Ausbildertagung Ausbildertagung der Swissmechanic-Instruktoren

Autor / Redakteur: Gerhard Vogelbacher / Lya Bartholet

>> Über 45 Ausbildner der Swissmechanic-Kurszentren trafen sich zur traditionellen Tagung der Swissmechanic-Instruktoren. Das Hotel Resort Walensee ist ein geeigneter Ort, um mit den Instruktoren aktuelle Kerngebiete der Grundbildung zu thematisieren und daneben auch die Kameradschaft zu pflegen.

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Frau Trachsel von der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich.
Frau Trachsel von der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich.
(Bild: Swissmechanic)

Hanspeter Scheu, Präsident der Swissmechanic-Bildungskommission, begrüsste die Teilnehmer und erläuterte die Bedeutung dieser jährlichen Tagungen. Ziel dieser Tagung sei es, wichtige Themen gemeinsam zu diskutieren sowie den Erfahrungsaustausch zu pflegen. Mit den dazugewonnenen neuen Impulsen sollen die Teilnehmer ihre anspruchsvolle Aufgabe besser wahrnehmen, evaluieren und weiter optimieren können. Dankeschön all denjenigen, die mitgeholfen haben bei der Planung und Durchführung der Ausbildertagung.

Das zweitägige Seminar war geprägt durch Workshops mit folgenden Themen:

  • «Gaht nid, gits nid» gilt auch in schweren Zeiten
  • Normen und Zeichnungstechnik
  • Neue Lehrmittel
  • Laufende Projekte bei der Swissmechanic-Berufsbildung
  • Berufswahl an der Volksschule
  • Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
  • Besichtigung Kehrichtverbrennungsanlage in Schänis

«Gaht nid, gits nid» gilt auch in schweren Zeiten

«Ich habe mein Leben wieder im Griff», sagt Landwirt Alois Zgraggen, der 2002 beide Arme in der Rundballenpresse verloren hatte.

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Alois Zgraggen lacht, fährt Auto, das Lenkrad unter den Füssen, telefoniert via Lautsprecheranlage, bedient den Computer per Mikrofon und Erkennungsprogramm. «Ich habe mein Leben wieder im Griff.» Der Unfall passierte am 16. Oktober. Ein Föhntag. «Der letzte Tag, an dem ich mit der Maschine unterwegs war. Noch drei Ballen. Etwas klemmte, ich hantierte bei laufender Maschine, stolperte über einen Schuhbändel, fiel, geriet mit den Armen in die Rundballenpresse.» Wo er beide Arme verlor. «Dann kam mein Vater. Ich war zum Glück bei Bewusstsein und konnte ihn dirigieren: ‹Abstellen! Anstellen!› Vater alarmierte die Rega, sie hatte schon Nachtbetrieb. Schmerzen hatte ich keine. Der Geist war glasklar. Ich telefonierte mit Angelika, meiner Frau. Sie war schwanger. Ich erklärte, was passiert war. Die Rega-Crew erlebte ich ruhig und überlegt. Solche Einsätze ertragen wohl wenige. Irgendwann werde ich die Retter besuchen. Ich wurde acht Mal operiert. Während dieser Zeit haben die Eltern sich durchgerungen, das Braunvieh zu verkaufen, melken werde ich nicht mehr können. Vater, ein bekannter Züchter, hat viel bewegt in der Braunviehzucht. Am 30. Dezember 2002 haben wir alle 68 Tiere versteigert. Wir haben immer viel gearbeitet. Man findet immer eine Lösung. ‹Gaht nid, gits nid.› Im Jahre 2005 schloss ich auch die Ausbildung zum Meisterlandwirt ab. Nun betreue ich vier Lehrlinge, die auf unserem Hof ein Praktikum machen. Vor einem Jahr übernahm ich den Hof – in der fünften Generation.»

Alois Zgraggen, 1977 in Erstfeld geboren, Meisterlandwirt, lebt zusammen mit seiner Frau und vier Kindern zusammen mit den Eltern auf der Bielenhofstatt in Erstfeld. Agrotourismus, Gästebewirtung, Viehzucht und Direktvermarktung. Produziert wird mit Rücksicht auf Natur und Tier. www.bielenhof.ch

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