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Marktnähe schaffen Siemens reorganisiert

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

Der Siemenskonzern organisiert seine Unternehmensstruktur neu. Joe Kaeser, der neue Vorstandsvorsitzende, will die Regionen stärken und damit mehr Marktnähe schaffen.

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Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, hat eine neue Konzernstruktur geschaffen, welche die Regionen stärken und mehr Marktnähe schaffen soll.
Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, hat eine neue Konzernstruktur geschaffen, welche die Regionen stärken und mehr Marktnähe schaffen soll.
(Siemens AG)

Die bisherige regionale Aufteilung von Siemens in Cluster wird aufgelöst. Die einzelnen Länder werden dadurch künftig mit mehr Kompetenzen ausgestattet. Damit will Siemens den Zugang zu seinen Kunden verstärken und sein Geschäft in den Regionen ausbauen. "Mit der Abschaffung der Cluster machen wir Siemens einfacher und marktnäher. Wir stärken deutlich unsere Regionen, deren Leiter die wichtigsten Ansprechpartner unserer Kunden sind", sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

Durch die Neuaufteilung entfällt eine organisatorische Ebene im Konzern und die Länder werden stärker mit dem Geschäft der Sektoren verzahnt. Die für Siemens nach Geschäftsvolumen und Wachstumsperspektiven wichtigsten Länder sollen künftig direkt an die vier Vorstandsmitglieder berichten, die für die Sektoren Energy, Healthcare, Industry sowie Infrastructure & Cities verantwortlich sind. Diese so genannten Lead Countries stehen für mehr als 85 Prozent des Umsatzes, kleinere Länder werden ihnen direkt zugeordnet.

Im Zuge der Neuordnung der regionalen Organisation soll auch die Betreuung im Vorstand für die Regionen neu geregelt werden. Energy-CEO Michael Süss verantwortet künftig die Region NAFTA und den Mittleren Osten, Healthcare-CEO Hermann Requardt Südamerika und Japan, Industry-CEO Siegfried Russwurm Europa, Afrika sowie GUS und der CEO von Infrastructure & Cities, Roland Busch, die Region Asien (ohne Japan), Australien. Die Neuordnung der regionalen Organisation zielt auf eine Verbesserung der Marktdurchdringung vor Ort.

Zudem sollen in den zentralen Konzerneinheiten, wie etwa der Corporate-Finance-Abteilung oder der hausinterne Unternehmensberatung die Strukturen optimiert und gebündelt werden."Mit der Stärkung und Straffung der zentralen Einheiten werden wir deutlich schlagkräftiger", meint Kaeser. <<

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