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Einstieg ins Mikrofräsen mit Kern
Die breit ausdifferenzierte mechanische Fertigung, deren Maschinenliste mehrere Seiten füllt, stellt über 95 Prozent der benötigten Teile im eigenen Haus her und ist mit 40 Prozent ihrer Kapazität darüber hinaus in der Lohnfertigung tätig. Rund 13 Millionen Teile pro Jahr entstehen so auf zwei Etagen eines Denkmals der Industriearchitektur. «Als ich neu anfangen musste, habe ich geschaut: Was will der Markt? Und habe mir gesagt: Das kann ich!» Dieser Devise ist Christian Dunkel treu geblieben. Als sich über die enge Kooperation mit einer namhaften Berliner Hochschuleinrichtung die ersten Aufträge für die Bearbeitung von Sonderwerkstoffen wie Silizium und Beryllium für die besonderen Anforderungen der Medizintechnik ergaben, stieg Dunkel kurz entschlossen ins Mikrofräsen ein und schickte einen interessierten Mitarbeiter ins oberbayerische Eschenlohe zu Kern Microtechnik.
Christian Woythe, Maschinenbediener im Bereich Mikrofräsen bei Dunkel, war sofort überzeugt: «Die Kern-Leute kennen sich aus, weil sie eine eigene Fertigung haben; man sieht, wie man mit den Maschinen arbeiten kann, und hat kompetente Ansprechpartner.» Positiv findet der Frässpezialist, dass Kern Microtechnik gerade kein Grosskonzern mit vielen Ein-Komponenten-Spezialisten ist, bei dem man oft jedes Mal mit einem anderen Servicetechniker zu tun hat; «jeder weiss bei allem Bescheid», es entsteht schnell ein persönliches Vertrauensverhältnis.
Statt mit grossen Werkzeugen auf einmal mit 0,1- oder 0,05-mm-Bohrern zu arbeiten, war für Christian Woythe schon eine Umstellung; die kameragestützte Schulung bei Kern und der enge Erfahrungsaustausch mit den Anwendungstechnikern hat ihm viel wertvolles Know-how z. B. für den Umgang mit Kleinstwerkzeugen oder die Wahl der richtigen Drehzahl vermittelt. Mit dieser Vorbereitung gelang der Einstieg ins Mikrofräsen reibungslos – «Wir konnten sofort loslegen.»
Die ideale Maschine für die Medizintechnik
Mit der Kern Micro hat Christian Woythes Team die passende Maschine für sein Anforderungsprofil gefunden. Als Pilotkunde hatte die Dunkel-Mannschaft ständigen engen Kontakt zu den Konstrukteuren: «Die Zusammenarbeit war von Anfang an hervorragend, wir standen niemals auf verlorenem Posten.» Die kompakte Bauweise macht die Inbetriebnahme einfach: Alle Nebenaggregate sind in die Maschine integriert, die mit 4,5 m² Grundfläche auskommt. Muss sie im umfangreichen Dunkel-Maschinenpark einmal umgesetzt werden, reicht dafür ein Stapler oder Kran. Sowie die fünf Aussenanschlüsse – zwei für Kühlwasser sowie je einer für Druckluft, Energie und Daten – wieder aktiviert sind, ist die Kern Micro ohne umfangreiche Neuausrichtung oder Kalibrierung wieder arbeitsfähig.
Aufträge für Prototypen und Mikroteile in Kleinserien kommen aus der Luft- und Raumfahrttechnik, aus Grundlagenforschung und Entwicklungsunterstützung. Zukunftsmarkt mit Perspektive ist für Dunkel vor allem die Medizintechnik. Medizinische Präzisionsteile machen einen Grossteil des Arbeitsvolumens aus – «Ein gutes Gefühl, den Menschen zu dienen und Leben zu retten», meint Christian Woythe.
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