Aluminium-Verband Schweiz Starkes Wachstum dank Walzprodukten

Redakteur: Susanne Reinshagen

>> DIe Schweizer Aluminiumindustrie schloss das Jahr 2013 mit einem starken Wachstum von 25% der Gesamtproduktion in den Walz- und Presswerken gegenüber dem Vorjahr ab, wie der Branchenverband alu.ch an seiner Jahrespressekonferenz mitteilte. Grund für diese Entwicklung ist die Produktionssteigerung im Walzbereich. Für das laufende Jahr rechnet der Branchenverband, in dem 80 aluminiumverarbeitende Schweizer Unternehmen mit rund 11000 Mitarbeitenden zusammengeschlossen sind, mit einem moderaten Wachstum.

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Die Schweizer Aluminiumindustrie wuchs im Jahr 2013 um 25%, dies vor allem dank der positiven Entwicklung im Walzbereich.
Die Schweizer Aluminiumindustrie wuchs im Jahr 2013 um 25%, dies vor allem dank der positiven Entwicklung im Walzbereich.
(Bild: sapagroup)

Die Schweizer Aluminiumindustrie schaut auf ein durchzogenes Geschäftsjahr zurück. Verbandsgeschäftsführer Marcel Menet fasst es an der Pressekonferenz in Zürich wie folgt zusammen: „Während bei den Presswerken eine geringe Auftragslage in den ersten acht Monaten auf einen erneuten Rückgang gegenüber dem Vorjahr hindeutete, lagen die Entwicklungen ab September wieder deutlich positiv über 2012. Demgegenüber war die Auslastung bei den Walzwerken über das ganze Jahr enorm hoch, so dass das Jahr 2013 insgesamt mit einem Wachstum von 25% abgeschlossen werden konnte“. Der gesamte Aluminiumeinsatz im Inland erhöhte sich um 10,7 % auf 230’200 t – das entspricht 28,6 kg Aluminium pro Kopf in der Schweiz.

Bei den Schweizer Leichtmetallgiessern reduzierten sich dagegen die verarbeiteten Tonnagen in 2013 um 12,9 % auf 15’650 t. Beim Leichtmetall-Sandguss musste ein Minus von 21,5 % auf 2’150 t hingenommen werden, beim Druckguss eine Reduktion von 12,8 % auf 11’140 t. Der Kokillenguss verzeichnete einen Rückgang von 4,1 % auf 2’360 t.

Export etwas erholt

„Das hervorragende Ergebnis dank der enormen Zuwachsraten im Walzbereich darf uns nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass das Jahr 2013 für den Rest der Schweizer Aluminiumindustrie eine anstrengende Berg- und Talfahrt war“, hob Verbandspräsident Markus Tavernier hervor. Bemerkenswert sei, dass sich das Exportgeschäft der Presswerke im Verlauf des letzten Jahres etwas erholt habe und gegenüber 2012 wieder um 2 % angestiegen sei. Das lag vor allem an der grossen Nachfrage aus dem Schienenfahrzeugbereich, so Markus Tavernier. Demgegenüber sei jedoch der Bestellungseingang im Inland um 4 % zurückgegangen. Schweizer Auftraggeber bedienten sich ausländischer Zulieferer im günstigen Euroraum.

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