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10. Zerspanungsseminar: span(n)endes Jubiläum

| Redakteur: Matthias Böhm

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(Bild: VBM-Archiv)

Spannende Vorträge versprach das Zerspanungsseminar am 21., 22. und 23. Januar als zehnte Jubiläumsveranstaltung. Hier treffen sich die Schweizer Top-Zerspaner und zeigen auf, wo die Reise hingeht. Neben neuesten Werkzeugtechnologien wurde am praktischen Beispiel demonstriert, wie eine moderne Turbo-Fertigung am Standort Schweiz realisiert werden

Dies vorweg: Damit der Werkplatz Schweiz auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, müssen viele Faktoren zusammenspielen: Mensch, Technologie, Logistik, Qualität, Bildungswesen und Infrastruktur. Adrian Obrist (ABB Turbo Systems Ltd.) brachte es auf den Punkt: Es müsste die Stärke des Bildungssystems genutzt und gezielt ausgebaut werden. Vor allem müsse der Nachwuchs der handwerklichen Berufe sichergestellt und die Ausbildung gezielt auf die anstehenden Herausforderungen ausgerichtet werden. Ein wichtiger Schwerpunkt muss auf der Förderung der Polyvalenz liegen, damit auch die geforderte Flexibilität gesteigert werden könne.

Qualität – keine Kompromisse

Maurizio Boschetti (Head of BU Supply & Production Network, ABB Turbo Systems Ltd.) der in Olten referierte, wies gegenüber dem SMM zudem darauf hin, dass die Produktivität durch Einsatz neuester Technologien bei den Werkzeugmaschinen in Kombination mit Automation konsequent und kontinuierlich gesteigert werden müsse, um die globale Wettbewerbsfähigkeit und den Vorsprung zu halten. Zudem müssten Prozesse schlank gehalten und kostenoptimale Gesamtwertschöpfungsketten geschaffen werden, welche zum einen hoch effizient und zum andern aber auch ein hohes Mass an Agilität aufweisen, um den steigenden Kundenanforderungen gerecht zu werden.

Zum Thema Qualität sagt M. Boschetti: «Zudem dürfen wir unter dem Druck, unter welchem der Werkplatz Schweiz steht, bei unseren Produkten keine Kompromisse bei der Qualität eingehen, sondern müssen dieses Merkmal ausbauen.»

Werkzeughersteller gefordert

Ein wichtiger technologischer Teilbereich des Anforderungsprofils, das seitens ABB formuliert wurde, wird von den Werkzeugherstellern abgedeckt. Das Swissmem-Zerspanungsseminar beleuchtete die Thematik aus unterschiedlichsten Perspektiven der Experten: von den Werkzeugherstellern über Spannmittel bis hin zu den Beschichtungen und Kühlschmierstoffen. Schliesslich spielt auch die Prozesskontrolle eine Rolle.

Gewindefertigung im Wandel

Die Gewindefertigung befindet sich seit längerem im Wandel. Deshalb sollen hier die neuesten Entwicklungen der Firmen DC Swiss SA und Dixi Polytool S.A.vorgestellt werden.

Jonus Gegik (Dixi Polytool S.A.) beschreibt die Anforderungen der modernen Produktionstechnik wie folgt: «Für Unternehmen aus der Fertigungsbranche gilt es schneller, komplexer, präziser, günstiger und hochwertiger zu fertigen. Da zudem die Lieferzeiten immer kürzer und Auftragsmengen immer geringer werden, nimmt die Komplexität der Produkte und Abläufe deutlich zu. Genau hier setzen unsere Werkzeuglösungen an, bei denen ich mich auf die Gewindefertigung konzentrieren will. Da beim Gewindefertigen die Individualität und die Ansprüche an Prozesssicherheit im Verhältnis zu anderen Bearbeitungen sehr hoch sind, erfordert es, erstens hochpräzise und zweitens prozesssichere Lösungen anzubieten.»

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