Müller Präzision steigert Effizienz mit der Tschudin «Cube 350» Halbierte Zykluszeiten

Von Bernhard Hagen, Fachjournalist 3 min Lesedauer

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Vom 5. bis 8. Mai können Besucher der Grinding Hub in Stuttgart am Stand von Tschudin die kompakte Spitzenlosschleifmaschine «Cube 350» aus nächster Nähe erleben. Nach ihrem Auftritt auf der Grinding Hub geht die Maschine direkt in die Praxis: Bei Müller Präzision GmbH im Bayerischen Wald wird sie künftig als zweite «Cube 350» eingesetzt. Damit führen Müller Präzision und Tschudin eine Zusammenarbeit fort, die bereits einen deutlichen Produktivitätssprung ermöglicht hat.

Erfolgreiche Partnerschaft: Müller Präzision Schleifexperten vor der hochautonomen Spitzenlosschleifmaschine «Cube 350».(Bild:  Müller Präzision)
Erfolgreiche Partnerschaft: Müller Präzision Schleifexperten vor der hochautonomen Spitzenlosschleifmaschine «Cube 350».
(Bild: Müller Präzision)

Auslöser für die Zusammenarbeit mit Tschudin war der Wunsch, ältere mechanische Einstechschleifmaschinen zu ersetzen und neue technologische Möglichkeiten zu erschliessen – auch vor dem Hintergrund steigender Marktanforderungen an Genauigkeit, Effizienz und Prozesssicherheit. Zudem wollte Müller Präzision Schleifprozesse, die bislang teilweise extern vergeben wurden, künftig im eigenen Haus realisieren. «Wir haben eine Maschine gesucht, mit der wir sehr anspruchsvolle Schleifteile hochpräzise und prozesssicher herstellen können – und mit der wir gleichzeitig neue Artikel in unser Portfolio aufnehmen können», sagt Karl Macharowsky, CEO von Müller Präzision. 2022 bestellte Müller Präzision schliesslich die erste «Cube 350», die ein Jahr darauf in Betrieb ging.

Ein Prozess statt zwei

Markus Wrba, Produktionsleiter bei Müller Präzision: «Mit der ‹Cube 350› gelingt die Bearbeitung in einem einzigen Arbeitsgang. Dadurch wird der Schleifprozess nicht nur schneller, sondern auch stabiler.»(Bild:  Müller Präzision)
Markus Wrba, Produktionsleiter bei Müller Präzision: «Mit der ‹Cube 350› gelingt die Bearbeitung in einem einzigen Arbeitsgang. Dadurch wird der Schleifprozess nicht nur schneller, sondern auch stabiler.»
(Bild: Müller Präzision)

Ein besonders anschauliches Beispiel für die Verbesserungen sind sicherheitsrelevante Bolzen im Automotive-Bereich, etwa für Parksperrenmechanismen. Früher mussten diese Bauteile in zwei getrennten Schleifprozessen bearbeitet werden – eine Herausforderung insbesondere hinsichtlich der Koaxialität der bearbeiteten Flächen. «Mit der ‹Cube 350› gelingt die Bearbeitung in einem einzigen Arbeitsgang. Dadurch wird der Schleifprozess nicht nur schneller, sondern auch stabiler», erklärt Markus Wrba, Produktionsleiter bei Müller Präzision. Darüber hinaus ermöglicht die «Cube 350» das gleichzeitige Schleifen mehrerer Werkstücke. Wrba: «Durch diesen Mehrfachzyklus konnten die Stückzeiten bei verschiedenen Artikeln um rund 50 Prozent reduziert werden. Bei anderen Teilen – ohne Mehrfachzyklus – erzielten wir durch die Kombination aus kürzeren Stückzeiten und weniger Ausschuss eine Reduktion der Herstellkosten im zweistelligen Prozentbereich.» Karl Macharovsky ergänzt: «Ein grosser Vorteil ist die hohe thermische Stabilität der Maschine. Dadurch liefert sie bereits vom ersten Werkstück an reproduzierbare Ergebnisse.»

