge dürften einem im industriell-gewerblichen Umfeld ohnehin noch nicht so oft begegnen – höchstens als Fuhrpark für die Mitarbeiter. <<

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