Oerlikon Jahresbericht 2020 Stabiles Ergebnis trotz pandemiebedingten Marktrückgangs

Redakteur: Anne Richter

Der Industriekonzern Oerlikon meldet ein robustes Konzernergebnis 2020 trotz pandemiebedingten Marktrückgangs. Wobei vor allem die Umsatzentwicklung der Surface Solutions Division durch pandemiegeschwächte Zielmärkte belastet ist. Trotzdem sieht sich Oerlikon gut für die Zukunft gerüstet.

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Oerlikon Balzers ist Teil des Oerlikon Konzerns und führender Anbieter von Beschichtungen, die die Leistungsfähigkeit und Standzeit von Präzisionsbauteilen sowie von Werkzeugen wesentlich verbessern.
Oerlikon Balzers ist Teil des Oerlikon Konzerns und führender Anbieter von Beschichtungen, die die Leistungsfähigkeit und Standzeit von Präzisionsbauteilen sowie von Werkzeugen wesentlich verbessern.
(Bild: Oerlikon)

«Wir haben rasch reagiert und trotz des schwierigen, durch die Pandemie stark beeinträchtigen Marktumfeldes 2020 gut gewirtschaftet», sagte Dr. Roland Fischer, CEO des Oerlikon Konzerns. «Dank unserer globalen und regionalen Präsenz und unseres langjährigen Lieferantennetzes konnten wir auch während der Lockdowns unsere Kunden im gewünschten Umfang beliefern.» Trotz der aussergewöhnlichen Herausforderungen erzielte Oerlikon im letzten Jahr robuste Ergebnisse. Während die Manmade Fibers Division ein stabiles Ergebnis lieferte, bekam die Surface Solutions Division die pandemiebedingt negativen Entwicklungen der Endmärkte, vor allem im Luft- und Raumfahrtsektor, zu spüren. Im Jahr 2020 betrug der Bestellungseingang des Konzerns, einschliesslich eines ungünstigen Währungseffekts von 4,9 Prozent, CHF 2241 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestellungseingang um 13,5 Prozent. Zugleich verringerte sich der Bestellungsbestand geringfügig um 0,5 Prozent auf CHF 581 Mio. zum Jahresende 2020. Der Konzernumsatz sank 2020 um 12,9 Prozent auf CHF 2258 Mio. Doch es wurden laut R. Fischer rasch Kostensenkungsmassnahmen umgesetzt, so dass die Profitabilität in der zweiten Jahreshälfte verbessert wurde. R. Fischer sieht damit den Konzern für die Zukunft gut gerüstet. Die operative EBITDA-Marge des Konzerns lag bei 14,2 Prozent und damit nur geringfügig unter der Vorjahresmarge. «Unter der Voraussetzung, dass die Märkte stabil bleiben und es zu keinen weiteren signifikanten Störungen durch Covid-19 kommt, rechnen wir für 2021 mit einem Konzernumsatz zwischen CHF 2,35 Mrd. und 2,45 Mrd. und einer operativen EBITDA-Marge von 15,5 bis 16,0 Prozent», resümiert R. Fischer. Im Geschäftsjahr 2020 reichte Oerlikon 98 Patente ein und investierte kontinuierlich in Innovationen. 5,2 Prozent (CHF 118 Mio.) des Konzernumsatzes 2020 flossen in F&E, insbesondere in die Entwicklung neuer Technologien, die besser und nachhaltiger sind, um den Bedürfnissen und der Nachfrage der Kunden gerecht zu werden. -ari-

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