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Können Sie die Produktivitätssteigerung in Zahlen angeben?
M. Schuler: Wir erstellen momentan alle Indikatoren, welche wir nach kompletter Einführung der neuen Produktionsflüsse verfolgen werden. Erste sehr positive Anzeichen können wir jedoch schon heute feststellen mit erhöhten Tages-Produktionsstunden pro Maschine.
Haben Sie die Arbeitsabläufe für Ihre Mitarbeiter durch die neue Organisation stark verändert, wenn ja wie?
M. Schuler: Der Umbruch ist enorm. Innerhalb von zwei Jahren ist die Mutation von Dixi Polytool grösser als in den 20 Jahren zuvor. Die Umstellung ist für das Personal sehr anspruchsvoll. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter mental sehr stark und kommunizieren transparent und offen.
Was bedeutet diese Umstellung für Ihre Mitarbeiter?
M. Schuler: Transparenz und Teamwork sind heute die absolute Basis in der Firma. Wer nicht teamfähig ist, ist heute fehl an Platz. Sehr wichtig sind auch Polyvalenz sowie Polykompetenzen. Diesbezüglich unterstützen wir unsere Mitarbeiter mit verschiedenen Schulungen, damit sie sich auf das neue Umfeld einstellen können. Ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht bin von der Akzeptanz, die unsere Mitarbeiter der Umstrukturierung entgegenbringen.
Sie sagten in einem Gespräch, dass die grössten Herausforderungen bei einer solchen Umstrukturierung die zwischenmenschlichen Aspekte sind. Wo zeigen sich hier die grössten Schwierigkeiten und wie kann man das am besten in die richtige Bahn bringen?
M. Schuler: Ja, das ist so. Bei solch wichtigen Umstrukturierungen in einem Unternehmen muss man damit rechnen, dass einem Teil der Belegschaft diese Umstellung schwer fällt. Menschen lieben eine gewisse Routine, welche uns Scheinsicherheit bietet. Modernisierung, Umstellungen, neue Firmenphilosophie brechen diese Routine. Deshalb war es und bleibt es auch heute noch extrem wichtig zu kommunizieren, und dies auf allen Ebenen. Für uns in der Geschäftsleitung war es schon einmal extrem wichtig, das mittlere Management von unserem Projekt zu überzeugen und von Anfang an zu integrieren. Nur wenn das mittlere Management mitspielt, hat man eine gute Chance, die Basis zu überzeugen und Hemmungen abzubauen.
Das hört sich nach Schwerstarbeit an.
M. Schuler: Man muss sehr viel Zeit und Überzeugungskraft in das Projekt investieren. Ziel war es, unsere Leute davon zu überzeugen, dass wir alle gemeinsam ins Projekt einsteigen und es gemeinsam zu Ende führen. Heute sind wir Nahe am Ende der Einführung und die gute Nachricht ist, dass wir keinen Key-Player der Firma verloren haben. Auch generell ist die Rotation unserer Angestellten sehr niedrig geblieben. Bestimmt sind auch heute noch gewisse Leute skeptisch, jedoch gibt es nur noch wenig Widerstand.
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