Fertigungstechnik

Argotec perfektioniert das Drahterodieren

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Ungewöhnlich komplex für Drahterosion

Auf die Komplexität der Bauteile angesprochen, geht W. Vogel auf die Charmilles-Maschinen ein: «Wir setzen aktuell zu 100 % auf Charmilles-Maschinen. Die Agie-Maschinen sind eher für den Stanzwerkzeugbau konzipiert. Im Prinzip sind das zwei unterschiedliche Maschinenkonzepte. Es besteht aus meiner Sicht eine gewisse Gefahr, dass die Charmilles-Maschinen ihre Flexibilität verlieren, aufgrund der Fusion der beiden Hersteller. Die Charmilles-Maschinen verfügen über einen enormen Komfort, sie sind sehr flexibel, mit ihnen kann der Draht beispielsweise mit bis zu 45° angestellt werden, das ist sensationell. Die Agie brachten damals nur 5°, waren dafür extrem genau, aber für unsere Anwendungen zu wenig flexibel.» Ein Schritt in Richtung Zukunft ist die Automation der Drahterodierprozesse. Im Fräsen heute Standard, ist dies beim Drahterodieren alles andere als trivial. W. Vogel: «Derzeit bestücken wir manuell. Fast jedes Werkstück ist eine Einzelanfertigung. Es ist nicht einfach, den Prozess zu automatisieren. Zudem muss es wirtschaftlich sein, was wegen der langen Laufzeiten nicht zwangsläufig der Fall ist. Auch technologisch ist Automatisierung anspruchsvoll. Ein grosses Hindernis ist das Reststück, das entfernt werden muss, das erschwert das Handling. Aber auch hier zeigt sich die Zuversicht von W. Vogel: «Wenn wir es fertig bringen, die Einzelteile intelligent zu handeln, ausserhalb und innerhalb der Maschine und die Programmschritte sicher generieren, dann bin ich der Überzeugung, werden wir auch die Automation realisieren.»

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