Rote Zahlen

Tornos: Trotz schwierigen Bedingungen Fortschritte erzielt

| Redakteur: Susanne Reinshagen

Die Tornos Gruppe musste 2013 einen grossen Verlsut verbuchen. Der Grund liegt in Sonderaufwendungen für den Konzernumbau. Für 2014 peilt das Unternehmen ein ausgeglichenes Ergebnis an.
Die Tornos Gruppe musste 2013 einen grossen Verlsut verbuchen. Der Grund liegt in Sonderaufwendungen für den Konzernumbau. Für 2014 peilt das Unternehmen ein ausgeglichenes Ergebnis an. (Bild: Tornos)

>> Die Tornos Gruppe steht inmitten ihres Reorganisationsprozesses, der das Unternehmen wieder auf eine solide Basis stellen soll. Trotzt schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurde die strategische Neuausrichtung strikt verfolgt. Die Unternehmensstruktur wurde vereinfacht und das Produktportfolio gestrafft.

Zwei entscheidende Faktoren haben das Geschäftsjahr 2013 der Tornos Gruppe geprägt: einerseits das nach wie vor schwierige makroökonomische Umfeld, das die Ergebnisse der Gruppe belastete und andererseits die im Herbst 2012 eingeleitete und im Jahr 2013 weitgehend umgesetzte strategische Neuorientierung der Gruppe. Diese Neupositionierung hat die Grundlagen für die Tätigkeit der Gruppe umfassend und nachhaltig verändert. Dadurch entstandene einmalige Aufwendungen belasten das Ergebnis des Berichtsjahres in bedeutendem Ausmass. Der Bruttoumsatz lag mit CHF 155.3 Mio. um 16.0% unter dem Vorjahreswert von CHF 184.8 Mio.

Tornos hat im Berichtsjahr eine wichtige Etappe ihrer strategischen Neuorientierung abgeschlossen. Im Auftragseingang konnte der Anteil der Produkte, die seit 2011 eingeführt worden sind, gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht werden.

Einmaligen Aufwendungen beeinflussen Profitabilität stark

Auf EBIT-Stufe weist die Gruppe einen Verlust von CHF 35.9 Mio. aus (2012: CHF -22.3 Mio.), der Vorsteuerverlust beträgt CHF 37.2 Mio. (2012: CHF -25.7 Mio.). Der Nettoverlust beläuft sich auf CHF 45.6 Mio (2012: CHF -22.6 Mio.). Diese Ergebnisse umfassen Einmaleffekte und einmalige Aufwendungen. Hierbei handelt es sich um Auswirkungen der Veräusserung des Bereichs Oberflächenbearbeitungssysteme (CHF 5.2 Mio.), der Straffung des Produktportfolios einschliesslich Anpassungen der Rückstellungen für veraltete Produkte (CHF 12.9 Mio.), der Redimensionierung des Unternehmens (CHF 0.8 Mio.), der Anpassung der Vertriebsstrukturen (CHF 0.3 Mio.), der Verluste aus Kundenprojekten (CHF 0.5 Mio.) sowie der Abschreibungen latenter Steueransprüche (CHF 8.6 Mio.). Die genannten Aufwendungen wurden im Umfang von CHF 1.7 Mio. durch den Verkauf von Aktien aus dem Finanzanlagenbestand kompensiert, sodass die Nettobelastung CHF 26.6 Mio. beträgt (2012: CHF 11.0 Mio.). Unter Ausschluss dieser einmaligen Elemente beläuft sich der Reinverlust auf CHF 19.0 Mio. (2012: CHF -11.6 Mio.).

Vereinfachung der Struktur kostet Arbeitsplätze

Trotz eines ungünstigen wirtschaftlichen Umfelds wurde die Umsetzung der strategischen Neuorientierung mit Nachdruck verfolgt. Die Anpassung der Organisation und die Vereinfachung der Struktur mündeten nach fünfzehn Monaten in eine Verkleinerung des Mitarbeiterbestands in der Schweiz um beinahe 40 Prozent. Die weitere Vereinfachung der Unternehmensstruktur zog eine Verkleinerung der Geschäftsleitung von sieben auf drei Mitglieder nach sich. Die im Verlauf des Berichtsjahrs eingeleiteten Massnahmen haben noch nicht voll auf das Gesamtergebnis 2013 durchgeschlagen, doch greifen die positiven Effekte der tieferen Kostenbasis bereits und die Gewinnschwelle konnte gesenkt werden. Die erwähnten Massnahmen zeigten im Jahresverlauf zunehmend Wirkung, sodass auf operativer Ebene im vierten Quartal ein beinahe ausgeglichenes Betriebsergebnis erwirtschaftet werden konnte. Das Unternehmen verfügt heute über mehr Flexibilität, um regionale Nachfrageschwankungen abfedern zu können.

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