Simulationssoftware

Verbund-Bikes: «Nur mit numerischer Simulation»

| Redakteur: Luca Meister

Paul Remy, Bike Engineer et Benoit Grelier, Head of Bike Engineering chez Scott Sports SA.
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Paul Remy, Bike Engineer et Benoit Grelier, Head of Bike Engineering chez Scott Sports SA. (Image: JR Gonthier)

Bei einem Besuch der Firma Scott Sports SA in Givisiez bei Freiburg sprach die MSM-Redaktion mit dem technischen Leiter der Abteilung Fahrräder. Die Schwesterzeitschrift des SMM wollte mehr über die führende Marke im Bereich Stadträder, Mountainbikes, Ciclocross usw. erfahren.

Die Entwicklungsabteilung der Scott Sports SA nutzt die Software «Ansys» intensiv beim Design von Fahrradrahmen. Die MSM-Redaktion sprach mit Benoit Grelier, Leiter Fahrradentwicklung, und Paul Remy, Fahrradingenieur bei Scott Sports, sowie Yvain Ballini, kaufmännischer Leiter bei Ansys Schweiz.

MSM: Können Sie uns etwas über Ihr Unternehmen und Ihre Aktivitäten und Produkte erzählen?

Benoit Grelier: Scott Sports SA ist ein Schweizer Unternehmen unter Schweizer Leitung. Wir stellen Outdoor-Produkte in den folgenden Bereichen her: Fahrräder, Ski, Motorräder und Laufsport. Die Hauptumsatzquelle des Unternehmens ist der Verkauf von Sportprodukten im Bereich Fahrräder. Wir verkaufen 500 000 Fahrräder pro Jahr. Ausserdem stellen wir auch Bekleidung und Schuhe her, kurzum: die komplette Ausrüstung und Zubehör für Fahrradfahrer. Im Bereich Ski verkaufen wir Abfahrtski sowie die zugehörige Ausrüstung, auch Bekleidung und Schutzausrüstung. Wir haben eine neue Produktlinie im Bereich Tourenski eingeführt und stellen Ausrüstung und Bekleidung für Motorradfahrer und Bekleidung und Rücksäcke für den Laufsport her. Unser Mutterhaus in der Schweiz beschäftigt 230 Arbeitskräfte. Wir sind ausschliesslich im Dienstleistungssektor tätig, das heisst in Entwicklung und Vertrieb, da die gesamte Produktion in alle Welt ausgelagert wurde – besonders nach Österreich, was Skiprodukte angeht.

Welche Rolle soll die numerische Simulation für die Entwicklung des Unternehmens Scott Sports spielen?

B. Grelier: Wir erinnern uns daran, dass wir vor knapp zehn Jahren mit der Erfindung eines Rahmens aus Karbon eine Führungsrolle übernahmen. Aber im Lauf der Zeit mussten wir besser werden und leichte Rahmen aus Verbundwerkstoffen anbieten. Heute stellen wir die leichtesten Rahmen auf dem Markt für die Serienproduktion her. Zudem müssen wir die Entwicklungen fortsetzen und die Details optimieren, um noch mehr Gewicht einzusparen. Und genau hier liegt das Interesse an der numerischen Simulation begründet. Es ist daher kein Zufall, dass wir uns für Ansys entschieden haben. Der Einsatz von Simulation wird bei unseren Untersuchungen immer wichtiger.

Ergänzendes zum Thema
 
«Ansys» für die Simulation

Welche CAD-Software nutzen Sie für die Entwicklung Ihrer Produkte?

B. Grelier: Wir arbeiten mit «Creo», dem ehemaligen «Pro/Engineer», und den Modulen «MDO» und «BMX», ausserdem mit «Creo Simulate» für die vorläufige Dimensionierung. Und wir führen eine leistungsfähige Flächengestaltung mit «ISDX» durch. Für die aerodynamischen Studien nutzen wir «CFdesign». Für die Entwicklung der Karbonrahmen verwenden wir das Ansys-Modul «Composite PrepPost». Dies ist sozusagen ein helvetisches Produkt von Ansys, da es in der Schweiz entwickelt wurde und durch Ansys Schweiz gepflegt und unterstützt wird.

Warum haben Sie sich für Ansys entschieden?

B. Grelier: Fahrradrahmen haben komplexe Formen. Sie bestehen aus Rohren (hohlen Strukturen ohne Umhüllung) mit zahlreichen Schnittpunkten der Rohre, was das Umhüllen schwierig macht. Das «ACP-Modul» in Ansys ist das einzige, mit dem wir diese komplexen Modelle analysieren können.

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