«Internet of Everything» Toyoda Machinery: In wenigen Schritten zur Industrie 4.0

Redakteur: Anne Richter

Toyoda Machinery präsentiert seine «Internet of Everything»-Lösung. Damit sollen Produktionsabläufe noch effizienter gestaltet werden. Mögliche Fehler und Ausfälle sollen damit rechtzeitig erkannt und vermieden werden.

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JTEKT-Vorstand Masakazu Isaka (Mitte) bei seinem jüngsten Deutschlandbesuch.
JTEKT-Vorstand Masakazu Isaka (Mitte) bei seinem jüngsten Deutschlandbesuch.
(Bild: Toyoda)

Mit dem neuen «Internet of Everything» (IoE) verbessert Toyoda Machinery Eu­rope die Produktionsabläufe sowohl bei Grossbetrieben als auch bei mittelständischen Industriebetrieben. Damit schafft der internationale Anbieter von Werkzeugmaschinen und zukunftsweisenden Zerspanungslösungen konkrete Industrie-4.0-Lösungen, die die Produk­tion effizienter machen und dem Anwender helfen, letztendlich Kosten zu sparen. Diese Technologie hat Toyoda Machinery auch auf der EMO 2017 in Hannover der Fachwelt präsentiert.

In der aus vier Modulen bestehenden IoE-Lösung von Toyoda Machinery werden die Bereiche Produktion, Maintenance und Qualität verbessert. «Internet of Everything» ist bei Toyoda Machinery Unternehmensstrategie und soll die Entwicklung zum ganzheitlichen Systemlieferanten unterstreichen. Diese technologische Weiterentwicklung mit der Entwicklung einer eigenen Steuerung und der Integration von IoE ist auch bei der Konzernmutter JTEKT weit oben angesiedelt. Dies zeigt das Engagement von JTEKT-Vorstand Masakazu Isaka bei seinem jüngsten Deutschlandbesuch. «Wir glauben, dass die Technologie das Potenzial hat, zum Standard in der Fertigung zu werden», so Isaka. Für die Zukunft arbeiten Toyoda Machinery und JTEKT daran, diese Lösungen neben der Produktion auf noch weitere Unternehmensbereiche auszudehnen.

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Von «Connective» bis «Value»

Als Basis der IoE-Lösung von Toyoda Machinery steht die «Connective Solution», die Maschinen und Anlagen in einem Netzwerk verbindet und darüber steuern kann. Einen Schritt weiter geht die «Visualisation Solution», die mit ihrem Produktions-Management den Menschen miteinbezieht und die im Netzwerk erstellten Daten visualisiert und speichert. Im dritten Modul, der «Value Solution», werden die gesammelten Daten über eine Software analysiert und ausgewertet, was dazu beiträgt, die Produktionsprozesse effektiv zu verbessern. Für grössere Unternehmen und Konzerne bietet Toyoda Machinery zudem mit dem Modul «Chain Solution» die Verknüpfung mehrerer Standorte sowohl mit Kunden als auch mit Zulieferern.

«Mensch und Technik harmonisieren»

«Wir wollen den Menschen und Unternehmen beibringen, wie sie ihre Produktion weiter verbessern können», erklärt Isaka. Entscheidend ist für den JTEKT-Vorstand, die Faktoren «Mensch und Technik zu harmonisieren». Dem Menschen kommt weiterhin ein bestimmender Einfluss zu: Er entscheidet, welche Daten benötigt und ausgewertet werden, welche Verbesserungen (japanisch: Kaizen) im Produktionsablauf notwendig sind. Zudem beeindruckt die IoE-Lösung Toyoda Machinery durch die Offenheit des Systems: «Damit lassen sich auch alle anderen Maschinen an einem Produktionsstandort verknüpfen», erklärt Isaka.

Ausfälle rechtzeitig erkennen und damit vermeiden

Vom technologischen Mehrwert der Toyoda-IoE-Lösung können bereits kleinere und mittlere mittelständische Industriebetriebe profitieren. Damit kann ein Bediener gleichzeitig acht oder mehr Maschinen unter Kontrolle haben. Bisher konnte ein Bediener in der Überwachung nur erkennen, ob eine Maschine läuft oder steht. «Mit der Toyoda-IoE-Lösung kann er rechtzeitig erkennen, wenn zehn Minuten später ein Bearbeitungsjob beendet sein wird», erklärt Isaka. Ausserdem sorgt eine Überwachung der Spindel auf Kraft und Vibration dafür, dass mögliche Fehler und Ausfälle rechtzeitig erfasst und damit vermieden werden können. Das macht sich zum Beispiel in der Nachtschicht, wenn Maschinen mit sehr wenig Personal laufen, besonders bezahlt. Dass Toyoda Machinery im Bereich IoE eine der fortschrittlichsten Lösungen für alle Betriebsgrössen am Markt anbieten kann, liegt auch an der Historie der Konzernmutter JTEKT. Als Teil des Toyota-Konzerns sorgt JTEKT bereits seit Jahrzehnten dafür, dass der japanische Automobilkonzern mit fortschrittlichen Elektronikkomponenten und -lösungen ausgestattet wird und damit eine der weltweit technologisch führenden Produktions­kapazitäten unterhalten kann. -ari- SMM

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