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Firmennachrichten Stadler Rail trotzt (noch) der Eurokrise

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

>> Auch für Stadler Rail war das vergangene Jahr geprägt vom Kurssturz des Euro und der EU-Schuldenkrise. Trotzdem konnte das Unternehmen, dank gutem Auftragseingang aus den Vorjahren den Umsatz und die Mitarbeiterzahl erhöhen. Der Auftragseingang für 2011 zeigt mit einem unterdurchschnittlichen Wert, dass die Krise nun auch Auswirkungen auf Stadler Rail hat.

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Peter Spuler sieht den Heimmarkt durch den schwachen Euron bedroht, da europäische Konkurrenten günstiger anbieten können.
Peter Spuler sieht den Heimmarkt durch den schwachen Euron bedroht, da europäische Konkurrenten günstiger anbieten können.
(Bilder: Stadler Rail)

Auch für Stadler Rail war das vergangene Jahr geprägt vom Kurssturz des Euro und der EU-Schuldenkrise. Dank des hohen Auftragseingangs aus den Jahren 2008 – 2010 stieg der Umsatz 2011 auf CHF 1,39 Mrd. und die Mitarbeiterzahl ist mit 4'500 um rund 1'000 höher als vor einem Jahr. Der Bestellungseingang betrug 2011 CHF 1,3 Mrd. und lag damit unter dem durchschnittlichen Wert der letzten Jahre. Mit grossem Erfolg sind seit Mitte Dezember 2011 vier völlig neuentwickelte Fahrzeugserien im Einsatz: Die Doppelstockzüge KISS für die SBB bei der S-Bahn Zürich, die Intercity-KISS für die österreichische Westbahn und die Tango-Trams in Basel und Genf.

Erfolgreicher Start der KISS- und Tango-Flotten

Aus der ersten Serie von 50 KISS für die SBB gingen die ersten Fahrzeuge Mitte Dezember in den Fahrgastbetrieb. Seit Februar 2012 verkehren sie, teilweise in Doppeltraktion als zwölfteilige Züge, auf der wichtigsten Linie der Zürcher S-Bahn, der S12 Winterthur – Zürich – Brugg. Inzwischen sind bereits 12 dieser SBB-KISS ausgeliefert, weitere 4 wurden aus der ersten Optionsbestellung für den Regioexpress-Verkehr an die SBB übergeben.

Pünktlich zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2011 konnte die gesamte Flotte von sieben KISS für die österreichische Westbahn GmbH für die Strecke Wien – Linz – Salzburg in Betrieb genommen werden. Es sind die ersten Intercity-Doppelstöcker aus dem Hause Stadler. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Alle Fahrzeuge stehen täglich im Einsatz, die Betriebspause in der Nacht wird für die Wartung in Linz genutzt, mit der die Westbahn Stadler Rail beauftragt hat.

Die Baselland Transport BLT hat am 11. Dezember auf den Linien 10 Ettingen – Basel SBB – Dornach und 17 Ettingen – Schifflände – Wiesenplatz den 7 ½-Minuten-Takt eingeführt. Sie benötigte dafür die ersten vier Tangos der Serie von 15 Fahrzeugen. Bereits 2008 waren vier Tangos als Vorserienfahrzeuge an die BLT geliefert worden, wodurch die BLT letztlich über 19 Kompositionen verfügen wird.

Die Genfer Verkehrsbetriebe TPG haben auf den Fahrplanwechsel die neue Linie 14 (Meyrin – Onex – Bernex) in Betrieb genommen und mussten daher rechtzeitig die ersten sechs der bestellten 32 Tango-Trams zur Verfügung haben. Auch diese Fahrzeuge sind seither erfolgreich im Fahrgastbetrieb unterwegs.

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