Digitalisierung als Treiber

Weltweiter Maschinenbaumarkt wächst stark

| Redakteur: Sergio Caré

Die digitalle Brile ist nur ein Puzzle-Teil: Der weltweite Maschinenbaumarkt wuchs von 2016 auf 2017 um 7 Prozent und erfährt eine Sonderkonjunktur durch die Digitalisierung.
Die digitalle Brile ist nur ein Puzzle-Teil: Der weltweite Maschinenbaumarkt wuchs von 2016 auf 2017 um 7 Prozent und erfährt eine Sonderkonjunktur durch die Digitalisierung. (Bild: © KSB SE & Co. KGaA)

Der weltweite Maschinenbaumarkt wuchs von 2016 auf 2017 um 7 Prozent und erfährt eine Sonderkonjunktur durch die Digitalisierung. Drei Billionen Euro Marktvolumen bis 2021 sollen laut den Studien-Autoren möglich sein, bei derzeit rund 2,7 Billionen.

München – Die Umsätze im globalen Maschinenbaumarkt sind laut der «Industriegüterstudie 2018» der global agierenden Beratung AlixPartners auf insgesamt rund 2,7 Billionen Euro in 2017 gestiegen. Dieses entspricht einem Plus von 5,7 Prozent. Dafür wurden rund 1200 Unternehmen analysiert. Spitzenreiter ist weiter China mit etwas mehr als einer Billion Euro, trotz der heimischen Marktsättigung im Bausegment. Heimische Unternehmen müssen verstärkt auf dem Weltmarkt gegen etablierte Player antreten. Ein beeindruckendes Comeback dagegen haben US-amerikanische Industriemaschinenhersteller. Sie können ein vierprozentiges Umsatzwachstum und zuletzt einen EBIT von etwa 13 Prozent vorweisen. Grund sind die derzeitige Schwäche des US-Dollars und die gute amerikanische Konjunktur. Auch in Deutschland beschleunigt sich die Entwicklung merklich. Gerade im letzteren Bereich stiegen 2016 die EBIT-Margen um spürbare 7 Prozent.

Produktivität und Kostensenkung

Währungsschwankungen und Inflation herausgerechnet, war 2017 das erste deutliche Wachstumsjahr für die weltweite Branche nach einer fünf Jahre andauernden Stagnation. In Verbindung mit einem anhaltend guten, überwiegend stabilen Konjunkturumfeld, so die Einschätzung der Studienautoren, könnte sich der globale Maschinenbaumarkt weiter robust vorwärtsentwickeln. Innerhalb der kommenden vier Jahre ist ein globales Marktwachstum von drei bis vier Prozent jährlich möglich; bis zum Jahr 2021 könnte die Schwelle von drei Billionen Euro Umsatz im Weltmarkt überschritten sein.

Die Zukunft der Maschinenbauindustrie ist eng verknüpft mit der Digitalisierung. Bereits jetzt zeigt sich, dass die digitale Transformation zur Kostensenkung in den Unternehmen beiträgt und neue Absatzchancen eröffnet. So berichten mehr als 80 Prozent der europäischen Firmen von positiven Effekten und einer verbesserten strategischen Positionierung; mehr als die Hälfte sieht konkrete Verbesserungen beim Umsatz und bei der Produktivität. Ein Positivbeispiel sind sogenannte «Digitale Zwillinge»: Noch viel zu wenige Unternehmen nutzen solche virtuellen Prototypen von Maschinen, Anlagen und Fertigungsstrecken, um die Konstruktion, Funktionalität und Effizienz vorab zu simulieren und so Zeit und Kosten zu sparen. Bis 2020, so die Prognose, ändert sich das Bild allerdings: Dann werden verschiedene digitale Hilfsmittel zur Simulation bei mehr als 90 Prozent der Maschinenbauer im Einsatz sein und die gesamte Wertschöpfungskette positiv beeinflussen.

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