3D-Druck metallischer Strukturen Studie sieht explosionsartiges Wachstum bei additiver Fertigung mit Metall

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Herstellung von dreidimensionalen Objekten mithilfe von 3D-Druckern für metallische Strukturen (Additive Fertigung) könnte schon bald in der Serienproduktion eingesetzt werden, wie die Unternehmensberatung Roland Berger mitteilt. Im Jahr 2012 betrug das weltweite Marktvolumen von additiver Fertigung 1,7 Mrd. Euro. Auf die Herstellung von metallenen Strukturen entfallen davon heute circa 10 %.

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Der Markt für additive Fertigung mit Metall soll in den kommenden Jahren rasant wachsen.
Der Markt für additive Fertigung mit Metall soll in den kommenden Jahren rasant wachsen.
(Bild: news.ncsu.edu/Michael Dickey)

Die Berater gehen davon aus, dass sich der Umsatz dieser Technik im nächsten Jahrzehnt sogar mehr als vervierfachen wird. Denn die Kosten, die mit dieser Technik verbunden sind, würden in Zukunft deutlich sinken. Dadurch werde additive Fertigung für viele Anwendungsbereiche wesentlich interessanter.

Markt für 3D-Metalldruck steht noch ganz am Anfang

„Der Einsatz der 3D-Drucker, um Metallprodukte herzustellen, bietet bereits heute ein großes Potenzial für spezielle Komponenten wie etwa Einspritzdüsen, Prothesen oder Werkzeugeinsätze“, meint Martin Eisenhut, Partner bei der Unternehmensberatung. „Entwickler und Hersteller, die diesen Markt zeitig für sich entdecken und entsprechende Lösungen anbieten, können in den kommenden Jahren stark von der wachsenden Nachfrage profitieren“, prognostiziert er.

Der Markt für 3D-Druck für metallische Strukturen befinde sich noch in seinen Anfängen: Der weltweite Gesamtumsatz von additiver Fertigung mache gerade mal 1 % Umsatzanteil in der Werkzeugmaschinenindustrie aus.

Der Markt werde allerdings in den kommenden Jahren wesentlich stärker zulegen. „In den letzten zehn Jahren ist die Nachfrage für diese Technik nur langsam gewachsen, doch das wird sich bald ändern“, sagt Roland-Berger-Experte Bernhard Langefeld. „Bis 2015 wird sich der Umsatz von additiver Fertigung voraussichtlich vervierfachen - zugunsten deutscher Maschinenbauer. Denn sie machen schon heute knapp 70 % des weltweiten Markts aus.“

Immer mehr Dienstleistungen entwickeln sich rund um die additive Fertigung

Außerdem habe sich inzwischen auch ein Markt für Dienstleistungen rrund um die additive Fertigung entwickelt, der die Herstellung, Prozessentwicklung und Designoptimierung abdecke. Diese Dienstleister suchten häufig die Nähe zu den High-Tech-Herstellern in der Luftfahrtindustrie oder Formel 1.

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