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Swisstech/Prodex: Prodex Award 2014 nominiert WSP-Fräser «Twist Coolex»

Redakteur: Matthias Böhm

Die Jury des Prodex-Award hat das Werkzeugkonzept «Twist Coolex» des Werkzeugherstellers Alesa AG für den Prodex-Award nominiert. In Praxisanwendungen hat sich gezeigt, dass die Bearbeitungszeit von Titanbauteilen um 30 Prozent reduziert werden kann. Die Standzeit kann um den Faktor 3 steigen. Möglich macht dies eine ausgefeilte im Fräskopf integrierte Kühlung der Schneidplatten. Das Unternehmen wird über diese Technologie am Swissmem-Zerspanungsseminar im Januar 2015 referieren.

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Nominiert für den Prodex-Award: der Fräskopf «Twist Coolex» des Schweizer Herstellers Alesa.
Nominiert für den Prodex-Award: der Fräskopf «Twist Coolex» des Schweizer Herstellers Alesa.
(Bild: Alesa)

Mittlerweile hat sich in der Fertigungswelt herumgesprochen, dass Kühlung direkt in der Eingriffszone des Zerspanungsprozesses ein massgebliches Kriterium ist, um Zeitspanvolumen und Standzeit zu erhöhen.

KSS direkt an die hoch belasteten Schneiden

Fakt ist: Viele Anwender sind noch skeptisch. Warum soll man in einen teuren Fräskopf mit integrierter Kühlung investieren, wenn man die Kühlung genauso gut von aussen zuführen kann. Gängige Meinung: «Die Schneiden kühlen sich beim Fräsen ja so oder so ab, wenn sie aus dem Werkstück treten beim Fräsen.»

Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Alesa hat einen Anwender in einem Feldversuch Tests mit ihrem neu entwickelten Fräser «Twist Coolex» fahren lassen. Das Besondere an dem Fräswerkzeug ist seine «Doppelkühlung». Mit der von Alesa entwickelten Kühl-Technologie wird das Schmier- und Kühlmedium direkt an die thermisch am höchsten belasteten Stellen der Schneidkante gebracht.

Beat Löffel (Verkaufsleiter, Alesa AG) sagte auf der AMB gegenüber dem SMM: Generell seien die Alesa-Fräser für hochzähe Materialien wie Inconel, Hasteloy, Titanlegierungen perfekt konzipiert. Das liege an den hoch positiven Schneiden der Alesa-Wendeplatten. Doch was diese Werkstoffe gemein haben, ist deren Verhalten beim Zerspanen in Form von Kaltverfestigung. Durch die Kaltverfestigung erhöhe sich zudem die Zerspanungsenergie, die aufgebracht werden müsse, was sich wiederum in höherer Wärmeenergie im Bereich des Zerspanprozesses niederschlägt. Da diese Werkstoffe zudem schlecht wärmeleitend sind, würden die Schneidkanten übermässig erhitzt.

Wärme wird effizient abgeführt

Genau hier setzt Alesa mit der neuen Kühltechnologie an. Weil der Kühlschmierstoff mit hohem Druck direkt zu den Schneiden gebracht wird, wird die Wärmeenergie effizient abgeführt. Das führe schliesslich zu diesen ausgezeichneten Ergebnissen: Die Produktivität kann um 30 Prozent gesteigert werden, die Standzeit kann bis zum Dreifachen erhöht werden. Übrigens wird Alesa diese Thematik auch am Swissmem-Zerspanungsseminar im Januar 2015 vortragen. <<

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