Tornos investiert in Asien

Redakteur: Susanne Reinshagen

>> Die Tornos-Gruppe macht bei ihrem Sanierungsprogramm Fortschritte. Obwohl das erste Quartal 2013 umsatzmässig noch schwach war und die Gewinnschwelle nicht erreicht werden konnte, zeigen sich auf der Kostenseite erste Erfolge. Zudem investiert Tornos in China, um ihr mittleres Produktsegment auszubauen.

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Tornos arbeitet weiter an der Umsetzung ihrer neuen Strategie und investiert in China.
Tornos arbeitet weiter an der Umsetzung ihrer neuen Strategie und investiert in China.
(Bild: Tornos)

Die im Herbst eingeleitete strategische Neuorientierung zeigt kostenseitig deutliche Wirkung. Ungeachtet eines volumenbedingt noch schwachen ersten Quartals 2013 und einer unvorteilhaften Veränderung des Produktmix, baut Tornos seine Aktivitäten im mittleren Produktsegment weiter aus. Zusammen mit einem etablierten Werkzeugmaschinenhersteller in China investiert es dort in die Entwicklung einer Langdrehautomaten-Baureihe und in den Aufbau einer eigenen Produktion. Am gemeinsamen künftigen Unternehmen hält Tornos die Kapitalsmehrheit.

Im ersten Quartal 2013 beträgt der Bestellungseingang in der Tornos-Gruppe CHF 43,8 Mio. (2012: CHF 64,7 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang von 32,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings hatten damals umfangreiche Ersatzinvestitionen der Kunden in Asien infolge von Naturereignissen die Aktivitäten der Gruppe noch positiv beeinflusst. Teilweise konkretisieren sich bestehende Maschinenangebote nicht in Aufträgen und werden Monat für Monat hinausgeschoben. Dies einerseits aufgrund der Schwierigkeiten der Kunden, die Finanzierungszusage für ihre Investitionen zu erhalten, anderseits weil sich Schlüsselprojekte ihrer eigenen Auftraggeber verzögern. Immerhin zeigt das rege Interesse an den neuen, vorgestellten Produkten, dass die Investitionen der Gruppe in Neuentwicklungen die Bedürfnisse des Marktes treffen.

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