Studie Medizintechnik Stürmische Zeiten für die Medizintechnik

Redakteur: Susanne Reinshagen

>> Das härtere wirtschaftliche und regulatorische Umfeld zwingt die Schweizer Medtech-Branche, ihr Geschäftsmodell, ihre Produkt- und Preismodelle, ihre Strukturen sowie Prozesse zu überdenken und ihre Marketing- sowie Compliance-Ressourcen zu stärken. Vor allem kleine Firmen und Zulieferer müssen sich für die Zukunft rüsten. Dies ergibt eine von Deloitte, Medtech Switzerland, Medical Cluster und FASMED durchgeführte Umfrage zum aktuellen Stand der Schweizer Medizintechnik-Industrie, „SMTI 2011“.

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Die *SMTI 2011"- Studie zeigt den aktuellen Stand der Schweizer Medizintechnik-Branche auf und erläutert, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. (Bild: Medtech Switzerland)
Die *SMTI 2011"- Studie zeigt den aktuellen Stand der Schweizer Medizintechnik-Branche auf und erläutert, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. (Bild: Medtech Switzerland)

Lange Zeit kaum beeinflusst von Krisen hat sich die Medizintechnik in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Perle der Schweizer Volkswirtschaft gemausert: Mit über 49000 Vollzeitstellen hält das Land einen Anteil von 10 Prozent an allen Medtech-Beschäftigten in Europa und weist hier mit über 740 Herstellern, Zulieferern und Weltkonzernen mit die höchste Dichte an medizintechnischen Unternehmen auf. Weiter belegen rund 10‘000 unterschiedliche Produktfamilien, eine Bruttowertschöpfung von über 23 Milliarden und ein Exportvolumen von gegen 10 Milliarden Schweizer Franken die hohe Leistungs- und Innovationskraft dieser Industrie. Der medizinische Fortschritt, die demografische Entwicklung und der steigende Lebensstandard sorgen dafür, dass die Nachfrage nach Medizinprodukten stets weiter wächst. Die Medizintechnik entpuppt sich daher im Vergleich zu anderen Branchen als äusserst stabil. Seit über einem Jahr gehören deshalb hauptsächlich die globalen Medtech-Firmen an den Börsen zu den Gewinnern.

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