Markus Baumann im SMM-Interview zur Innoteq 2025 «Zeitspanvolumen hat heute ein extrem hohes Niveau erreicht»

Von Matthias Böhm 2 min Lesedauer

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Markus Baumann (Leiter Verkauf Schweiz/Prokurist, Fraisa SA) zeigt die enorme Bandbreite des Schweizer Werkzeugherstellers Fraisa auf. Welche entscheidende Rolle Werkzeuge im Rahmen von bedienerarmen Fertigungsprozessen einnehmen, wird im Interview eindrücklich dargestellt. Der wirtschaftlichen Entwicklung des Jahres 2025 blickt Markus Baumann vorsichtig optimistisch entgegen.

Markus Baumann, Leiter Verkauf Schweiz / Prokurist der Fraisa SA: «Die Produktivität von Hochleistungsfräsern, sprich das Zeitspanvolumen, ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und hat heute ein extrem hohes Niveau erreicht.»(Bild:  Fraisa SA)
Markus Baumann, Leiter Verkauf Schweiz / Prokurist der Fraisa SA: «Die Produktivität von Hochleistungsfräsern, sprich das Zeitspanvolumen, ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und hat heute ein extrem hohes Niveau erreicht.»
(Bild: Fraisa SA)

SMM: Wie ist die aktuelle wirtschaftliche Situation im Bereich der Werkzeuge am Standort Schweiz?

Markus Baumann: Betrachtet man 2024 war es für den Bereich Werkzeuge am Standort Schweiz ein schwieriges Jahr mit rückläufigen Auftragseingängen und Umsätzen. Praktisch alle Branchen beklagen eine zu geringe Kapazitätsauslastung.

Das Ergebnis waren Überkapazitäten, daraus resultierend Kurzarbeit und/oder Personalabbau. Positiv ist, dass sich die Rückgänge der Auftragseingänge verlangsamt haben und sich eher wieder horizontal entwickeln. Demnach blicken wir dem Jahr 2025 vorsichtig optimistisch entgegen.

Welche Innovationen zeigt Fraisa im Bereich der Werkzeuge zur Innoteq?

M. Baumann: Fraisa präsentiert wegweisende Produkt- und Servicehighlights. Besonders im Fokus:

Ein revolutionäres neues Produkt für prozesssicheres und effizientes Weichstahlfräsen, das neue Massstäbe setzt.

Unsere Highlights auf der Innoteq 2025:

  • Produktneuheit «SteelCut»: Prozesssicheres Weichstahlfräsen auf höchstem Niveau
  • «E-Cut»-Fräser: Neue Werkzeugvarianten für maximale Performance und Bauteilqualität
  • «MFC»: Multifunktionales Hochleistungsfräsen (bis 6,3 × d Bearbeitungstiefe)
  • Fraisa «ReTool Services»: Kosten- und ressourcenschonendes Serviceangebot mit Leistungsgarantie
  • Fraisa «ToolExpert»: Optimale Schnittdaten für maximale Prozesssicherheit
  • Universalfräser «Favora»: Werkzeugportfolio mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Aluminiumbearbeitung: Effizient und prozesssicher fräsen mit «MFC Alu», «E-Cut Alu» und «AX-FPS»
  • «SX Fräser» – High Dynamic Cutting HDC: Boost für die Bearbeitung von nichtrostenden Stählen und Nickel-Basis-Legierungen

Im Fertigungsbereich steht vermehrt die Automation und bedienerarme Fertigung im Fokus. Welche Herausforderungen bringt diese Entwicklung für die Werkzeughersteller betreffend Standzeiten, Produktivität und Prozesssicherheit?

M. Baumann: Die Produktivität von Hochleistungsfräsern, sprich das Zeitspanvolumen, ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und hat heute ein extrem hohes Niveau erreicht.

Eine Steigerung ist aufgrund der Begrenzung des Maschinenumfeldes, der Programmqualität oder der Bauteil- bzw. der Aufspannsituation meist nicht möglich und auch nicht gewünscht. Für die bessere Automatisierbarkeit ist eine längere Standzeit, eine höhere Prozess-Sicherheit und eine höhere Multifunktionalität an Frässystemen gefordert.

Für Fraisa als Werkzeugentwickler und -hersteller bedeutet dies, dass wir spezifische Technologien, Substrate und Beschichtungen entwickeln – dies immer mit den dazugehörigen Applikationsdaten und unserem spezifischen Anwendungswissen. Konkret sind dies zum Beispiel Spanteilersysteme, optimierte Spannuten, hochglatte und verschleissresistente Beschichtungen.

Zudem finden unsere Kunden im Fraisa «ToolExpert» die zu der Anwendung perfekt abgestimmten Schnittdaten, welche sie für ihr Bearbeitungsumfeld natürlich noch anpassen können. Abgerundet wird jedes Frässystem mit validierten Services wie Fraisa «ReTool», der industriellen Wiederaufbereitung der eingesetzten Werkzeuge, um die gleiche Leistungsfähigkeit, Standzeit und Sicherheit wie das Neuwerkzeug sicherstellen zu können.

Welche Impulse erhoffen Sie sich von der Innoteq?

M. Baumann: Hoffentlich nur positive Impulse, welche uns in bester Erinnerung bleiben werden. Fraisa nimmt dieses Jahr als Mitaussteller auf dem Swissmem-Messestand das erste Mal an der Innoteq teil.

Als die Leitmesse der Fertigungsindustrie Schweiz soll es der Treffpunkt der Branche werden. Wir erhoffen uns viele wegweisende Gespräche mit Besuchern und Fachleuten. Fraisa wird bereit sein. Wir präsentieren innovative Highlights, welche weiteres Potenzial zur erfolgreichen Meisterung der Herausforderungen bieten werden.

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