Fokussierung Sulzer verliert an Rentabilität

Redakteur: Susanne Reinshagen

>> Der Sulzer Konzern musste im ersten Halbjahr 2013 einen Rückgang des Umsatzes sowie der Rentabilität verzeichnen. Positiv entwickelte sich dagegen der Bestellungseingang. Der Konzern will seine Aktivitäten auf drei Schlüsselmärkte konzentrieren und prüft die Division Sulzer Metco zu verkaufen.

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Im ersten Halbjahr 2013 musste der Sulzerkonzern an Rentabilität und Umsatz einbüssen, hingegen entwickelte sich der Bestellungseingang positiv. Auf dem Bild: Im Braunkohlekraftwerk in Neurath, Deutschland, steht Europa's grösste und effizienteste Kesselspeisepumpe - gebaut und installiert von Sulzer Pumps.
Im ersten Halbjahr 2013 musste der Sulzerkonzern an Rentabilität und Umsatz einbüssen, hingegen entwickelte sich der Bestellungseingang positiv. Auf dem Bild: Im Braunkohlekraftwerk in Neurath, Deutschland, steht Europa's grösste und effizienteste Kesselspeisepumpe - gebaut und installiert von Sulzer Pumps.
(Bild:Sulzer)

Der Bestellungseingang des Technologiekonzerns stieg im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,8% auf CHF 2,1 Milliarden, dies trotz eines schwachen Starts zu Beginn des Jahres. Eine schwache Nachfrage verzeichneten insbesondere der Wassermarkt und die elektromechanischen Dienstleistungen. Allerdings gingen zuletzt einige Grossaufträge ein, zum Beispiel für Pipeline-Pumpen sowie für Biopolymer-Prozesstechnologie. Die Aktivitäten im Markt für Öl und Gas legten ebenfalls zu, und der Transportmarkt blieb auf hohem Niveau. Der Energiemarkt blieb auf einem tiefen Stand und auch der Wassermarkt konnte das hohe Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums nicht erreichen. Während die Nachfrage aus Europa schwach war, war sie in Nordamerika und Asien-Pazifik stark.

Umsatz und Rentabilität rückläufig

Der Umsatz von Sulzer ging im ersten Halbjahr leicht zurück. Auch das gute Umsatzniveau der letzten Monate konnte den schwachen Start in dieses Jahr nicht ganz kompensieren. Das geringere Geschäftsvolumen, die Unterauslastung von Produktionskapazitäten, Auswirkungen des veränderten Business-Mix, höhere Restrukturierungskosten sowie höhere Kosten für die IT-Infrastruktur belasteten das Betriebsergebnis und die Rentabilität. Das Betriebsergebnis (EBIT) reduzierte sich um 23% auf CHF 148,2 Mio. Die Umsatzrendite sank von 10% auf 7,8%.

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