Grossmaschinen

Zerspanen im XXL-Format

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Eigenfertigung ist ein entscheidender Faktor

Das Bestreben, viele Komponenten selbst zu fertigen, ist dabei deutlich zu erkennen. «Die eigene Fertigungstiefe ist bei diesen Maschinen ein entscheidender Faktor, weil die Genauigkeit einer solchen Maschine nur in der Fertigung entstehen kann», urteilt Bisgwa. Bei Bimatec Soraluce würden alle Gusskomponenten, wie das Maschinenbett, der Ständer, der Frässchieber sowie der Fräskopf, in eigener Fertigung hergestellt. «Der Anteil unserer Eigenfertigung liegt bei über 50 %.»

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Für Union-Geschäftsführer Bergmann ist eine hohe eigene Fertigungstiefe zwar nicht zwingend erforderlich, bringt aber unschlagbare Vorteile mit sich: «Die Unternehmen der Herkules Group setzen traditionell auf eine hohe Fertigungstiefe. Alle Kernkomponenten der Maschinen werden innerhalb der Unternehmensgruppe hergestellt. So werden die Qualität und die Liefertermintreue gesichert und wir können flexibler Sonderwünsche des Kunden erfüllen.»

Trend zu Fünf-Achs-Bearbeitung und Verfahrensintegration

So sehr sich die XXL-Maschinen von üblichen Bearbeitungszentren unterscheiden, gewisse Trends sind doch gleich. «Das Spektrum an metallischen Werkstoffen sowie Verbundwerkstoffen unterliegt bei Grossteilen ähnlichen Entwicklungen wie bei kleineren Teilen», erklärt Starrag-Manager Hanrath. «Damit sind auch die Herausforderungen vergleichbar. Im Allgemeinen gilt dies auch für die Trockenbearbeitung, wobei die schiere Grösse des Arbeitsraums besondere Anforderungen an Umhausungen und Späneentsorgung stellt, deren Realisierung an natürliche Grenzen stösst.»

Auch bei den Zerspanungsriesen geht es in Richtung Komplettbearbeitung. «Erkennbar ist ein Trend zu komplexeren und grösseren Werkstücken, die häufig Fünf-Achs-Bearbeitung sowie Verfahrensintegration erfordern», so Hanrath. Und Bergmann ergänzt: «Um Auf- und Umspannarbeiten zu minimieren, werden zunehmend verschiedene Bearbeitungstechnologien, zum Beispiel Drehen und Fräsen, in eine Maschine integriert. So erfolgt die komplette Bearbeitung des Werkstückes auf einer Maschine.»

Aufgrund des enormen Zeitaufwands für das Umspannen von Grossbauteilen ist auch für Bimatec-Soraluce-Geschäftsführer Bisgwa die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung ein ganz entscheidender Faktor: «Daher spielt die Automatisierung im Grosswerkzeugmaschinen-Bereich auch ein wichtige Rolle.» Dies werde durch den Einsatz von unterschiedlichen, automatisch indexierenden Fräsköpfen und Pinolen in Verbindung mit einem automatischen Fräskopf- und Pinolenwechselsystem, adaptiven Winkelfräsköpfen, Spindelverlängerungen oder auch Elektrospindeln, Dreh- und Verschiebetischen sowie komplexen Spannvorrichtungen realisiert. «Durch diese Art der Automatisierung kann bei der Einrichtung mehrerer Arbeitsstationen eine Pendelbearbeitung gewährleistet werden, sodass der Bediener weitere Werkstücke hauptzeitparallel be- und entladen kann.»

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