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Prodex Nachschau 2019 Software für komplexe Schleifbearbeitung

Redakteur: Anne Richter

HP Müller hat auf der Prodex 2019 mit der Complete Grinding Solution (CGS) eine neue Programmsoftware zur komplexen Schleifbearbeitung von Amada vorgestellt. Die Software ermöglicht Produktivitätssteigerungen schon ab Losgrösse 1.

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CGS ist eine Ausbaustufe der Amada Schleifsoftware und ermöglicht u.a. die Verarbeitung von 3D Modelle für Roh-, Fertigteil und Spannvorrichtung, mit reeller Vorkalkulation der Schleifzeiten.
CGS ist eine Ausbaustufe der Amada Schleifsoftware und ermöglicht u.a. die Verarbeitung von 3D Modelle für Roh-, Fertigteil und Spannvorrichtung, mit reeller Vorkalkulation der Schleifzeiten.
(Bild: Amada)

Flach- und Profilschleifmaschinen von Amada stehen für sichere Bearbeitung und Toleranzen am Werkstück im µm Bereich. Vom japanischen Fertigungsstandort aus liefert das Unternehmen Maschinen für den anspruchsvollen Werkzeug- und Formenbau und erbringt eine Reihe von technischen Innovationen auf dem Gebiet des Schleifens. So hat das messgesteuerte Schleifen mit CCD Kamera, taktile Messtaster oder Schnellhubschleifen Einzug gehalten. Ausgereifte Technik wie Messsysteme mit einer Auflösung von 50 nm sind Standard an den Maschinen oder zum Beispiel ein interpoliert schwenkender Schleifkopf.

Mannloses, automatisiertes, messgesteuertes Schleifen

Beschäftigt man sich heute mit einer Schleifmaschine, so wäre es ein Trugschluss in traditioneller einfacher Schleiftechnologie zu verharren. Die Anforderungen an die Toleranzen werden höher, Werkstoffe immer schwerer zerspanbar, Arbeitskräfte kaum zu gewinnen. Das führt dazu, das nicht nur die Genauigkeit einzelner Achsen entscheidend sind, sondern auch die Verknüpfung von Technologien. Deutlich wird das bei einer Mehrseitenbearbeitung am Werkstück. Das übliche Umspannen kostet nicht nur Arbeitszeit, sondern es summieren sich auch Fehler. Lösungen gehen nicht gleich immer einher mit dem schwenken zusätzlicher Achsen im Teilapparat. Mannloses, automatisiertes, messgesteuertes Schleifen ist dazu ein Ansatz und lässt sich an den Flach- Profilschleifmaschinen Maschine ergänzen. Das externe Programmiersystem «Complete Grinding Solution» (CGS) steht bei Amada für komplette Schleiflösungen für Flach- und Profilschleifen am Stück, quasi für Einzelteile in Serie. Die besten Technologien sind gespeichert, die dazugehörigen Werkzeuge sowieso.

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Die Software beinhaltet eine neue Herangehensweise zum klassischen Flach- und Profilschleifen und ermöglicht eine erhebliche Produktivitätssteigerung schon ab Losgrösse 1. Die eingesetzte Messtechnik ermöglicht automatische Schleifabläufe, die Technologiedaten sind speicher- und abrufbar. Aufgrund der automatische Abläufe wird bis über 60 Prozent weniger Personal benötigt, denn es können viele Arbeitsschritte eingespart werden. Der Prozess vom Roh- zum Fertigteil wird auf bis zu 35 Prozent verkürzt und zwar masshaltig und reproduzierbar. Die Programmierung der Schleifbearbeitung erfolgt direkt am Werkstück 3D Model. Auf Basis der 3D Daten sind Werkstücke visualisiert, Bearbeitungsflächen per Mausklick gewählt und Eingabefehler bei der Programmierung werden verhindert. Das trifft selbst für die Messpunkte zu. Es können mehrere unterschiedliche Flächen oder Werkstücke bereits nach-, neben-, hintereinander oder seitlich geschliffen und gemessen werden. Schleifscheiben-, Abrichter-und Werkstückpositionen werden zentral verwaltet. Führt der Schleifscheibenverschleiss zu einem messbaren Aufmass, läuft das Programm weiter bis zum gewünschten Ergebnis.

Entwicklungs- und Fertigungsstandort bei Stuttgart

Führende europäische Unternehmen haben immer mehr entscheidender Einfluss auf die Entwicklung. Eigens dafür unterhält Amada einen Entwicklungs- und Fertigungsstandort in der Nähe von Stuttgart. Die Verbindung der soliden, hochgenauen Amada Standardmaschinen aus Japan mit den Anforderungen aus den nahegelegenen Hochburgen der Stanz- und Formentechnik, oder zum Beispiel der angrenzenden Schweiz oder Österreich, führt zu einer Vielzahl an Entwicklungen. Mittlerweile steht ein umfangreiches modulares Konzept für spezielle - bis komplexe Lösungen zur Verfügung. Das bedeutet auch die Möglichkeiten, Maschinen bei Amada live zu erleben und mit Anwendungstechnikern und Entwicklern Lösungen zu erarbeiten. Der Kunde kann an jeder Amada Maschine wählen, ob konventionell, - einfach nur mit den Handrädern geschliffen werden soll, der Tisch belegt wird, mit mehreren unterschiedlichen Teilen für die mannlose Bearbeitung oder komplexes Profilschleifen das Ziel ist. Die Königsdisziplin ist dann die automatische 5 Seitenbearbeitung im 2 Achs-Teilapparat mit oder ohne automatischen Palettenwechsler. Zur Auswahl steht bei Amada die universelle Schnellhubmaschine Meister G3 für Kleinteile, die Techster Baureihe in kompakter Baugrösse bis zur Tischgrösse 1200 x 600 mm und modularer Vielfalt oder die Optischen Profilschleifmaschinen für Hartmetall als GLS 150 GL mit Vergrösserungsprojektor oder die DV1 für messgesteuertes Schleifen mit CCD Kamera und Roboter. -ari- SMM

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