«Tox-Kraftpaket» im Einsatz Standard-Antriebszylinder lösen Sonderaufgaben

Redakteur: Luca Meister

>> Energieeffizienz und rationelle Kraft-/Weg-Prozesse müssen sich gegenseitig nicht ausschliessen. Dies zeigt eine Anwendung von «Tox-Kraftpaket»-Antriebszylindern bei dem mittelständischen Hightech-Unternehmen Reichle & De-Massari AG mit Hauptsitz in Wetzikon. Dank der Tox-Produkte sind sowohl mehr Konstruktionsfreiräume möglich als auch weniger Basis-Investment nötig.

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Arbeitsstation «Schirmkreuz abtrennen I und II», basierend auf einem Werkzeugsystem mit dem Standard-Antriebszylinder «Tox-Kraftpaket Line-Q».
Arbeitsstation «Schirmkreuz abtrennen I und II», basierend auf einem Werkzeugsystem mit dem Standard-Antriebszylinder «Tox-Kraftpaket Line-Q».
(Bild: Tox)

mei. Im Zeitalter der Netzwerke in den Bereichen Sprache, Daten, Video und Power kommt es mehr denn je auf die durchgängige Qualität an. Damit sind hier aber weder die Philosophie noch die personelle Struktur gemeint, sondern die Hardware-Technologie für die effiziente Realisierung funktionaler Netzwerke.

Am besten weiss das die 1964 gegründete Reichle & De-Massari AG, die sich von Beginn an mit Verkabelungssystemen für Kommunikationsnetze beschäftigt hat, vor allem mit den Verbindungs- und den Anschlusskomponenten. In der zweiten Generation fokussiert sich das familiengeführte Unternehmen auf das High-End-Segment und gilt als international anerkannter Ausrüster von Data-Centern, Campus- und Business-Centern sowie als Carrier und Provider mit Glasfaser- und Kupfer-Verkabelungssystemen nach Mass. Insgesamt werden rund 600 Mitarbeiter beschäftigt; diese erwirtschaften pro Jahr Umsätze von deutlich über 200 Millionen Franken. Um den Kunden die Sicherheit zu geben, dass ihre Datennetze, sprich «die Lebensadern», immer richtig funktionieren, setzt R & M konsequent auf eine Eigenfertigung «made in Switzerland» und auf höchste Qualität über die ganze Wertschöpfungskette.

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Qualitätsstandort Schweiz

Produziert wird an den Standorten Wetzikon und Bubikon. Überhaupt spielen hier die sprichwörtlichen Qualitäten des Standortes Schweiz und auch des nachbarlichen Technologie-Umfeldes eine tragende Rolle, wie Matthias Gerber, Head of Presales Engineering Enterprise bei der Reichle & De-Massari AG, ausführt: «R & M konstruiert und montiert sämtliche Schlüsselprodukte im eigenen Haus, um die Qualität der Komponenten im Griff zu haben. Die Einzelteile werden dagegen gezielt von spezialisierten Zulieferanten bezogen, wodurch R & M in der Lage ist, von den jeweils Besten ihres Faches zu profitieren. Zur Entwicklung und Sicherung des dafür unerlässlichen Know-hows planen und konzipieren wir auch die meisten Produktionseinrichtungen selbst, nehmen für die Realisierung aber auch hier leistungsfähige Partner mit ins Boot. Die Kombination aus eigenem Prozesswissen und Einbeziehung externer, kompetenter Spezialisten hat sich über viele Jahre bestens bewährt, sodass wir, wann immer möglich, auf die bekannten Partner zurückgreifen.»

Mit Partnern Schlüsselprozesse gestalten

Ein wichtiger Partner ist der Automatisierungsspezialist Insys AG aus Münsingen, der für R & M seit vielen Jahren Produktions- und Montageanlagen baut, wobei dies sowohl Sondermaschinen als auch Roboteranlagen betrifft. Folgerichtig wurde Insys auch mit der Realisierung einer modularen Fertigungs- und Montageanlage für das neue «RJ45»-Anschlussmodul «Cat6A» beauftragt. Mit diesem Produkt setzt R & M in der Kupferverkabelung neue Massstäbe. Entsprechend erfolgreich verkaufen sich die neuen Komponenten, weshalb sukzessive in den Ausbau der Produktionskapazitäten investiert wurde.

Intelligent-flexible Systeme

Mit den Erfahrungen aus dem Bau der Produktions- und Montageanlagen der Basis-Komponenten der RJ45-Modulfamilie verbindet sich für R & M wie für Insys aber auch das Wissen um die Qualität, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von zugekauften Maschinenelementen sowie z. B. Antrieben. Dazu meint M. Gerber: «Wir haben sehr oft Schneide-, Stanz-, Biege-, Umform- und Einpress- oder Verpress-Operationen, die man auch auf konventionellen Pressensystemen herstellen könnte. R & M bevorzugt dagegen intelligent-flexible Werkzeugsysteme, die in spezialisierte Montageanlagen des Sondermaschinenbaus integriert werden können. So geschehen bei der Konstruktion und Ausrüstung der verschiedenen Fertigungs- und Montagezellen für das neue Modul Cat6A, das je nach Typ aus bis zu 45 einzelnen kleinen Bauteilen besteht, die mit Taktzeiten zwischen zwei und vier Sekunden zu einem kompletten Modul gefügt werden. Interessant ist dabei, dass z. B. die Kunststoffteile als Schüttgut vereinzelt und zugeführt werden, während das Blechgehäuse und die selbstschneidenden Kontaktelemente innerhalb der modularen Fertigungs- und Montageanlage ab Coil hergestellt und dann montiert werden. Wie schon angedeutet, sind verschiedene Kraft-/Weg-Operationen erforderlich und dafür setzen die Ingenieure auf die kompakten Antriebszylinder «Tox-Kraftpaket» von Tox Pressotechnik.

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