Robotik

Wie Werker den Roboter als Kollegen akzeptieren

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Neben der einfachen Bedienbarkeit der Roboter, müsse der Werker aber auch in der Lage sein, intuitiv zu verstehen, warum der Roboter gerade welche Aufgaben durchführt (Situationsbewusstsein), um weiterhin – mindestens mental – an allen Arbeitsprozessen beteiligt zu sein. Wenn Roboter durch einfaches Vormachen, Ziehen oder Zeigen instruiert werden können und durch Projektoren oder intelligente Bildschirme ihre Intentionen und Ziele visualisieren können, sei echte Kooperation, anstelle der bisherigen reinen Interaktion, zwischen Mensch und Roboter möglich. „Neue produktionsnahe Informations- und Interaktions-Plattformen, die nicht nur eine einfache Bedienung erlauben sondern auch für den Werker relevante Informationen zur richtigen Zeit intuitiv darstellen, werden dabei in Zukunft eine zentrale Rolle spielen“, meint Wischmann.

Zwischen Organisation und Kooperation

Für die Arbeitssystemgestaltung mit kollaborierenden Robotern, stellen sich nach Meinung des Experten viele Fragen: Wird der Roboter zum kooperierenden, intelligenten Werkzeug des Menschen? Inwieweit passt sich der Roboter an den Menschen an und inwieweit muss sich der Mensch weiter an den Roboter anpassen? Welche neuen Interaktionsformen erlauben eine echte Kooperation zwischen Mensch und Maschine? Eine reine Überwachung oder Programmierung von Robotern schaffe wenig Situationsbewusstsein. Eine dynamische Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine könne dies besser erzeugen und verbinde dabei die Vorteile des Menschen hinsichtlich Wahrnehmung, Beurteilung, Induktion, Improvisation und Langzeitgedächtnis mit den Vorteilen von Robotern in Sachen Geschwindigkeit, Kraft, Repetition, Berechnung, Multitasking und Kurzzeitgedächtnis.

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