Prof. Dr. Jürg Meierhofer im Interview zur «maintenance Schweiz 2026» Warum Smart Services jetzt zählen

Das Gespräch führte Markus Frutig im Namen von Easyfairs Switzerland GmbH 4 min Lesedauer

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Gemeinsam mit dem SKDV und weiteren Hochschulen wie der OST und der HSLU bringt die ZHAW aktuelles Hochschulwissen direkt auf die Messebühne der «maintenance Schweiz 2026», die vom 26. bis 27. August in der Messe Zürich stattfindet. Im Trendinterview spricht Prof. Dr. Jürg Meierhofer, Leiter des Forschungsschwerpunkts «Smart Services and Operations», über Smart Services im industriellen Field-Service.

Prof. Dr. Jürg Meierhofer, Leiter des Forschungsschwerpunkts «Smart Services and Operations» am Institut für Data Science (IDS) der ZHAW School of Engineering:«Service und Instandhaltung gehören zusammen.»(Bild:  ZHAW)
Prof. Dr. Jürg Meierhofer, Leiter des Forschungsschwerpunkts «Smart Services and Operations» am Institut für Data Science (IDS) der ZHAW School of Engineering:«Service und Instandhaltung gehören zusammen.»
(Bild: ZHAW)

Herr Prof. Meierhofer, warum sind Smart Services im technischen Aussendienst, dem sogenannten industriellen «Field-Service», 2026 zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden?

Jürg Meierhofer: In den Smart Services steckt die gesamte Wertschöpfung für die Kunden. Kundenunternehmen – ich spreche hier vom industriellen B2B-Umfeld – kaufen Anlagen, weil sie damit über ihre eigene Produktion Wert schaffen wollen. Gleichzeitig werden Anlagen und Produkte immer schwerer verkäuflich. Die Schweiz verzeichnet hier teilweise Kostennachteile. Wenn ein Hersteller stattdessen über Servicebeziehungen Wert generiert, kann er auf der installierten Basis über die gesamte Nutzungsdauer hinweg immer wieder Wertschöpfung erzielen. Genau darin liegt das eigentliche Potenzial.

Institut für Data Science (IDS)

Das Institut für Data Science (IDS) der ZHAW School of Engineering zählt zu den führenden Schweizer Adressen für angewandte Data-Science und Business-Engineering. Beim Forschungsschwerpunkt «Smart Services and Operations» verbindet das Institut wissenschaftliche Methoden mit einer hohen Praxisrelevanz. Es begleitet Industrieunternehmen auf dem Weg vom reinen Produktverkauf zum «Customer-Success».

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Wie verändert sich die Rolle des Herstellers, wenn Produkte oder Systeme technologisch immer vergleichbarer werden und Kunden ganzheitliche Lösungen erwarten?

J. Meierhofer: Die Anlage selbst macht die Differenzierung nur noch zum Teil aus. Den Unterschied macht, wie gut die Kunden mit den Anlagen und Produkten Wert schöpfen. Ich spreche in diesem Zusammenhang gerne davon, dass der Hersteller zum «Customer-Success-Manager» seiner Kunden wird: Mit dem Service hilft er ihnen, das Optimum aus der Anlage herauszuholen. Der Service deckt diese Verantwortung für den Nutzungserfolg ab.

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