Swissmem Quartalsbericht Swissmem: Aufwärtstrend in der MEM-Industrie

Redakteur: Anne Richter

Swissmem meldet für das erste Quartal 2021 eine deutliche Entspannung für die Geschäftszahlen der Schweizer MEM-Industrie. Auftragseingänge und Exporte erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode. Dabei weisen die wichtigsten Indikatoren darauf hin, dass die pandemiebedingten Rückgänge des vergangenen Jahres weitgehend aufgeholt werden können.

Firmen zum Thema

Die Geschäftszahlen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) zeigen im ersten Quartal 2021 eine deutliche Entspannung der Lage.
Die Geschäftszahlen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) zeigen im ersten Quartal 2021 eine deutliche Entspannung der Lage.
(Bild: ©industrieblick - stock.adobe.com)

Swissmem gibt die Geschäftszahlen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) bekannt. Demnach stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,8 Prozent. Das wirkte sich auch auf die Kapazitäts-auslastung in den Betrieben aus, welche sich vom Q4/20 von 77,0 Prozent auf 81,7 Prozent im Q1/21 erhöhte. Der Aufwärtstrend setzte sich im April 2021 fort (85,Prozent), womit die Kapazitätsauslastung in der MEM-Industrie nur noch knapp unter dem langjähren Mittel von 86,1 Prozent lag. Die Güterausfuhren erhöhten sich um 3,3 Prozent, besonders ausgeprägt ist das Exportwachstum in die EU mit 8,1 Prozent. Ausserdem erzielte China mit einem Plus von fast 20 Prozent einen Spitzenwert. Lediglich die Ausfuhren in die USA waren rückläufig.

Stefan Brupbacher, Direktor Swissmem, sagt: «Ich bin froh, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt, welcher sich bereits Ende 2020 abgezeichnet hatte. Ich blicke auch mit einem gewissen Optimismus auf die kommenden Monate. Die wichtigsten Indikatoren weisen darauf hin, dass im zweiten Halbjahr auch die Umsätze das Vorkrisenniveau erreichen werden». Tatsächlich deuten die aktuellen Werte des Einkaufsmanagerindex (PMI) in der Industrie fast weltweit auf ein teils kräftiges Wachstum hin. Auch die Ergebnisse der jüngsten Swissmem-Umfrage unter den Mitgliedfirmen lassen auf eine positive Entwicklung hoffen.

Trotz des ermutigenden Lagebildes hinterlässt die Covid-Pandemie eine gewichtige Hypothek. Bereits in den Jahren zuvor hatte ein gewichtiger Teil der MEM-Unternehmen mit einer schwachen Marge zu kämpfen. Dies hat sich im vergangen Jahr noch verschärft. So gaben in einer Swissmem-Umfrage 24 Prozent der antwortenden Firmen an, dass sie das Geschäftsjahr 2020 auf Stufe EBIT mit einem Verlust abgeschlossen haben. Weitere 31 Prozent weisen eine unbefriedigende EBIT-Marge von unter fünf Prozent auf. -ari-

(ID:47436346)