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Instandhaltung Vorbeugende Instandhaltung als Wettbewerbsfaktor

Redakteur: Robert Weber

Immer häufiger gehen Betriebe zu einer vorbeugenden Instandhaltung über und nutzen dafür Serviceteams von Anlagenbauern und Komponentenlieferanten. Wie das aussehen kann, zeigt der Rundtischspezialist Fibro. Er erspart seinen Kunden teure und zeitraubende Stillstandszeiten.

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Ein Monteur bei Fibro inspiziert den Rundschalttisch im Rahmen der Generalüberholung auf mögliche Schäden. (Bild: Fibro)
Ein Monteur bei Fibro inspiziert den Rundschalttisch im Rahmen der Generalüberholung auf mögliche Schäden. (Bild: Fibro)

Die hochpräzise Serienfertigung ist für Maschinen und Anlagen eine Herausforderung: Sieben Tage pro Woche sind sie rund um die Uhr in Betrieb. Viele Komponenten sind dabei zum Teil extremen Belastungen ausgesetzt. Sie müssen hohen Kräften, Spänen, Staub und oft auch aggressiven Medien standhalten.

Vorbeugende Instandhaltung gefragt

Hinzu kommt, dass sich die Firmen angesichts enger Margen und straff getakteter Just-in-Time-Fertigung keine ungeplanten Maschinenausfälle leisten können. Ständige Verfügbarkeit ist zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor am Markt geworden.

Immer häufiger gehen Unternehmen daher zu einer vorbeugenden Instandhaltung über und nutzen dafür Serviceteams von Anlagenbauern und Komponentenlieferanten. Wie das aussehen kann, zeigt der Rundtischspezialist Fibro aus Weinsberg.

Der Arbeitsalltag eines Instandhalters beginnt beim Kunden

10 Jahre hochgenaue 7/24-Fertigung hat der 20 t schwere Rundschalttisch bereits auf dem Buckel, als er bei Fibro generalüberholt wird. Bei der Fertigung von Bremssätteln hat er seit Jahren in einer 10-Stationen-Rundtaktmaschine für Präzision gesorgt.

Im Rahmen einer Standortverlagerung wird er nun zwei Wochen lang auf Herz und Nieren geprüft: die Gleitringdichtungen des Hydrauliksystems, O-Ringe, Lager und Schläuche werden getauscht und sämtliche Komponenten auf einwandfreie Qualität und Funktion untersucht.

Was zum Vorschein kommt, kann sich sehen lassen: die gehärtete Planverzahnung, das Herzstück des Rundschalttischs, ist intakt und sieht auch nach rund 80.000 Betriebsstunden aus wie neu. Überhaupt weisen die mechanischen Teile des Rundtischs und der 20 Planetentische so gut wie keinen messbaren Verschleiß auf.

Vorbeugende Instandhaltung kann Stillstand verhindern

Die Dichtungen jedoch sind teilweise durch Werkstoffalterung oder Fremdkörper beschädigt und verschlissen. Selbst ein optimaler PV-Faktor schützt die Dichtungen nun einmal nicht vor Schäden durch die Zeit oder von außen. Irgendwann würde Schmutz in den Drehverteiler eindringen und die Sperrluftabfrage blockieren, wissen die Techniker. Die Folge wäre ein Stillstand der Anlage und eine aufwendige Fehlersuche. Vorbeugende Instandhaltung kann das verhindern.

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