«Composites Europe» 2014 Verbunde für Grossserien

Redakteur: Luca Meister

Verbundwerkstoffe sind eine der Schlüsseltechnologien im Leichtbau. Den wachsenden Markt für die leichten Werkstoffe spiegelt die «Composites Europe» wider. Anfangs Oktober zeigt die Fachmesse in Düsseldorf die ganze Bandbreite faserverstärkter Kunststoffe. In Foren und auf neuen Sonderflächen wie dem «Bio-based Pavilion» und «Industry meets Science» blickt die Messe in die Compositeszukunft.

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Neue Klebstoffe für Rotorblätter, automatisierte Fertigungsprozesse zur Schichtung von NCF-Lagen und innovative PET-Schäume für mehr Formstabilität: Die diesjährige «Composites Europe» präsentiert Lösungen für die Windenergiebranche.
Neue Klebstoffe für Rotorblätter, automatisierte Fertigungsprozesse zur Schichtung von NCF-Lagen und innovative PET-Schäume für mehr Formstabilität: Die diesjährige «Composites Europe» präsentiert Lösungen für die Windenergiebranche.
(Bild: Reed Exhibitions)

Mehr als 400 Aussteller aus 25 Nationen werden zur neunten Auflage der «Composites Europe» erwartet, um neue Leichtbaukonzepte, Materialien und die modernsten Produktions- und Automatisierungslösungen zu präsentieren. Insgesamt werden 10 000 Leichtbauexperten aus dem Automobilbau, der Luftfahrt, dem Maschinenbau, dem Bootsbau, der Windenergie und dem Bausektor auf dem Düsseldorfer Messegelände erwartet, jeder Dritte von ihnen aus dem Ausland. Nicht ohne Grund: Die Messe ist für die internationale Branche die wichtigste Veranstaltung auf dem deutschen Markt, dem grössten Compositesmarkt in Europa. Wie wichtig die Veranstaltung inzwischen für die Verbundwerkstoffindustrie geworden ist, zeigen auch die gut gebuchten Länderpavillons aus Italien, den Niederlanden, Russland, China und Ungarn.

Fertigungsprozesse für Grossserien im Fokus

Die grösste Herausforderung für die Industrie bleibt die Entwicklung und Optimierung grossserientauglicher Fertigungsprozesse von Compositesbauteilen. Auf der Composites Europe zeigt die Industrie die passenden Produktions- und Verarbeitungsprozesse, Material-Innovationen und aktuelle Leichtbauprojekte.

Mit dem «Composites Forum» bietet die Messe ein spannendes Vortragsprogramm, das sich vor allem auf die Produktionstechnik konzentriert. Die VDMA-Mitgliedsfirmen referieren u. a. über die Automatisierung von Logistikabläufen, die Preformproduktion, wirtschaftliche Herstellung thermoplastischer Strukturbauteile und Verbindungstechniken für die Grossserie. Der Besuch des Forums ist für Messebesucher kostenlos.

Neue Sonderfläche: «Industry meets Science»

Mit der neuen Sonderfläche «Industry meets Science» werden aktuelle Entwicklungen und Highlights aus den Bereichen Prozesstechnik, Auslegung und Qualitätssicherung be-«greifbar» gemacht. Im Mittelpunkt stehen klassische duroplastische Werkstoffe, thermoplastische Composites und auch innovative Matrices wie Polyurethane und polymerisierende Thermoplaste. Ergänzt wird das Angebot durch eine Vielzahl an Demonstrationsbauteilen und Führungen zu ausgewählten Highlights. Anfassen erwünscht: Auf der Product Demonstration Area, dem Besucher-Highlight jeder Composites Europe, versammelt die Messe neue Hightechprodukte und macht in Livevorführungen die Entstehung von Compositesbauteilen erlebbar.

Naturfasern gewinnen zunehmend an Bedeutung

Holzmehl, Baumwolle, Flachs, Jute oder Hanf: Naturfasern gewinnen als Bioverbundwerkstoffe zunehmend an Bedeutung. Mit dem Bio-based Pavilion werden die Vorteile und Potentiale der Biofasern demonstriert. Neben Unternehmen aus dem Bereich WPC und NFC sind auch Firmen aus dem Bereich der biobasierten Duro- und Thermoplasten vertreten. An der internationalen AVK-Tagung berichten internationale Referenten über Material-Innovationen, Produktionsverfahren, das Zusammenspiel verschiedener Materialien oder den richtigen Materialmix. Einen besonderen Fokus richtet die Tagung auf die für die Composites-Industrie relevanten Themen Recycling und Normung/Standardisierung.

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