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Ein Werkzeug, drei Lösungen
Eine relativ junge Technologie, die Dixi Polytool entwickelt hat, ist das Bohrgewindefräsen. Ein Verfahren, das man gesehen haben sollte (Anm. d. Red.). Das Geniale: Mit dem Bohrgewindefräser werden die drei Bearbeitungsschritte Senken, Bohren und Gewinden in einem Vorgang mit einem Kombiwerkzeug durchgeführt. Nebenzeiten sind praktisch Null, weil kein Werkzeug gewechselt werden muss. J. Gegik: «Mit der neuen Lösung Bohrgewindefräsen können wir erstens die Prozesssicherheit optimieren und zweitens auch die Fertigungszeiten deutlich reduzieren.»
Gewindeformer mit bedeutenden Vorteilen
Jetzt ein Blick zu einem Mitbewerber aus Malleray im Jura. DC Swiss S.A. – der Gewindespezialist schlechthin – entwickelt Gewindeformer vermehrt auch für rostfreie Stähle. Generell ist der Gewindeformer sehr breit einsetzbar und kann sämtliche kaltverformbare Werkstoffe mit einer Bruchdehnung von mindestens 10 % und einer Zugfestigkeit bis max. 1150 N/mm2 bearbeiten.
Schneidöl optimiert Standzeit massiv
Pascal Forrer (Sales & Marketing Manager, DC Swiss S.A.) sagt dazu: «Bei rostfreien Stählen unterscheiden wir zwischen relativ einfach zu bearbeitenden, geschwefelten Stählen und den zähen, austenitischen. In Letzteren beeinflusst besonders der gewählte Kühlschmierstoff (hierzu später in Teil 2, SMM 4/2013) die Standzeit: So kann im Werkstoff 1.4301 mit Schmierölbearbeitung problemlos eine Standzeit von mehreren tausend Gewinden erreicht werden, während eine schwache Emulsion die Standzeit auf wenige hundert reduziert. Gewindeformer sind in der modernen Fertigung nicht mehr wegzudenken.»
Entscheidender Vorteil: Prozesssicherheit
Einer der Vorteile von Gewindeformern ist deren Prozesssicherheit. Pascal Forrer antwortet auf die Frage, wie sich das Gewindeformen gegenüber dem Gewindeschneiden in Bezug auf die Prozesssicherheit verhält, wie folgt: «Beim Gewindeschneiden bleibt der Span DER heikle Faktor. Er muss sauber und kontrolliert abgeführt werden. Gerade in tiefen Sacklöchern oder bei Sacklöchern mit tiefer Aufbohrung ist die Evakuierung mit spiralgenuteten Werkzeugen aufgrund von Einschränkungen der Drallsteigung teilweise schwierig. Mit dem Gewindeformen können wir den Span umgehen und schaffen so eine prozesssichere und autonom arbeitende Lösung.»
Zukunft liegt im Gewindeformen und -fräsen
Festzuhalten ist, dass bezüglich Prozesssicherheit die Verfahren Gewindeformen und Gewindefräsen Vorteile gegenüber dem Gewindeschneiden haben. Der SMM fragte deshalb nach, ob sich diese beiden Verfahren in Zukunft gegenüber Gewindeschneiden auch quantitativ durchsetzen werden. P. Forrer sieht die Zukunft tatsächlich verstärkt in den «neuen» Verfahren: «Bereits heute nehmen das Gewindeformen und -fräsen eine wichtige Rolle ein. Gewindefräsen hat sich im letzten Jahrzehnt durch den Einzug moderner Bearbeitungszentren einen wichtigen Platz gesichert. Für den klassischen Gewindebohrer findet daher eine natürliche Substitution statt. In Zukunft gefragt sind Hochtechnologie-Gewindeschneider, welche komplexe Anwendungsfälle erfüllen können, die andere Bearbeitungsmöglichkeiten nur bedingt zulassen würden.»
Der grosse Vorteil des Gewindefräsens
Auch Jonus Gegik (Dixi Polytool S.A.) hebt die typischen Vorteile von Gewindeformern und -fräsern hervor: «Der Gewindeformer wird oft in schwer zerspanbaren Materialen, wie z. B. rostfreiem Stahl, hochlegiertem Stahl und Titan eingesetzt. Die Standzeit ist im Vergleich zum Gewindebohrer sehr hoch. Den Gewindefräser verwendet man bei gut zerspanbaren Materialen wie z. B. Aluminium, Kupfer und unlegiertem Stahl, welcher auch eine schnelle Bearbeitung garantiert. Der grosse Vorteil beim Gewindefräser ist, dass das Werkzeug bei einem Werkzeugbruch einfacher entfernt werden kann.»
So weit die neuesten Entwicklungen in der Gewindefertigung, jetzt kommt ein Sprung in die klassische Fräsbearbeitung.
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