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Automatisierung und Produktivität

Bei Müller Präzision GmbH ist die «Cube 350» in eine automatisierte Fertigungszelle integriert. Durch die Kombination aus Maschinenkonzept und Robotiklösung, die aus der eigenen Automatisierungsabteilung des Unternehmens stammt, verkürzen sich die Durchlaufzeiten deutlich, während die Produktivität entscheidend steigt. «Der Roboter macht keine Pause – das bringt enorme Produktivität. Unsere Mitarbeitenden überwachen den Prozess, sind aber nicht permanent in jeden einzelnen Bearbeitungsschritt eingebunden», berichtet Macharowsky.

Partnerschaft auf Augenhöhe

Neben der Technologie hebt Müller Präzision auch die Zusammenarbeit mit Tschudin hervor. Als familiengeführtes Unternehmen setzt der Schweizer Hersteller auf langfristige Partnerschaften und feste Ansprechpartner. «Tschudin ist ein Familienunternehmen mit einer klaren technischen Handschrift. Die Zusammenarbeit ist sehr direkt und lösungsorientiert – das passt gut zu unserer Unternehmenskultur», sagt Macharowsky.

Marc Tschudin, CEO von Tschudin: «Mit ihrem Fokus auf maximale Flexibilität, Produktivität und Autonomie ist die ‹Cube 350› eine Spitzenlosschleifmaschine, wie es sie in dieser radikalen Art derzeit kein zweites Mal auf dem Markt gibt.»(Bild:  Tschudin)
Marc Tschudin, CEO von Tschudin: «Mit ihrem Fokus auf maximale Flexibilität, Produktivität und Autonomie ist die ‹Cube 350› eine Spitzenlosschleifmaschine, wie es sie in dieser radikalen Art derzeit kein zweites Mal auf dem Markt gibt.»
(Bild: Tschudin)

Auch bei Tschudin sieht man in der Kooperation ein gelungenes Beispiel für partnerschaftliche Zusammenarbeit. «Müller Präzision ist ein Unternehmen, das technologisch denkt und Prozesse ganzheitlich betrachtet. In solchen Projekten zeigt sich, wie wichtig stabile und präzise Schleifprozesse für eine effiziente Serienfertigung sind», unterstreicht Marc Tschudin, CEO der Tschudin AG. «Mit ihrem Fokus auf maximale Flexibilität, Produktivität und Autonomie ist die ‹Cube 350› eine Spitzenlosschleifmaschine, wie es sie in dieser radikalen Art derzeit kein zweites Mal auf dem Markt gibt. Innerhalb von ein paar wenigen Minuten ist sie auf ein neues Teil umgerüstet. Zudem ist sie dank hoher Zuverlässigkeit auch für die Millionen-Serienfertigung ausgelegt.»

Erweiterte Kapazitäten

Karl Macharowsky, CEO von Müller Präzision: «Mit der zweiten ‹Cube 350› schaffen wir zusätzliche Kapazitäten und können weitere anspruchsvolle Anwendungen realisieren.»(Bild:  Müller Präzision)
Karl Macharowsky, CEO von Müller Präzision: «Mit der zweiten ‹Cube 350› schaffen wir zusätzliche Kapazitäten und können weitere anspruchsvolle Anwendungen realisieren.»
(Bild: Müller Präzision)

Mit der zweiten «Cube 350» erweitert Müller Präzision nun seine Kapazitäten im Präzisionsschleifen. Gleichzeitig eröffnet die neue Maschine weitere Anwendungen – etwa für anspruchsvolle Bauteile mit extrem engen Toleranzen oder komplexen Konturen. «Die Anforderungen unserer Kunden steigen kontinuierlich. Mit der zweiten ‹Cube 350› schaffen wir zusätzliche Kapazitäten und können weitere anspruchsvolle Anwendungen realisieren», betont Macharowsky.

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