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Studer Motion Meeting 2020 Von Null auf über Hundert in weniger als einem Jahr

| Redakteur: Anne Richter

Trotz schwieriger Marktbedingungen konnte die Fritz Studer AG im Jahr 2019 den drittbesten Jahresumsatz in ihrer Geschichte erzielen, gab der Hersteller von Rundschleifmaschinen auf der jährlichen Pressekonferenz bekannt. Ein Grund für den Erfolg ist die Einführung neuer Universal-Rundschleifmaschinen.

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Fritz Studer AG Geschäftsleitung (vlnr.): Stephan Stoll, Sandro Bottazzo, Daniel Huber und Jens Bleher vor der S31.
Fritz Studer AG Geschäftsleitung (vlnr.): Stephan Stoll, Sandro Bottazzo, Daniel Huber und Jens Bleher vor der S31.
(Bild: David Schweizer Goldiwilstrasse 8F CH-3600 Thun)

Seit einigen Jahren schon tritt die Fritz Studer AG unter dem Motto «The Art of Grinding» auf. Auf der Pressekonferenz am 8. Februar 2020 im Rahmen des Studer Motion Meetings in Thun präsentierte der führende Hersteller von Rundschleifmaschinen die Triebfeder seines Erfolges. «Der Claim fordert uns, Grenzen zu überwinden, und fördert die Konzentration auf kaum wahrnehmbare Details, die am Ende aber den Unterschied ausmachen, um zu schaffen, was anfangs nicht machbar erscheint. Besonders im Fokus stehen gerade in diesen Zeiten die Effizienz und Qualität unserer Prozesse und Produkte», sagt Jens Bleher, CEO der Fritz Studer AG.

Erfolgreiches Jahr 2019 mit neuen Maschinen und neuen Kunden

Obwohl sich die Wirtschaftslage deutlich verschlechtert habe, kann die Fritz Studer AG auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken, verkündete J. Bleher. Ein wesentlicher Aspekt des Erfolges ist der hohe Neukundenanteil von fast 40 Prozent. Den Grund hierfür sieht Studer in der weltweit kundennahen Vertriebs- und Serviceorganisation. Auch die im vergangenen Jahr neu vorgestellten Universal-Rundschleifmaschinen S33 und S31 tragen entscheidend zum Erfolg bei. «Die Einführung der neuen Universalmaschinen war Kraftakt und Highlight zugleich», erläutert Bleher. Nicht einmal ein Jahr benötigte das Unternehmen, um rund 100 der neuen Maschinen zu verkaufen, zu produzieren und auszuliefern. Kunden attestieren den neuen Maschinen höchste Qualität und Präzision. In Amerika war ein langjähriger Studer-Kunde, der eine neue S31 gekauft hatte, erfreut, dass er mit der neuen Maschine noch einmal eine Steigerung in puncto Zuverlässigkeit und Präzision erzielen konnte. Einen Rekord-Auftragseingang erzielten ausserdem die Maschinentypen S121, S141 und S151, das Flaggschiff bei den Innenrundschleifmaschinen.

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In 2019 haben sich die Kundensegmente stark unterschiedlich entwickelt. Gerade im Automobilbereich war die Marktlage weit anspruchsvoller als noch in 2018. Durch die breite Diversifizierung konnte die Fritz Studer AG jedoch schwächere Marktsegmente mit stärkeren ausgleichen. So florierte unter anderem der Bereich der Flugzeugindustrie in 2019. «Unsere Firma ist auch im Kundensegment Aerospace seit Jahren sehr gut aufgestellt und bevorzugter Lieferant bei vielen Zulieferern», erläutert CSO Sandro Bottazzo beim Rückblick auf das vergangene Jahr. Starkes Wachstum verzeichnete Studer unter anderem in Nordamerika, wo das zweitbeste Ergebnis des über 100-jährigen Firmenbestehens erzielt wurde. Auch kleinere Märkte, wie Grossbritannien, erzielten in 2019 einen sehr guten Auftragseingang. Schlussendlich konnte auch der Marktanteil im Heimmarkt Schweiz erhöht werden.

Maschinenüberholungen und Customer Care

Der Customer-Care-Bereich wurde in 2019 weiter ausgebaut und die in 2018 und 2019 angestossenen Organisationsanpassungen wurden erfolgreich abgeschlossen. Ebenfalls erhöhte die Fritz Studer AG erneut ihre Anzahl an Servicetechnikern. «Unter anderem in Italien und auch Frankreich konnten wir im abgelaufenen Jahr weitere neue Servicetechniker anstellen und sind so noch schneller und kompetenter vor Ort», erläutert Bottazzo.

Einen erneuten Rekordumsatz erzielten die Maschinenüberholungen wie auch die Wartungen. Beide Dienstleistungsbereiche konnten wiederholt zweistellig gesteigert werden. Sandro Bottazzo erwähnt zudem: «Die Maschinenüberholungen sind bei uns ein wichtiges Geschäft und ergänzen das Neumaschinengeschäft in idealerster Weise. Unsere Kunden haben so die komplette Palette von der Neumaschine bis hin zur Maschinenüberholung aus einer Hand.»

Neuer hydraulischer Synchron-Reitstock

«In einigen Monaten erwartet Sie ein neues Produkt aus dem Hause Studer», kündigte Daniel Huber, CTO bei der Fritz Studer AG, an. Dabei handelt es sich um einen neuen hydraulischen Synchron-Reitstock. «Beim neu entwickelten Synchron-Reitstock wurde die Hydraulik durch einen Servoantrieb mit elektrischer Spannfunktion ersetzt. Die Wiederholbarkeit und Genauigkeit der Spannkraft aufs Gramm genau wurde erhöht. Neu kann auch ein noch tieferer Anpressdruck gewählt werden», so Huber weiter. Ausserdem wurden diverse Projekte neu gestartet, vorangetrieben und abgeschlossen. Beispielsweise konnte dank Studer-Wiredress bei einer Applikation aus dem Medizinbereich die Taktzeit um ganze 70 % verringert werden. In Biel wurde ein Life-Cycle-Solution-Projekt durchgeführt, bei dem man mit dem Kunden in mehreren Schleifversuchen Keramikbauteile, welche im Massenspektrometer eingesetzt werden, hochpräzise formgeschliffen hat.

Investitionen in den Werkplatz Schweiz

Auch 2019 wurden erneut signifikante Investitionen am Standort Steffisburg getätigt und damit das Bekenntnis der United Grinding Group zum Werkplatz Schweiz unterstrichen. Im vergangenen Jahr wurde ein Grossprojekt zur Erneuerung der kubischen Fertigung erfolgreich abgeschlossen. «Die technisch harmonisierten Fräszentren erlauben eine automatisierte, hochpräzise Fabrikation unserer Kernbauteile», erzählt Stephan Stoll. Zusätzlich wurde eine weitere Investition in die Bauteilefertigung getätigt und in diesem Jahr realisiert. Dabei handelt es sich um die Komplettfertigung von Spindelwellen – einer Schlüsselkomponente für die Funktion und Präzision unserer Schleifmaschinen. «Darum wollen wir auch diesbezüglich unsere Kompetenz und Effizienz erhalten bzw. ausbauen und unsere interne Wertschöpfung steigern. Selbstverständlich setzen wir wieder auf neueste Fertigungs- und Prozesstechnologie sowie einen sinnvollen Automatisierungsgrad», erklärt Stoll. SMM

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