Interview: Marc Schuler, CEO Dixi Polytool S.A. «... wenn man 25 Prozent zulegen muss, ...»

Redakteur: Matthias Böhm

>> Der VHM-Werkzeughersteller Dixi Polytool S.A. hat genau das gemacht, was Thomas Jordan gefordert hat: CEO Marc Schuler hat gemeinsam mit seiner Belegschaft die Prozessabläufe im Unternehmen auf Lean Management umgestellt. Ein Kraftakt sondergleichen. Heute ist Dixi Polytool mit einer der am besten aufgestellten Schweizer Werkzeughersteller. Wie sieht CEO Marc Schuler die Situation nach der Franken-Freigabe?

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«Der Umbruch ist enorm. Innerhalb von zwei Jahren ist die Veränderung von Dixi Polytool grösser als in den 20 Jahren zuvor.»
«Der Umbruch ist enorm. Innerhalb von zwei Jahren ist die Veränderung von Dixi Polytool grösser als in den 20 Jahren zuvor.»
(Bild: J.-R. Gonthier)

SMM: Herr Schuler, Sie haben in den letzten beiden Jahren keinen Stein auf dem anderen gelassen und Ihr Unternehmen komplett neu aufgestellt. Sie müssten bestens vorbereitet sein auf den neuen Wechselkurs, sehen Sie das auch so?

Marc Schuler: Richtig, wir haben Dixi Polytool komplett modernisiert, und zwar auf allen Ebenen. In den letzten beiden Jahren hatten wir parallel zwei grosse Projekte laufen. Erstens die komplette Modernisierung unseres Firmenkomplexes sowie dessen Ausbau und zweitens die Einführung des Lean Manufacturings. Dies war eine grosse Herausforderung, da alle Prozesse, die Mentalität und Philosophie des Unternehmens neu überdacht wurden. Dies ist auch für das Personal eine riesige Herausforderung. Unsere Anforderungen an unser Personal, an unsere Zulieferanten und Partner haben sich erhöht.

Wo stehen Sie aktuell mit Ihrer Umstrukturierung?

M. Schuler: Die Umstrukturierung nähert sich nun dem Ende zu und erlaubt uns, dank der Verbesserungen und Optimierungen den ersten Euro-Schock von 2011 abzufedern. Es sind fast 25 % Produktivität, die wir auf allen Stufen zulegen mussten.

Und jetzt müssen Sie nochmals 15 % nachlegen?

M. Schuler: Korrekt, mit dem SNB-Entscheid vom 15. Februar dürfen wir das ganze Prozedere wieder von vorne angehen, um weitere 12 bis 15 % an Produktivität zu gewinnen. Ich kenne persönlich kaum Firmen, welche sich kurzfristig auf diese neuen Gegebenheiten haben einstellen können.

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