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Starker Schweizer Franken weiterhin problematisch
„Auch wenn von offizieller Seite der Schweizer Franken nicht mehr als das Problem Nummer eins thematisiert wird, stellte die Währungssituation auch 2013 für unsere Branche nicht nur im Export, sondern zunehmend auch im Inlandsgeschäft eine grosse Belastung dar, schwächte die Konkurrenzfähigkeit und sorgte wiederum für eklatante Margenverluste“, hielt Markus Tavernier weiter fest.
Globale Beschaffung und Produktionsverlagerung
Der Trend zur weltweiten Beschaffung setzte sich weiter fort. Die Schweizer Aluminiumindustrie begegnete diesen Herausforderungen 2013 durch kontinuierliche Verbesserungen der Ertragskraft zur Erhaltung der Investitionsfähigkeit. Die Produktionsverlagerungen von Serienteilen in grossen Stückzahlen an Firmenstandorte in europäischen Nachbarländern wirkten sich dabei ebenso vorteilhaft aus wie die strategische Entwicklung und Fertigung von anspruchsvollen, komplexen Bauteilen mit einem hohen Spezialisierungsgrad an den Schweizer Standorten. „Nicht zuletzt dank dieser Massnahmen und der Einführung von zeitweiliger Kurzarbeit sowie durch den Abbau von temporären Arbeitskräften konnte 2013 die befürchtete Entlassungswelle hierzulande im grossen Stil abgewendet werden“, schilderte Markus Tavernier.
Automotive und Luftfahrt als Wachstumstreiber
Nach den einzelnen Anwendermärkten betrachtet, sorgten die Sparten Automotive und Luftfahrt mit für die grössten Zuwachsraten bei den Schweizer Herstellern von Aluminium-Walzprodukten und Strangpressprofilen sowie beim Aluminium-Leichtbauguss für Premium- und Luxus-PKWs. Während der Schienenfahrzeugmarkt boomte und für volle Auftragsbücher sorgte, zeigte sich im Nutzfahrzeugbereich 2013 ein schwieriges Umfeld.
„Wir sind zuversichtlich, dass durch die CO2-Problematik und die damit verbundenen verschärften gesetzlichen Rahmenbedingungen Aluminium auch in Zukunft ein attraktiver Leichtbauwerkstoff im Transportsektor bleiben wird“, sagte Marcel Menet zu den Zukunftsperspektiven.
Die Schweizer Oberflächenveredler konnten 2013 mit hochwertigen anodisierten Aluminiumoberflächen für den Flugzeugbau und im Bauwesen Steigerungsraten erzielen. Auch Fassaden und energieeffiziente Fenster aus Aluminium kamen im vergangenen Jahr bei attraktiven internationalen Grossbauprojekten dank innovativem Know-how der Schweizer Hersteller verstärkt zum Einsatz.
Der Energiesektor blieb hinter den Erwartungen zurück. Einer der wichtigsten Absatzmärkte, die Solarindustrie, sei durch Billigimporte aus China und die Streichung von Fördergeldern aus öffentlicher Hand im vergangenen Jahr quasi zum Erliegen gekommen, schilderte Markus Tavernier.
Maschinenbau bereitet Sorgen
Die grössten Sorgen bereiteten 2013 die ausbleibenden Bestelleingänge aus dem Maschinenbau sowie dem Elektrogeräte- und Textilwirtschaftsmarkt. Gefragt waren hier vor allem hochwertige Schweizer Aluminium-Nischenprodukte für Spezialmaschinen in kleinen Stückzahlen. Das Rennen im grossen Mengengeschäft für einfache Aluminiumteile machten hier – bedingt durch die Wechselkursproblematik – günstigere Zulieferer aus dem Euroraum oder Indien.
Auf konstant hohem Niveau verhielten sich demgegenüber auch 2013 die Aufträge aus der Verpackungsindustrie. Dank Innovationen wie beispielsweise für noch dünnere, umweltschonende Verpackungen aus Aluminium und hohem Automatisierungsgrad können die Schweizer hier im internationalen Wettbewerb Schritt halten.
Klare Zukunftsstrategien
Für das laufende Jahr rechnet der Branchenverband im derzeit konjunkturell positiven Klima insgesamt mit einem moderaten Wachstum: „In der differenzierten Positionierung nicht nur als innovativer Teilezulieferer, sondern vielmehr als leistungsstarker Entwicklungspartner von der Idee bis zur Fertigung des komplexen, einsatzfähigen Aluminiumbauteils liegen unsere grössten Wettbewerbschancen gegenüber Billiganbietern“, erläuterte Markus Tavernier. <<
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