3D-Druck metallischer Strukturen

Studie sieht explosionsartiges Wachstum bei additiver Fertigung mit Metall

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Starke Preissenkung bringt Boom für die additive Fertigung

Der erwartete Aufschwung werde vor allem einer deutlichen Preissenkung dieser Technik zu verdanken sein. Sind die Kosten für das 3D-Printing von Metallprodukten derzeit mehr als zehn Mal so hoch wie bei konventionellen Fertigungsmethoden, so werden die Materialkosten für diese Technik in den kommenden fünf Jahren um 50 % sinken, wie es in einer Mitteilung der Unternehmensberatung heißt. In den darauffolgenden fünf Jahren würden sie voraussichtlich um weitere 30 % nachlassen. „Noch mehr Unternehmen aus verschiedenen Industriebereichen werden daher die großen Vorteile dieser Technik für sich entdecken“, sagt Eisenhut.

Trotzt der noch hohen Kosten würden die Vorteile der additiven Fertigung bereits in zahlreichen Industriesektoren geschätzt. Wettbewerbsfähig sei diese Technik schon heute, wenn sich aufgrund verfahrensspezifischer Designlösungen Produktlebenszykluskosten - vor allem Treibstoffverbrauch - einsparen ließen.

Hohe Einsparungen durch additive Fertigung möglich

Dank dieser Technik könnten zum Beispiel Flugzeughersteller das Gewicht von Verschlüssen für Sicherheitsgurte erheblich senken: Über die gesamte Einsatzdauer eines Flugzeugs ließen sich so über 3 Mio. l Kerosin.beziehungsweise rund 2 Mio. Euro einsparen. Aufgrund der Geometriefreiheit dieses Verfahrens seien künftig auch optimierte Einspritzdüsen für Flugzeugtriebwerke möglich, die eine effizientere Verbrennung ermöglichen.

Auch in der Zahntechnik werde die additive Fertigung erfolgreich eingesetzt: Mit ihrer Hilfe könnten täglich 450 Kronen pro Anlage produziert werden, während ein Zahntechniker pro Tag nur etwa 40 Kronen schaffe. „Der Vorteil der 3D-Scans liegt in der Möglichkeit, Produkte passgenau herzustellen“, sagt Langefeld. „Mit dem Verfahren lassen sich neue Geometrien, Leistungsmerkmale und integrierte Funktionen in metallischen Bauteilen realisieren, die mit konventionellen Maschinen gar nicht möglich wären - und das bei Kosten, die nicht von der geometrischen Komplexität und Losgröße des Bauteils abhängen. Solche Perspektiven werden dieser innovativen Technik zu einem echten Durchbruch verhelfen.“

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