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Klebetechnik Abecon AG Zürich: Leuchtdioden – Neulinge mit Potenzial für die UV-Welt

| Redakteur: Luca Meister

>> Dank der stetigen Entwicklung von UV-LEDs verspricht die Technologie in Zukunft gute Ernten auf dem Feld der UV-Härtung von Kleb- und Dichtstoffen sowie UV-reaktiven Lacken. Hersteller von UV-Anlagen, LEDs, Klebstoff- und Farbsystemen sind jedoch aufgefordert, an abgestimmten Systemen zu arbeiten. Dieser Beitrag befasst sich sowohl mit den interessanten Eigenschaften, die UV-LEDs aufzuweisen haben, als auch mit den Hürden, die diese Technologie vor ihrem Durchbruch in der verarbeitenden Industrie noch zu überwinden hat.

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Das vielversprechende LED-UV-System des Typs «Solidcure Plus».
Das vielversprechende LED-UV-System des Typs «Solidcure Plus».
(Bild: Abecon)

mei. In Zeiten steigender Energiepreise und wachsendem Umweltbewusstsein fällt es den LED-Herstellern leicht, die Aufmerksamkeit mit Argumenten wie niedriger Energieverbrauch, Ozon- und Quecksilberfreiheit, lange Lebensdauer und kurze Reaktionszeit zu wecken. Bevor eine neue Technologie wie die UV-LED-Härtung aber Einzug in die Produktionsbetriebe halten kann, muss erst der steinige Weg der technischen Entwicklung bis zur praktischen Reife absolviert werden.

Spezifische Vorteile ausspielen

In der Beleuchtungstechnik sind Leuchtdioden längst ein Erfolgsmodell. Die Abkürzung LED (Light Emitting Diode) kennt mittlerweile jeder. Im Vergleich zu den Anwendungen der LED-Technologie im Bereich des sichtbaren Lichts, die bereits heute schon ein grosses Marktvolumen darstellen, steckt in der Härtung von Klebstoffen, Druckfarben und Lacken mittels UV-LED-Systemen noch enormes unerschlossenes Potenzial. Als langjährig bewährter Anbieter von UV-Geräten und -Systemen wird die Abecon AG Zürich oftmals mit der Frage konfrontiert, wann die UV-LED-Technologie die in der verarbeitenden Industrie heutzutage gebräuchlichen Quecksilberdampflampen abgelöst hat. Für Abecon erscheint ein kompletter Ersatz der konventionellen UV-Technik auf breiter Front unwahrscheinlich. Die UV-LED-Technologie wird sich aus heutiger Sicht vielmehr in verschiedenen Marktsegmenten als Ergänzung zu bestehenden UV-Systemen etablieren.

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Nach Ansicht verschiedener Experten wird diese Technologie überall dort Marktanteile erobern, wo sie ihre spezifischen Vorteile ausspielen kann. Wenn für eine Anwendung sowohl UV-LED- als auch konventionelle Technik in Frage kommen, werden die Gesamtkosten einerseits und die Effizienz der Systeme andererseits den Ausschlag zum Entschluss geben. Bei Investitions- und Ersatzteilkosten sowie bei der effektiven Nutzung der eingesetzten Energie haben konventionelle UV-Lampen momentan in den meisten Fällen die Nase vorn.

UV-LED-Einsatz: Neues System

Beispielsweise erzielen Mitteldruckstrahler gegenwärtig Wirkungsgrade zwischen 25 und 30 Prozent. Bei LED-UV-Systemen liegt die Effizienz abhängig von der Wellenlänge zwischen zwei und knapp 25 Prozent. Die Abecon AG Zürich bietet ein neues System für den UV-LED-Einsatz, das mit seiner enormen Leistungsdichte an der oberen Leistungsgrenze angesiedelt ist. Die Produktneuheit mit der Bezeichnung «LUV» basiert auf einzelnen LED-UV-Modulen mit einer emittierenden Fläche von 50 mal 70 mm. Im Wellenlängenbereich von 395 nm wird eine Leistung von 10,5 W/cm² erzielt. Das System fällt zum einen durch sein modernes Produkt-Design ins Auge und ist daneben einfach über die PC-Anbindung zu bedienen. Zu den Vorteilen dieses UV-LED-Systems im Vergleich zu einer Quecksilber Mitteldruckdampflampe zählt etwa, dass die UV-Leistung sofort nach dem Einschalten zur Verfügung steht. Das System kann auch spontan ausgeschaltet werden, was aufwändige Shutter oder Drehreflektoren zum Schutz des Bedruck- oder Beschichtungsstoffes überflüssig machen. Ausserdem lässt sich die Systemleistung in Ein-Prozent-Schritten von 0 bis 100 Prozent regeln. Weiter besteht die Möglichkeit, je nach Geometrie des benötigten Bestrahlungsfeldes einzelne Module zu- oder wegzuschalten. Dies sind allesamt Voraussetzungen für einen gezielten Energieeintrag. Weiterhin weisen die LEDs eine hohe Standzeit auf und erzeugen reines UVA-Licht, sodass keine Ozonbildung stattfinden kann und die Temperaturbelastung von Substrat sowie Druck- bzw. Beschichtungsmaschine deutlich reduziert wird.

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