Turbo für effiziente und saubere Produktion

Redakteur: Anne Richter

>> Das Leipziger Messe-Doppel Intec und Z setzt auf Zukunftsthemen. Vom 26. Februar bis 1. März 2013 geht der Verbund aus Maschinenbaumesse Intec und Zuliefermesse Z auf dem Leipziger Messegelände in die fünfte Runde. Mit rund 1400 Ausstellern aus 20 Ländern ist der Messeverbund eine der bedeutendsten Veranstaltungen der Branche in Europa. Parallel zu den Messen veranstaltet der Fraunhofer-Verbund Produktion den Kongress «Ressourceneffiziente Produktion».

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Effiziente und saubere Produktion steht im Fokus der diesjährigen Intec in Leipzig.
Effiziente und saubere Produktion steht im Fokus der diesjährigen Intec in Leipzig.
(Bild: Messe Leipzig)

Bei den Ausstellern der diesjährigen Intec und Z dreht sich vom 26. Februar bis 1. März 2013 auf dem Leipziger Messegelände alles um Ressourceneffizienz und Prozessoptimierung. Mit rund 1400 Ausstellern aus 20 Ländern zählt der Messeverbund zu den wichtigsten Treffen der metallbe- und -verarbeitenden Branche und der Zulieferindustrie.

Innovationen in der Fertigungstechnik

Im Fokus der Intec stehen Innovationen in der Fertigungstechnik, Werkzeug- und Sondermaschinen, Werkzeuge und Werkzeugsysteme, Maschinenkomponenten sowie die Automatisierungs- und Handhabungstechnik. In diesem Jahr kann die Fachmesse mit ihrem bisher grössten und umfassendsten Angebot an Maschinen, Werkzeugen, Technologien und Dienstleistungen aufwarten. Im Vergleich zur Vorveranstaltung hat die Fläche noch einmal um sieben Prozent zugelegt. Vor allem bei spanenden und abtragenden Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen ist das Angebot 2013 sehr repräsentativ. Neben den international bekannten Namen der Branche sind eine Vielzahl innovativer Mittelständler und Spezialisten aus den deutschen Maschinenbauzentren, aber auch aus dem Ausland in Leipzig vertreten.

Die internationale Zuliefermesse Z bietet Lieferanten eine bewährte Plattform, um ihre Leistungen vor allem für den Maschinen- und Fahrzeugbau, aber auch für weitere Anwendungsbereiche wie die Kunststofftechnik- und -bearbeitung, die Medizintechnik oder den Energieanlagenbau vorzustellen. Fachbesucher finden ein repräsentatives Angebot an Halbzeugen, Teilen und Komponenten, Technologien und Dienstleistungen. Mit einem seit Jahren konstanten Auslandsanteil von rund 30 Prozent konnte sich die Z als eine der wenigen Spezialmessen für die Zulieferindustrie in Europa positionieren.

Energie- und Ressourceneinsparung in der Produktion

Parallel zu den Industriemessen Intec und Z veranstaltet der Fraunhofer-Verbund Produktion, eine Kooperation mehrerer Fraunhofer-Institute, den Kongress «Ressourceneffiziente Produktion». Im Fokus des Tagungsprogramms steht die Bilanz der Initiative «Green Carbody Technologies – InnoCaT». Seit 2010 entwickeln hier Forscher und Unternehmen gemeinsam technische Lösungsansätze zur Energie- und Ressourceneinsparung. Der Kongress widmet sich damit einem Schlüsselthema der Fertigungsindustrie.

Deutschland ist einer der grössten Rohstoffkonsumenten weltweit, gilt selbst jedoch als rohstoffarm. Ähnlich steht es in der Schweiz, nur in einer anderen Dimension. Um auch in Zukunft international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die Produktion mit weniger Rohstoffen und Ressourcen auskommen. Seit drei Jahren arbeiten daher 60 Automobilausrüster, Zulieferer und Forschungseinrichtungen gemeinsam an ressourcenschonenden Technologien für die Produktion.

Potenzial in der Optimierung von Produktionsabläufen

Grosse Potenziale sieht der Forschungsverbund «Green Carbody Technologies» unter anderem in der Einsparung von Bearbeitungsaufwand und -zeit sowie einer Optimierung der Produktionsabläufe. Am Beispiel des Karosseriebaus wird in 30 Projekten an dem übergreifenden Ziel geforscht, 50 Prozent des Energieverbrauchs einzusparen. «Auf dem dritten Kongress Ressourceneffiziente Produktion stellt der Verbund Produktion der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen mit den Industriepartnern erstmals in ganzheitlicher Form Ergebnisse der Innovationsallianz vor», sagt Prof. Dr. Matthias Putz, Hauptabteilungsleiter Produktionsmanagement vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz. Koordiniert wird die Arbeit der Allianz von den produktionstechnischen Fraunhofer-Instituten in Chemnitz, Aachen und Stuttgart in Partnerschaft mit Volkswagen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert «Green Carbody Technologies» mit 15 Millionen Euro.

Optimale Bearbeitung neuartiger Werkstoffe

Auf dem Kongressprogramm stehen neben Überblicksvorträgen zur Forschungsallianz zahlreiche Praxisbeispiele, darunter die Vorstellung effizienter Umformmaschinen, lasergestützten Leichtbaus und des Drucklufteinsatzes beim Karosseriebau. Zu Wort kommen sowohl Wissenschaftler als auch an den Projekten beteiligte Unternehmen. Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, eröffnet die Plenarveranstaltungen mit einem Vortrag zur maximalen Wertschöpfung mit minimalem Ressourceneinsatz.

Das Thema ressourceneffiziente Fertigung spielt auch in den Messehallen und in den Fachveranstaltungen des Messe-Doppels Intec und Z eine Schlüsselrolle. Eine Sonderschau widmet sich der optimalen Bearbeitung neuartiger Werkstoffe und Werkstoffverbunde, wie sie beispielsweise im Leichtbau im Einsatz sind. Vorgestellt werden Projekte aus Forschung und Praxis wie die Verarbeitung von Faserverbundwerkstoffen in der Serienproduktion. <<

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