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Tubenfertigung leicht gemacht Vollautomatische Tubenproduktion

Redakteur: Edouard Huguelet

Leere Kosmetiktuben werden nach dem Gebrauch einfach achtlos in den Mülleimer geworfen. Nur wenige wissen, dass für ihre Herstellung komplexe Produktionsanlagen und höchste Präzision erforderlich sind, obwohl ihr Selbstkostenpreis nur einen winzigen Teil des Verkaufspreises des Fertigproduktes ausmacht. Dies weiss auch die Hoffmann Neopac AG, ein Schweizer Hersteller von Tuben und Behältern für die Kosmetik- und Pharmaindustrie, deren Massenproduktion durch automatische Fertigungsstrassen gewährleistet wird.

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Die Transportkette mit Tubenrohlingen vor der Aufschraub-/Befestigungseinheit.
Die Transportkette mit Tubenrohlingen vor der Aufschraub-/Befestigungseinheit.
(Bild: Edouard Huguelet)

Polytype SA ist ein seit rund 50 Jahren in Freiburg ansässiges Unternehmen, das mit seinen Maschinen für die Fertigung und das Bedrucken von Bechern, Tuben und flexiblen Verpackungsmaterialien über die Schweiz hinaus bekannt ist. Das weltweit etwa 700 Mitarbeiter zählende Schweizer Unternehmen ist ein führender Anbieter in seinem ganz speziellen Nischenmarkt. Die Produktionsstandorte befinden sich in der Schweiz, Deutschland, den USA und Asien.

Spezialisten für Kunststofftuben

Zu ihren Kunden gehört auch das im Berner Oberland ansässige Unternehmen Hoffmann Neopac AG mit seiner mehr als 100-jährigen Firmengeschichte, das in der Verpackungsbranche tätig ist und seinen Hauptsitz in Gwatt (Nähe von Thun) hat. Das Unternehmen hat vor kurzem eine seiner Fertigungsstrassen für die Herstellung von Kunststofftuben erneuert, die vorwiegend für die Kosmetik- und Pharmaindustrie bestimmt sind.

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Die komplette Fertigungslinie besteht aus einem Extruder, einer Kopfspritzmaschine, einer Polytype-Druckmaschine sowie der Verschliessmaschine. Die Nachrüstung betraf die letztgenannte Maschine. Diese von Polytype 2002 gelieferte Produktionseinheit ist derzeit im Werk Hoffmann Neopac in Oberdiessbach in Betrieb. Die Fertigungslinie produziert Kunststofftuben, die ab der Kunststoffspritzmaschine von einer Transportkette zugeführt werden; neben dem Bedrucken in der Druckmaschine sind die Arbeitsgänge nach dem Spritzgiessen: das Abtrennen des Angussteils, die präzise Positionierung der Tube, die Befestigung oder das Aufschrauben des Verschlusses und sein Festziehen mit konstantem Anziehmoment. Sämtliche Arbeitsgänge einschliesslich des kompletten Produkttransports durch den gesamten Fertigungsprozess laufen automatisch ab.

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