Robotik

Wie Werker den Roboter als Kollegen akzeptieren

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Eine solche Arbeitsteilung benötige jedoch intuitive Übergabestrategien und auch die Möglichkeit des Menschen, Maschinenarbeit zumindest temporär zu übernehmen. „Diese Perspektive eines echten Mensch-Roboter-Teams ist wahrscheinlich nicht immer maximal effizient, erhöht aber die Gesamtsicherheit und beugt der durch die fortschreitende Automatisierung immer stärker drohenden Fähigkeitserosion vor“, so Wischmann. Denn nur durch das eigene (auch mentale) Ausführen und Nachvollziehen aller Produktionsschritte, sei der menschliche Arbeiter weiter in der Lage die Prozesse zu verstehen, zu verbessern und bei Fehlern einzuschreiten. Dies bedeute keine Abkehr von der Automatisierung, es gehe vielmehr darum, entscheidendes Wissen über alle Fertigungsprozesse, auch diejenigen, die von Robotern durchgeführt werden, zu erhalten.

Kollaborierende Roboter als Teil eines lernförderlichen Arbeitsplatzes

“Im Idealfall werden kollaborierende Roboter Teil eines lernförderlichen Arbeitsplatzes“, sagt Wischmann. Das heisst der zur Beherrschung der technischen Komponente benötigte Lernaufwand kann vom Benutzer im Prozess der Arbeit selbst bewältigt werden und einmal gelernte Bedienungsstrategien verschwinden nicht wieder schnell aus dem Gedächtnis. Dafür benötigt werden nach Aussage des Experten adaptive und auf den einzelnen Werker und seine Fähigkeiten individualisierbare Systeme.

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